Politik | 07.12.2016

AK Naturnaher Schaugarten, Berkum

Apfel, Schoko, Mandelkern - ohne Insekten bleibt der Teller leer

Ohne Insekten würde dieser bunter Teller leer dort stehen. privat

Berkum. Ohne Bienen, Hummeln und Co gäbe es zur Weihnachtszeit lange Gesichter: Orangen und Mandarinen, Nougat und Schokonikolaus, Zimtsterne und einiges mehr würden fehlen. Der Grund: Nur wenn fleissige Insekten die Blüten von Mandel-, Kakao- und Zitrusbäumen bestäuben, entwickeln sich Früchte und Samen: Basiszutaten weihnachtlicher Produkte, die wir ganz selbstverständlich beim Discounter kaufen. Auch in Deutschland geht in Landwirtschaft und Natur fast nichts ohne die summenden Bestäuber: 2,5 Milliarden Euro - auf diese Summe wird die jährliche Arbeitsleistung von Bienen in Deutschland geschätzt. Honigbienen und ihre ca. 570 bei uns wildlebenden Artgenossen bestäuben zahllose Wild- und Nutzpflanzen, sorgen (noch) für reiche Ernte und Vielfalt in der Pflanzenwelt. Käfer, Schmetterlinge, Schwebfliegen u.v.a. kommen unterstützend hinzu. Diese unersetzbare Dienstleistung stellt die Natur uns Menschen nicht in Rechnung - wir bekommen sie geschenkt! Das Dilemma: Was nichts kostet wird oft nicht wertgeschätzt. Naturwissenschaftler und Imkerbund schlagen Alarm: Bienen- und Insektenzahlen sinken dramatisch. Sichtbarer Beweis für jeden: Bei sommerlichen Autoreisen bleibt die Frontscheibe fast sauber. Das war bis vor einigen Jahren anders.

Zwar erntet man gerne und ausgiebig die von Bienen und ihren Bestäuberkollegen ermöglichten Früchte, scheren uns aber nicht um Erhalt und Wohlergehen der unentbehrlichen Tiere. Anstatt sie mit Pollen und Nektar durch Blütenvielfalt zu verwöhnen, ihren Lebensraum zu bewahren, Schutzräume im Winter bereitzustellen, weichen bunte Blühflächen und „gepflegte gärtnerische Unordnung“ vielfach monotonem Rasen oder pflegeleichtem Schotterbeet. Dieser Trend zeigt sich auf privaten wie öffentlichen Grünflächen.

Das Team des Naturnahen Schaugartens in Berkum möchte „Mut zu mehr Natur“ machen:

Insektenparadiese in eigenen Garten schaffen, d.h. jetzt im Winter sollten verblühte Stauden stehen bleiben: Insekten suchen Schutz in hohlen Stengeln und vertrockneten Fruchtständen. Bitte nicht zu gründlich aufräumen, damit Wildbienen und andere Krabbeltiere im Laub überwintern können. Nebenbei finden so auch Vögel leckere Winterkost.

Anregungen für den naturnahen - und insektenfreundlichen - Garten sind im Garten hinter dem Berkumer Rathaus zu sehen oder in der Broschüre zum „Naturnahen Schaugarten“ (erhältlich im Rathaus Berkum) und auf der Homepage der Gemeinde Wachtberg (www.wachtberg.de, dort: Wirtschaft u. Gemeindeentwicklung) nachzulesen.

Pressemitteilung

AK Naturnaher Schaugarten,

Berkum

Ohne Insekten würde dieser bunter Teller leer dort stehen. Foto: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
07.12.201614:20 Uhr
Uwe Klasen

Es sind nicht die Kleingärten sondern die, im Zuge der "Biogasherstellung", ständig erweiterten und neu hinzugekommenen Maispflanzen-Monokulturen. Diese sind, unter ökologischer Betrachtung, ein "toter" Lebensraum für Insekten. Zusätzlich, und hier kommen die sogenannten "Starkregen"-Ereignisse des Sommers zum tragen, kann der Regen den, zwischen den Halmen, unerwachsenen Boden auswaschen und ungehindert abfließen, aber so gut wie nicht versickern!
Nichtsdestotrotz ist die Arbeit des AK Naturnaher Schaugarten in diesem Zusammenhang als enorm wichtig zu Erachten!

Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Sandra Sattler: Der Zustand der L330 zwischen. Nassau und Zimmerschied ist eine absolute Katastrophe- und das nicht erst seit gestern! Wir sind wohnhaft in Hömberg und werden seit vielen Jahren mit diversen Ausreden vom LBM vertröstet.
  • Janek: Wer die Strecke kennt, kann sich den Grund bereits denken … Der Straßenzustand ist dort so schlecht, dass er besonders für Motorradfahrer ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko darstellt. Dem verunglückten...
  • Siegfried Kowallek: Verwunderlich ist weiterhin, dass die SPD der Neuwieder CDU vorhält, gegen den Unvereinbarkeitsbeschluss der Christdemokraten in Bund und Land im Hinblick auf die Partei Die Linke zu verstoßen. In insgesamt...
  • Siegfried Kowallek: Die Nennung von BSW und der Partei Die Linke im selben Kontext ist sachlich nicht gerechtfertigt und damit unredlich. Prominentester linker Befürworter deutscher Waffenlieferungen an die Ukraine ist Bodo...
  • Beatrix Biskup: Ich habe Bibliotheken immer geliebt und ich freue mich über jeden Schritt den die Stadtbibliothek in Richtung Zukunft geht und über jede Veranstaltung die diese durchführen würde.
Rund ums Haus
Imageanzeige
Tag der offenen Tür
Stellenanzeige Personalreferent/in
Stellenanzeige Kita
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0220#
Wohnträume
Anzeige Tag der offenen Tür am Zeiberberg
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
Die Stadt Mayen trauert um ihren Ehrenbürger Mario Adorf.
55

Im Foyer des Rathauses in der Rosengasse liegt ein Kondolenzbuch aus, in das sich Bürgerinnen und Bürger eintragen können

Stadt Mayen trauert um Mario Adorf

Mayen. Die Stadt Mayen trauert um ihren Ehrenbürger Mario Adorf, der am 8. April 2026 im Alter von 95 Jahren verstorben ist.

Weiterlesen

Pfarrer Jörg Meyrer. Foto: privat
14

Sie ist gerade nicht besonders verlässlich. Kriege, Krisen, harte Worte in der Politik. Vieles ist in Bewegung, manches gerät aus den Fugen. Für uns Erwachsene ist es schon nicht einfach, alles zu verfolgen – und erst recht nicht, alles zu verstehen. Und zu begreifen, warum die Mächtigen ihre Gewalt- und Kriegsspiele treiben. Wie machen Kinder das?

Weiterlesen

Dauerauftrag 2026
Dauerauftrag 2025
Dauerauftrag 2026
Imageanzeige - Dauerauftrag
Rund ums Haus
Koblenz blüht 2026
Oster-Anzeige
Doppelseite PR/Anzeigen
Titel
Koblenz blüht
First Friday Anzeige März
SB Standesamt
PR-Anzeige
Dauerauftrag 2026
Unterstützeranzeige
Unterstützeranzeige
Veranstaltung 15.April
Blütenfest