Politik | 09.05.2019

Leserbrief zum Thema „Änderung der Öffnungszeiten der Römer-Thermen“

Attraktivität steigern statt Öffnungszeiten verkürzen

Dieses ewige Gerangel um die Römer Therme: Eigentlich wollte man es nicht mehr hören, wenn es nicht so schrecklich wäre.

Neben den jährlich steigenden Verlusten, die das unter den Kurbetrieben firmierende Bad schreibt, Querelen zwischen Mitarbeitern und Geschäftsführung und wütenden Fraktionen in vergangenen Werksausschüssen, setzt sich der Abwärtstrend der Römer Thermen leider weiter fort.

Durch ein von der Stadt beauftragtes Betreiberkonzept sollten externe Fachleute Sparmöglichkeiten finden und bislang ungenutzte Potenziale zur Erlössteigerung ausfindig machen.

Viele der langjährige Gäste hatten eigentlich auf eine Präsentation des Ablaufplans der versprochenen Generalsanierung gehofft…...vergeblich. Vor zirka 14 Tagen informierte die Geschäftsleitung zunächst durch einen internen Aushang die Mitglieder und Besucher der Therme über die neu geplanten Öffnungszeiten gültig ab dem 1. Mai 2019. Es ist geplant, den Badebetrieb montags einzustellen und nach Vorbild des alten TWIN unter Umständen einen Nachmittagsbetrieb für Vereine und bezahlte Kurse nachzuhalten. Die generellen Schließungszeiten für Schwimmbad und Sauna sollen bis 20 Uhr, die des Fitnessstudios bis 21 Uhr erfolgen. Gerade im Hinblick auf die berufstätigen Pendler und jüngeren Besucher kann man da nicht gerade von Kundenorientiertheit sprechen. Vielen Gästen und langjährigen Mitgliedern ist ein Besuch vor 18 Uhr gar nicht möglich. Von einer dualen Nutzung des Freizeitangebotes kann dann nicht mehr die Rede sein. Was wird aus der Aquagymnastik am Mittwochabend? Verkürzte Saunazeiten als neuer Hektiktrend für unsere berufstätigen Steuerzahler; oder lieber gar keine Damensauna mehr? Denn gerade die Damensauna ist sehr gut besucht einschließlich der Aquagymnastik am Mittwoch.

Oder soll die Römer Therme ein Bad ausschließlich für Senioren und Kinder werden? Die verantwortlichen Gremien sollten doch in der Pflicht sein, ihren Einwohnern und Gästen ein umfangreiches Angebot für Sport und Freizeit zu präsentieren. Wir haben nur unsere Römer Therme! Besser durch eine rechtzeitige energetische Sanierung mit Fördermitteln des Bundes und des Landes ein zukunftsorientiertes Handeln vertreten, anstatt mit weiteren Personalkosteneinsparungen die maroden Bilanzen für den Moment zu schönen, auf lange Sicht dadurch aber Attraktivität und letztlich Kunden zu verlieren. Anstelle früh zu schließen, sollte kreativ über eine Attraktivitätssteigerung der Anlagen nachgedacht werden, um mehr Besucher anzuziehen. Das geht aber nicht, wenn man um 20 Uhr schließt! Dann bleiben die Kunden weg und viele der Mitglieder werden kündigen.

U. Fink, Brohl-Lützing

und 34 weitere Kunden

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