Politik | 26.10.2016

DGB-Jugend fordert günstige NRW-Tickets für Auszubildende

Azubis bei Mobilität entlasten

Rhein-Sieg-Kreis. „Azubis haben wenig Geld, aber hohe Kosten für Mobilität“, erklärt DGB-Jugendbildungsreferent Omer Semmo. Deswegen fordert die Gewerkschaftsjugend, dass Auszubildende, ähnlich wie Studierende, mit einem günstigen NRW-Ticket für Bus und Bahn entlastet werden. „Wir brauchen endlich ein NRW-Azubi-Ticket, das alle Azubis günstig erwerben können“, erläutert Semmo. Dies würde den jungen Menschen nicht nur ihren Weg zur Arbeit vereinfachen. Mit einem Azubi-Ticket sei es wesentlich günstiger und attraktiver, Ausbildungsplätze in regionaler Entfernung vom Wohnort anzunehmen. So sei dies ein wirksames Hilfsmittel, um regionale Unterschiede zwischen Ausbildungsangebot und -nachfrage zu lindern. „Im Ergebnis wird es mehr erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildungen geben.“, prognostiziert Omer Semmo.

Wichtig ist der DGB-Jugend auch der Aspekt, dass durch ein Azubi-Ticket die gesellschaftliche Teilhabe von Auszubildenden verbessert wird: „Wenn Azubis landesweite Kulturveranstaltungen oder Wochenendseminare besuchen, sind sie derzeit schlechter gestellt als Studierende, die mit dem Semesterticket unbegrenzt Bus und Bahn fahren können“, ergänzt Omer Semmo.

Um ein NRW-weites Azubi-Ticket schon im nächsten Jahr umzusetzen, wirbt die Gewerkschaftsjugend bei der Landespolitik, bei den Kammern und Unternehmen für Unterstützung. „Mit der Einführung eines Azubi-Tickets im VRS-Gebiet konnten wir einen ersten Erfolg erzielen. Uns ist aber bewusst, dass viele Auszubildende nicht im VRS-Gebiet wohnen und zwischen zwei Verbünden pendeln müssen. Daher ist unser langfristiges Ziel ein NRW-weites Azubi-Ticket für alle Auszubildenden“, resümiert Sören Hamacher, stellvertretender Vorsitzender der Gesamtjugend- und Auszubildendenvertretung der Stadt Köln.

Pressemitteilung

DGB Köln-Bonn

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