Unternehmen mit Migrationshintergrund sind Thema bei der SPD
Ausländische Unternehmer tragen viel zur Wirtschaftskraft im Westerwald bei
Heiligenroth/Montabaur. Unternehmerinnen und Unternehmer mit Migrationshintergrund leisten in wachsendem Umfang einen Beitrag zu Beschäftigung und wirtschaftlichen Dynamik im Westerwald. Sie tragen in spürbarem Umfang zur Wirtschaftskraft der Region bei. Ihre Geschichten über Belastbarkeit, Entschlossenheit und Erfolg inspirieren andere und werfen ein Licht auf den immensen Wert, den sie für unsere Gesellschaft mit sich bringen. Damit beschäftigt sich der SPD-Ortsverein Ahrbach-Stelzenbach und will in einer Veranstaltungsreihe mit Unternehmen und Arbeitskräfte mit Migrationshintergrund ins Gespräch kommen.
Eines dieser Unternehmen mit Migrationshintergrund ist die Picco Bello GmbH mit Sitz im Industriegebiet in Heiligenroth, das Gastgeber der Auftaktveranstaltung am Dienstag, 29.4.2025 sein wird. Geschäftsführer Kazim Eryilmaz wir dabei den Weg des im Bereich der Gebäudedienstleistungen tätigen Unternehmens mit inzwischen etwa 300 Beschäftigen schildern. Danach führt Dr. Denis Alt als Staatssekretär im Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung RLP in Mainz mit einige einführenden Anmerkungen ins Thema ein. Ergänzt werden diese mit lokalem Bezug von der heimischen Bundestagsabgeordneten Dr. Tanja Machalet.
An dem Fachgespräch werden noch weitere 5 oder 6 Unternehmer teilnehmen, die einen Migrationshintergrund haben. Sie kommen aus den Bereichen Hochbau, Gastronomie, Gesundheitswesen, Innenausbau, Elektro und Industrie sowie dem Sozialbereich. Alle werden über ihren oft beschwerlichen Weg vom Flüchtling oder Gastarbeiter zum Unternehmer berichten. „Das verspricht eine sehr spannende Runde zu werden“, meint Michael Nagel vom Vorstand des SPD-Ortsvereins.
Nicht zuletzt spielen Unternehmer/innen mit Migrationshintergrund auch eine wichtige Rolle bei der Schaffung von Arbeitsplätzen und dem ersehnten Wirtschaftswachstum. Diese Unternehmen bieten nicht nur Beschäftigungsmöglichkeiten, sondern tragen zudem durch Steuereinnahmen und Investitionen zur lokalen Entwicklung in unseren Städten und Gemeinden bei. Oft werden auch zu uns gekommene Flüchtlinge zu Kleinunternehmern, nachdem sie mit nichts als Hoffnung und Entschlossenheit bei uns angekommen sind.
Die „Sozis“ rund um die Kreisstadt wollen dem etwas fundiertes entgegenhalten, dass häufig nur negativ über Zugewanderte geredet und von rechten Populisten und Radikalen gegen sie gehetzt wird. Häufig werden dabei Fakenews verbreitet, die sich dann schnell verselbständigen und für immer mehr uninformierte und verführbare Menschen zur vermeintlichen Wahrheit werden.
Nach der Auftaktveranstaltung mit Unternehmer/innen mit Migrationshintergrund sollen beim nächsten Gespräch Beschäftigte mit Migrationshintergrund oder Geflüchtete in einer Ausbildung zu Wort kommen. Auch sollen danach einige beispielhafte Betriebe besucht werden. Unternehmen und Beschäftigte, die sich dabei einbringen wollen, können sich gerne melden bei Uli Schmidt, der die Gespräche auch moderiert, unter uli@kleinkunst-mons-tabor.de.
Pressemitteilung
SPD Ahrbach - Stelzenbach
