Bürgerinitiative gegen Bahnlärm im Moseltal e.V.
Bahnlärm versus Tourismus – Mosel verliert Gäste
Umfrage unter Gastronomen und Beherbergungsbetrieben veröffentlicht
Region. Ca. 80 Prozent der befragten Betriebsinhaber geben an, dass sich bei Ihnen Gäste über den Bahnlärm beschweren; 46 Prozent berichten darüber, dass Gästebuchungen verloren werden wegen insbesondere nächtlichen Bahnlärms und damit begründeter vorzeitiger Abreise von Übernachtungsgästen.
Die BIGBIM-Bürgerinitiative gegen Bahnlärm im Moseltal e.V. liefert erstmals Zahlen zu den Auswirkungen des Bahngüterverkehrs auf den Tourismus. Bei einer Umfrage unter den Betreibern von Hotels, Campingplätzen, Ferienwohnung und Restaurants gab es eindeutige und teils erstaunliche Ergebnisse. So geben nur drei Prozent der ca. 40 Teilnehmer der Umfrage an, dass die Lage mit Bahnnähe touristisch von Vorteil sei, jedoch 46 Prozent, dass die Internetbewertung ihres Betriebes unter der Bahnnähe leide.
„Es wird Zeit, dass die Politik zur Kenntnis nimmt, wie stark die wirtschaftliche Entwicklung im Moseltal am Lärmproblem leidet“, so Max Op den Camp, Vorsitzender der Bürgerinitiative. „Die Mosel lebt hauptsächlich vom Tourismus. Wir sind – noch – eine der Topregionen in Deutschland, was die touristische Attraktivität angeht. 92,3 Prozent der Befragten gaben bei der Umfrage aber an, dass sie beim weiteren Ausbau des Güterverkehrs im Tal negative Folgen für die lokale Wirtschaft befürchten. Der Lärm hat bereits jetzt Auswirkungen auf die Tourismusbranche: Betriebe werden nicht weiterentwickelt, Investitionen werden nicht getätigt. Mehr als jeder vierte Betrieb könnte aufgegeben werden, wenn nicht endlich wirkungsvolle Maßnahmen zur Entlastung des Moseltals ergriffen werden.“
Die BIGBIM fordert daher insbesondere Tempolimits und ein Nachtfahrverbot für laute Güterzüge. Die komplette Umfrage mit allen Ergebnissen unter: www.bahnlaerm-moseltal.de.
Pressemitteilung der
Bürgerinitiative gegen
Bahnlärm im Moseltal e.V.
