Politik | 02.07.2019

Freifunker aus Königswinter informierten über ihre Aktivitäten

Aufbau eines freien WLAN-Netzes

Mitglieder des Vereins Netzwerk Königswinter informierten über den Aufbau eines WLAN-Bürgernetzes „Freifunk Unkel“. Foto: privat

Unkel. Nach dem Motto „Gemeinsam.Heimat.Gestalten“ fand jetzt eine von der CDU-Unkel organisierte Informationsveranstaltung zum Thema „Freies WLAN in Unkel“ im Gasthaus „Zur Traube“ statt. Nach einem einführenden Vortrag von Prof. Dr. Wolfgang von Keitz zum Thema „Aufbau eines Freien WLAN-Netzes als Beispiel praktischer Kommunalpolitik“ stellten Mitglieder des Netzwerk Königswinter e.V. den Grundgedanken von Freifunk-Netzen und den gemeinnützigen Verein „Netzwerk Königswinter e.V. (www.freifunk-koenigswinter.de)“ vor. Der Verein ist bisher beim Aufbau von Freifunk-Netzen in den Gemeinden Königswinter, Bad Honnef und Unkel aktiv. Freifunk ist als offenes WLAN-Netz von Bürgern für Bürger konzipiert, um einen frei nutzbaren Internet-Zugang bereitzustellen. Es ist keine Registrierung oder Anmeldung erforderlich, sodass der Internet-Zugang unmittelbar erfolgt. Freifunk-Netze kennen keine Betreibergesellschaft, da es sich um ein dezentral aufgebautes Bürgernetz handelt.

Die Initiative zum Aufbau eines Netzes „Freifunk Unkel“ ging von der CDU Unkel aus. Bei Gesprächen mit den Betreibern von Cafés und Gaststätten in der Innenstadt wurde ein frei zugängliches Netz als Beitrag zur Steigerung der Attraktivität der Unkeler Innenstadt gesehen. Nach einem ersten Treffen mit den Freifunkern in Königswinter wurde dann ein erster Testnetzknoten am Café am Markt installiert. Inzwischen ist der Netzzugang dort voll ausgebaut und wird von den Gästen des Cafés am Markt intensiv genutzt. Weitere Netzzugänge befinden sich im Café Krönchen, und noch nicht voll ausgebaut in der AllyPallyBar und am KD-Anleger beim Kleen Matrosen.

Nach einer ausführlichen Darstellung der Netztechnik inklusive der Vorführung verschiedener Router und Zugriffen auf das Netzwerk entspann sich eine rege Diskussion zu Fragen der Sicherheit des Netzes, des ergänzende Charakter des Netzes zu bestehenden LTE-Verbindungen, Investitionskosten und laufende Kosten wie der Bedeutung eines freien WLANs für den Tourismus in Unkel.

Am Ende der Diskussion war sich die Teilnehmerrunde einig, dass ein weiterer Ausbau des Netzes in der Innenstadt, an der Rheinpromenade, am Bahnhof oder an öffentlichen Gebäuden wie den beiden Rathäusern, der Sporthalle oder dem Bürgerpark dringend geboten wäre. Auch Scheuren und Heister können an das Netz angeschlossen werden. Während etwa in den Niederlanden offene WLAN-Netze überall anzutreffen sind und gerne auch von deutschen Besuchern genutzt werden, findet man in Deutschland offene Netze eher in Großstädten. Für Unkel bietet sich hier die Chance einer Digitalisierungsoffensive mit einem freien WLAN-Netz als Ausweis eines modernen touristischen Angebots.

Neben einem Netz in Unkel wurde auch Interesse am weiteren Ausbau des Netzes in den Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde geäußert. Ein Testknoten ist in Erpel vor einiger Zeit in Betrieb gegangen. Die Einbindung der Ortsgemeinden Rheinbreitbach und Bruchhausen wäre problemlos möglich. Der weitere Ausbau des Netzes kann allerdings nur gelingen, wenn sich weitere ehrenamtliche Helfer und Unterstützer aus der Verbandsgemeinde beteiligen. Wer sich angesprochen fühlt, kann sich entweder beim Vorsitzenden der CDU Unkel Alfons Mußhoff oder direkt beim Netzwerk Königswinter e.V. melden.

Pressemitteilung

CDU Unkel

Mitglieder des Vereins Netzwerk Königswinter informierten über den Aufbau eines WLAN-Bürgernetzes „Freifunk Unkel“. Foto: privat

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