Politik | 31.07.2018

Stadtratsfraktion Remagen

Aprilscherz im Juli

Grüne kritisieren Überlegungen zu Rheinbrücke auf Remagener Stadtgebiet

Das Mittlere Rheintal.vthehos

Remagen. Nun sind offensichtlich auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel und der Neuwieder Landrat Achim Hallerbach auf eine alte FDP-Idee reingefallen, die man, wäre es nicht Juli, eigentlich nur als Aprilscherz bezeichnen kann. Wenn Herr Rüddel nun in offenem Gegensatz zu seinen Parteifreunden und Bürgermeistern Herbert Georgi aus Remagen und Hans-Günther Fischer aus Linz sowie Sinzigs unabhängigem Bürgermeister Andreas Geron das alte FDP-Thema wieder aufgreift, dann offenbar in völliger Unkenntnis der Situation im Remagener Stadtgebiet am Rhein“, so die Remagener Grünen gegenüber der Presse. Der Fraktionsvorsitzende der Umweltpartei im Remagener Stadtrat, Frank Bliss, und Volker Thehos, Stadtrat der Grünen, beobachten aufmerksam seit längerer Zeit diese Diskussion über eine Rheinbrücke auf Remagener Stadtgebiet und kommen zu einem deutlichen Ergebnis: Abgesehen von dem fehlenden Bedarf gibt es für ein solches Bauwerk keinerlei Platz zwischen Stadtzentrum und südlicher Stadtgrenze. Die letzten scheinbar noch offenen Flächen zwischen Kripp und Remagen sind zwischenzeitlich bis auf einen schmalen Reststreifen ebenfalls bereits bebaut. Allenfalls käme das Naturschutzgebiet „Untere Ahr“ für eine gigantische Überbauung in Frage. „Wollen wir diese letzte natürliche Mündung eines Rheinzuflusses für eine Brücke opfern, die niemand benötigt“, fragen sich daher die Grünen um Bliss und Thehos, und „eine Brückenzufahrt auf Stelzen über den Dächern des neuen Baugebietes ‚Lange Fuhr‘ dürfte ja wohl selbst der FDP Kopfschmerzen bereiten“.

Das Welterbe ‚Mittleres Rheintal‘ auszuweiten, wäre gestorben

Nach Ansicht der Grünen sprechen aber auch weitere Gründe eindeutig gegen eine Rheinbrücke im Gebiet Remagen-Sinzig-Linz. „Die Idee, das Welterbe ‚Mittleres Rheintal unter Einschluss von Remagen und Linz bis zur nördlichen Landesgrenze von Rheinland Pfalz auszuweiten wäre dann definitiv gestorben“, so Bliss und Thehos. Zudem stünde bei einer geplanten Brücke in Remagen als zwangsläufig weitere Forderung im Raum, die B 266 zwischen Ehlingen und Rhein vierspurig als Autobahn auszubauen. „Dann wäre das Untere Ahrtal definitiv zerstört und ein Großteil des Schwerlastverkehrs zwischen Rotterdam und Warschau würde durch den Kreis Ahrweiler und das Remagener Stadtgebiet geleitet, mit einer massiven Steigerung der Lärm- und Abgasemission und ohne wirklichen Nutzen für die Region“, so die Grünen abschließend zu dem Brückenprojekt, dessen Wiederaufgreifen sie daher als „Aprilscherz im Juli“ bewerten und die unmissverständliche Kritik der Bürgermeister aus Linz, Sinzig und Remagen begrüßen.

Pressemitteilung

Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Rat der Stadt Remagen

Das Mittlere Rheintal.Foto: vthehos

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