Politik | 21.12.2021

Stadtverwaltung Neuwied baut digitales Jugendportal auf

„Aufholen nach Corona“

Bürgermeister Jung begrüßt entsprechenden Ratsbeschluss

Neuwied. Kinder und Jugendliche gehören zu den Verlierern in der Corona-Pandemie. Das zeigen aktuelle Studien. Aber nicht nur sie: Betroffen sind auch die vielen Träger und Ehrenamtlichen der Jugendarbeit, die Vereine, Initiativen und Gruppen, die vielfältige Angebote für den Nachwuchs vorhalten. Ihr Potenzial bleibt in Pandemiezeiten viel zu häufig ungenutzt.

Dank des Landes-Aktionsprogramms „Aufholen nach Corona“ können Kommunen das nun ändern. Es gibt ihnen finanzielle Möglichkeiten an die Hand, um negative Auswirkungen, die durch Schulschließungen und Stundenausfälle sowie durch massive Einschränkungen im Freizeitbereich hervorgerufen werden, sinnvoll zu bekämpfen. Chancen, die auch die Stadt Neuwied nutzen will. So hat der Stadtrat zur Freude von Bürgermeister Peter Jung einem Beschlussvorschlag der Verwaltung zugestimmt, der es dem Stadtjugendamt ermöglicht, ein entsprechendes Programm auf die Beine zu stellen. Die Stadt kann dafür mit Zuweisungen in Höhe von knapp 365.000 Euro rechnen.

Ein Schwerpunkt im städtischen „Aufholen nach Corona“-Programm ist das Etablieren eines digitalen Kinder- und Jugendportals. Was erhofft sich die Stadt davon? „Es soll zu einem wichtigen Baustein des Aktionsprogramms kinder- und jugendfreundliche Kommune Neuwied werden“, führt Bürgermeister Jung aus. Im Portal werden Themen, Beratungsangebote, Informationen und Neuigkeiten rund um die Kinder- und Jugendförderung in der Stadt Neuwied gebündelt. Sie sind dann aktuell für Kinder, Jugendliche, Familien sowie Akteure der Kinder- und Jugendförderung abrufbar. „Dabei legen wir auch großen Wert auf medienpädagogische Angebote und den Ausbau von Aktivitäten im Jugendmedienschutz“, ergänzt Jugendamtsleiter Bernhard Fuchs.

Zudem können alle Anbieter eigene Beiträge einstellen. Angebote und Termine werden ständig aktualisiert, einheitlich kategorisiert nach Themen, Stadtteilen sowie Zielgruppen und sind jederzeit auf mobilen Geräten einsehbar. „Das Kinder- und Jugendportal gibt somit einen umfassenden Überblick über Beratungs- und Fördermöglichkeiten sowie über aktuelle Freizeitangebote“, fasst Jürgen Gügel, der Leiter des städtischen Kinder- und Jugendbüros, zusammen. Damit das Projekt ins Rollen kommt, erfolgt eine befristete Anstellung einer medienpädagogischen Fachkraft.

Darüber hinaus spielen zwei weitere Aspekte eine wichtige Rolle beim „Aufhol“-Programm. Zum einen wird – befristet – die Schulsozialarbeit auf das Rhein - Wied- und das Werner-Heisenberg-Gymnasium ausgedehnt, zum anderen werden alle Maßnahmenvorschläge der freien Träger, der Vereine und des städtischen Jugendamtes zu einem Gesamtkonzept gebündelt. „Das soll unter dem Namen ,Aktionsprogramm Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche in der Stadt Neuwied‘ allen Interessierten eine umfassende Beratungsplattform bieten“, erklärt Bürgermeister Jung abschließend.

Pressemitteilung Stadt Neuwied

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