FDP-Direktkandidaten beim politischen Austausch bezüglich des "Lockdown light"
Ansatzpunkte vor allem in der Einschränkung eines jeden im privaten Umfeld
Region. Am 1. November trafen sich Vertreter der FDP aus der VG Hachenburg mit dem Betreiber eines örtlichen Fitnesstudios, Steven Ferderer zum politischen Austausch. Im Fokus der Debatte stand der Lockdown-Light. Die Betreiber machten im Kreis und überregional bereits während des ersten Lockdowns mit einem intelligenten Hygienekonzept auf sich aufmerksam, das eine Öffnung für Einzelsport ermöglichte. Das Ganze konnte erreicht werden durch studiointern, separat errichtete Räumlichkeiten mit eigenem Parkzugang und einer Voranmeldung bei der Einfahrt an einem Pförtnerhäuschen. Das Unternehmen hat für die Sicherheit der Gäste zusätzlich Investitionen auf sich genommen. Bei dem Treffen äußerte der junge Geschäftsführer, dass er neue verschärfte Maßnahmen wichtig findet, er auch umfassende Auflagen begrüßen würde, wie z. B. deutliche Einschränkungen der gleichzeitig Trainierenden anhand der Quadratmeterzahl der Studios. In seinem Studio wäre es sogar möglich auf jeweils 50 qm nur eine Person trainieren zu lassen. Ein komplettes Berufsverbot hält er aber für den falschen Weg, weil die Fitness- und Gesundheitsbranche einen wesentlicher Bestandteil des Gesundheitssystems darstellt. Der Geschäftsführer Steven Ferderer erkennt den rapiden Anstieg der Neuinfizierten als erhebliche Gefahr, gleichwohl würde er sich wünschen, dass die Maßnahmen politisch nachjustiert würden. Jedenfalls sollten die Maßnahmen im aktuellen Umfang und der aktuellen Ausgestaltung aber nicht ohne Weiteres die Monatsgrenze übersteigen, um die Auswirkungen auf die Branche abzufedern.
Auch Dennis Sturm Direktkandidat für die Bundestagswahl 2021 äußerte sich kritisch zum Lockdown Light: ,,Ohne Frage ist es natürlich für jede Regierung schwierig, in einer solchen Ausnahmesituation Lösungen zu finden, die dem Sicherheitsanspruch der Gesellschaft ebenso gerecht werden wie den sonstigen Interessen. Allerdings ist auch während einer Pandemie verhältnismäßiges, verwalterisches Handeln geboten. Einige der getroffenen Maßnahmen sind aus unserer Sicht völlig undifferenziert und werden daher dem Einzelfall schwerlich gerecht. Auch während einer Pandemie, insbesondere nach einer erheblichen Bearbeitungszeit im siebten Monat nach Beginn dieser muss es besser abgewogene Konzepte geben, die den Belangen der Wirtschaftsteilnehmer auch in ihrem Freiheitsanspruch hinreichend gerecht werden und das Vertrauen in die gesetzgeberische Ausgestaltung fördern.‘‘
Dem schloss sich Michelle Brüse, Direktkandidatin für die Landtagswahl 2021, an und fügte hinzu: ,,Ansatzpunkte müssen vor allem in der Einschränkung eines jeden im privaten Umfeld geschehen. Wir müssen Masken tragen, auf unsere Mitbürger achten. Jeder einzelne vernunftbewusste Bürger ist aufgefordert, schädigendes Verhalten zu unterlassen. Da, wo Menschen die Pandemie leugnen, schaden wir am Ende der eigenen Wirtschaft. Wir müssen unsere Lage vollumfassend anerkennen, die Leidtragenden dürfen aber in keinem Fall die Betreiber der genannten Branchen sein. Wir müssen flexiblere Langzeitlösung finden und diese dürfen nicht am parlamentarischen Alltag vorbei passieren. Da, wo Menschen ihrem Gesetzgeber vertrauen, da sind Appelle taktgebend und vollumfängliche Aufklärung ein sicheres Werkzeug! Wir appellieren an Aufklärung im Zusammenhang mit abgewogenen Einschränkungen, weil wir uns nach wie vor für einen mündigen, kontrollierten Umgang mit der Lage stark machen wollen.‘‘
Pressemitteilung der
FDP-Landtagskandidatin
Michelle Brüse
