Fraktionen FDP, FWG und CDU im Verbandsgemeinderat Bad Breisig
Aus Seniorentaxi wird Seniorenbus
Bad Breisig. Am 30. Juni wird das Seniorentaxi auf Verbandsgemeindeebene eingestellt. Nachdem im Jahre 2019 die Kosten für das Seniorentaxi mit fast 70.000 Euro komplett aus dem Ruder liefen, zogen FWG, CDU und FDP am 12. Dezember 2019 die Notbremse. Alle drei Parteien betonten schon damals, dass ihnen die Mobilität älterer und bewegungseingeschränkter Bürgerinnen und Bürger sehr am Herzen liegt und man nach Alternativen suchen werde. „Wir haben seitens der FDP bereits vor der Corona-Krise Recherchen zu diesem Thema angestellt“, so Dirk Herminghaus, Fraktionsvorsitzender der FDP, „und sind dabei auch auf den Seniorenbus in Remagen gestoßen. Durch den Einsatz unseres Kreisvorsitzenden Ulrich van Bebber und Christina Steinhausen, Fraktionsvorsitzende im Remagener Stadtrat und Beigeordnete im Kreis Ahrweiler konnten wir im Vorfeld sehr viele wichtige Fragen zu den Kosten und dem Betrieb des Seniorenbusses abklären.“
Da auch bei CDU und FWG der Wunsch besteht den Seniorinnen und Senioren der Verbandsgemeinde über den 30. Juni hinaus einen Fahrdienst zur Verfügung zu stellen damit sie die Erledigungen des täglichen Lebens (Arztbesuche, Einkäufe uvm.) durchführen können, sehen die drei Parteien den Einsatz eines Seniorenbusses als die richtige Lösung an. FDP, FWG und CDU sind sich einig, dass die Kostenkontrolle durch die Verwaltung gewährleistet sein muss und der finanzielle Aufwand 10.000 Euro im Jahr nicht übersteigen sollte.
„Der „60-Plus-Bus“ in Remagen wurde vor der Corona-Krise an drei Tagen in der Woche zwischen 9 und 13 Uhr eingesetzt. Das könnte in der Verbandsgemeinde Bad Breisig ähnlich gehandhabt werden“, erläutert Norbert Heidgen, CDU-Fraktionsvorsitzender im Verbandsgemeinderat.
„Wir wollen eine einfache Handhabung für die Nutzer mit einem Festbeitrag pro Fahrt. So kann die Verwaltung auch die 100-prozentige Kostenkontrolle behalten“, ergänzt Hans-Josef Marx, Fraktionssprecher der FWG in der Verbandsgemeinde.
Um den Bedarf und die Kosten sicher beurteilen zu können, haben sich die drei Fraktionen auf eine Testphase geeinig. „Erst danach soll ein eigener Bus zu diesem Zweck angeschafft werden, den man z.B. über das LEADER-Projekt bekommen könnte,“ so Marx weiter.
Der Vorschlag von Marcel Caspers, Stadtkämmerer in Bad Breisig, in der Testphase auf den ohnehin vorhandenen Jugendbus zurückzugreifen, wurde von den drei Fraktionssprechern sehr positiv aufgenommen. Hier gab Caspers allerdings zu bedenken, dass die Einsatzzeiten während der Sommer- und Herbstferien noch abgeklärt werden müssen. Sollte der Jugendbus in den Ferien, trotz Corona zu stark genutzt werden, so würde sogar das Leasen eines 7 oder 9-Sitzer-Busses noch in die Preiskalkulation passen.
Die drei Parteien hoffen, dass der Seniorenbus von den Seniorinnen und Senioren angenommen wird, damit er zu einer ständigen Einrichtung werden kann.
Pressemitteilung der
Fraktionen FDP, FWG und CDU im Verbandsgemeinderat
Bad Breisig
