CDU nominiert ihre Landtagskandidatin

Anette Moesta geht für die Christdemokraten ins Rennen

07.09.2020 - 09:54

Andernach. Anette Moesta (53) ist als Kandidatin der CDU im Wahlkreis 11 (Stadt Andernach, Verbandsgemeinden Mendig und Pellenz) für die Landtagswahl am 14. März 2021 nominiert worden. Bei der Vertreterversammlung in der Mittelrheinhalle erhielt sie dafür 87,5 Prozent der Stimmen.

75 Wahlberechtigte nahmen an der Corona-konform organisierten Versammlung in der Mittelrheinhalle teil. Die CDU-Kreisvorsitzende Mechthild Heil (MdB) begrüßte die Delegierten und freute sich, diese nach den zahlreichen Videokonferenzen wieder einmal persönlich zu sehen. Den in der Einladung angekündigten Ehrengast Christian Baldauf, der 2021 bei der Landtagswahl als CDU-Spitzenkandidat antritt, um Ministerpräsident zu werden, konnte sie jedoch nicht willkommen heißen. An seiner Stelle begrüßte sie die Landtagsabgeordnete Hedi Thelen, die ihren Fraktionschef entschuldigte. „Christian Baldauf bedauert, nicht hier sein zu können. Er muss an diesem Abend an einer wichtigen Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses in Mainz teilnehmen, in der der rheinland-pfälzische Landeshaushalt vorberaten wird.“

Der Pellenzer Verbandsbürgermeister Klaus Bell schlug Anette Moesta als Landtagskandidatin vor „Sie ist ein Kind der Region, die sich sowohl in der öffentlichen Verwaltung, als auch im sozialen Umfeld, aber auch im „Familienmanagement“ auskennt“, betonte Bell. Somit bringe sie die besten Voraussetzungen für die Ausübung eines Landtagsmandates mit.


Zur Person Anette Moesta


Die in Polch geborene 53-jährige Diplom-Verwaltungswirtin, lebt seit 19 Jahren mit ihrer Familie in Plaidt. Die zweifache, verheiratete Mutter ist ehrenamtliche Vorsitzende des Caritasverbandes Koblenz und war lange Jahre hauptamtliche Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderungsgesellschaft in Polch. So sei sie auch mit den Anliegen der Unternehmerinnen und Unternehmer bestens vertraut.

2001 wurde Anette Moesta zur Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Maifeld gewählt und 2009 schloss sich dann eine Familienpause bis zum vergangenen Jahr an. Seit Oktober ist Anette Moesta in Teilzeit beim Bistum Trier angestellt. Auch in der Zeit der Familienpause habe sich Moesta auf vielfältige Weise ehrenamtlich engagiert. Unter anderem von 1999 bis 2014 als Mitglied im Kreistag Mayen-Koblenz und zahlreicher Ausschüsse sowie im Aufsichtsrat der Wirtschaftsförderungsgesellschaft am Mittelrhein und des Werksausschusses Jobcenter Mayen-Koblenz. „Die Sorgen und Nöte der Kommunen kennt sie aus eigener Anschauung“, betonte Bell.

Die Vorsitzende des Caritasverbandes Koblenz, die zudem Mitglied im Vorstand des Caritasverbandes der Diözese Trier ist, bringe viele Erfahrungen mit in ihr Mandat. Ihren reichhaltigen Erfahrungsschatz bringe sie derzeit bereits als Erste Ortsbeigeordnete in ihrer jetzigen Heimatgemeinde Plaidt ein.


Moesta kritisiert die schlechte finanzielle Ausstattung der Kommunen


In ihrer Bewerbungsrede betonte Moesta, dass es in Rheinland-Pfalz zahlreiche Themen gebe, bei denen dringender Handlungsbedarf bestünde. So kritisierte die 53-Jährige beispielsweise die schlechte finanzielle Ausstattung der Kommunen. „Es ist für mich ein Unding, dass Bürgermeister und Ratsmitglieder, die sich für ihr Dorf, ihre Stadt, ihre Heimat einsetzen, fast keine Spielräume mehr haben vor Ort zu gestalten. Die Gemeinden sind die Keimzellen unserer Gesellschaft und das Land Rheinland-Pfalz ist für die Finanzausstattung zuständig“. Mit Blick auf die Gesundheitspolitik betonte Moesta, dass für sie die Qualität der ärztlichen und pflegerischen Versorgung das Wichtigste sei. „Dafür stehe ich“. Gleichzeitig bekannte sie jedoch offen, dass es im Krankenhausbereich Veränderungen geben werde. „Die Krankenhäuser in Mayen und Andernach werden bestehen bleiben, sie decken weite Bereiche ab“, betonte Moesta „Es wird jedoch nicht jedes Krankenhaus alles leisten können, sodass es Schwerpunkte und Krankenhäuser der Grundversorgung geben wird.“ Weitere Themen auf der Agenda der Christdemokratin sind eine starke Wirtschaftsförderung, Bildung und eine verlässliche Kinderbetreuung sowie Digitalisierung und Klimaschutz.

„Ich bin kein Zauberkünstler und vielleicht auch keine begnadete Rednerin, aber ich bin wissbegierig, kreativ und fordernd und die Menschen liegen mir am Herzen“, schließt Anette Moesta ihre Rede mit einem Zitat von John F. Kennedy: „Einen Vorsprung im Leben hat, wer anpackt, wo die anderen erst mal reden.“


Hedi Thelen kandidiert nicht mehr für den Landtag


„Nach 25 Jahren Landtagsarbeit ist es Zeit für eine neue Landtagsabgeordnete Platz zu machen“, sagte Hedi Thelen, die nach 25 Jahren Abgeordnetentätigkeit im Mainzer Landtag nicht mehr kandidierte. Thelen bedauerte, dass es die CDU, seit 1991 nicht mehr geschafft habe, Teil der Landesregierung zu sein. „25 Jahre auf den harten Oppositionsbänken seien manchmal frustrierend, zumal wenn 99 Prozent unserer guten Alternativen keine Unterstützung erhielten“, so Thelen. Dennoch habe sie in den vielen Jahren einiges für die Menschen im Wahlkreis bewirken können. Sie bleibe nach wie vor ein politischer und positiver Mensch, gab sie sich überzeugt, dass die CDU am 14. März gute Chancen habe, ein starker Teil der neuen Landesregierung zu werden.

Großes Vertrauen sprachen die Delegierten auch dem Ersatzkandidaten aus. Mit 90,5 Prozent der Stimmen wurde der 19-jährige Felix Dötsch aus Saffig in Abwesenheit zum B-Kandidaten gewählt. Dötsch ist seit 2017 Vorsitzender der Jungen Union (JU) Saffig und seit 2018 Vorsitzender der JU Pellenz. Seine Schwerpunkte sieht er in der Bildungspolitik und der Digitalisierung.

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Gabriele Friedrich:
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Gabriele Friedrich:
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