Detlev Pilger setzt sich für Umgehungsstraße ein
Bahnlärmentlastung im Mittelrheintal kommt schrittweise
Mittelrheintal. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur leitet einen Vorplanungsprozess für eine Machbarkeitsstudie zu einer Neubau-Bahnstrecke zur Lärmentlastung des Mittelrheintales ein.
In der Antwort auf eine Anfrage des Bundestagsabgeordneten Detlev Pilger formulierte der parlamentarische Staatssekretär des Ministeriums, Enak Ferlemann, dass der Bundesverkehrswegeplan 2030 zugrunde gelegt wird.
Wachstum bis 2030
„Leider gibt es in einer Sache kein Fortkommen: Die Rheinschienen auf beiden Seiten würden den Anforderungen gerecht werden und hätten eine ausreichende Kapazität, um das erwartete Wachstum bis 2030 decken zu können. Damit könnte man keinen Neubau einer Umgehungsstraße begründen, es müsse sich zuerst das für 2030 prognostizierte Verkehrsaufkommen ungefähr verzehnfachen, als dass Kosten und Nutzen sich rechnen würden. Das ist natürlich ein derber Rückschlag für die vom Bahnlärm betroffenen Einwohner.“, kritisiert Detlev Pilger, MdB, „Auch geht aus dem Schreiben von Ferlemann, PStS, hervor, dass nach den Kriterien auch das Projekt Mittelrheinkorridor nicht in den vordringlichen Bedarf des Bedarfsplans Schiene aufrücken könne aufgrund des Kosten-/Nutzenverhältnisses.“
Schallschutzwände werden errichtet
Doch ein kleines Aufatmen gibt es für die Bürgerinnen und Bürger am Mittelrheintal. Unter anderem werden auf einer Länge von 32 Kilometern Schallschutzwände errichtet. Darüber hinaus wurde im Oktober 2018 begonnen, auf einer Strecke von rund 100 Kilometern Schienenstegdämpfer beziehungsweise Schienenstegabschirmungen zu installieren. Zudem werden auch andere Maßnahmen für den Schutz umgesetzt – Güterwägen werden umgerüstet auf lärmarme Verbundstoffbremssohlen und das lärmabhängige Trassenpreissystem.
Der Bundestagsabgeordnete Detlev Pilger gibt sich kämpferisch: „Das ist realer Irrsinn, dass sich das Verkehrsaufkommen so drastisch erhöhen müsste. Eine Verzehnfachung des Lärms für mindestens zwei Jahrzehnte, ohne eine Garantie einer Entlastung. So kann das nicht funktionieren. Wir hatten mit der SPD Rhein-Lahn und deren Vorsitzenden Mike Weiland den Prozess noch mal angestoßen, um mit einer Umgehungsstraße die Bürger im Lärm zu entlasten. Ich werde weiter dafür einstehen, dass schleunigst eine Umgehungsstraße gebaut wird. Es gibt keine andere Lösung als diese Eine, um endlich Abhilfe zu schaffen!“
Pressemitteilung des
Bundestagsabgeordneten
Detlev Pilger (SPD)
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Schallschutzwände,Schienenstegdämpfer,Verbundstoffbremssohlen,Trassenpreissystem ... kein Fortschritt?Ich meine doch u.die betroffenen Menschen werden es danken,auch wenn das der SPD Rhein-Lahn nicht als ausreichend erscheint.Fakt ist doch,dass die Politik immer auf der Suche ist sich mit Forderungen zu profilieren,nicht um unbedingt das Beste für die "Bürger" zu wollen,sondern einfach nur,um sich selbst in den Fokus zu stellen - Forderungen,deren Umsetzung auch immer etwas mit einer entsprechenden Finanzierung zu tun haben,sowie nicht immer das Gelbe vom Ei sind.Auch ein Herr Pilger setzt sich immer wieder für Dinge ein (mit Reden),die er insgeheim selbst für unrealisierbar hält,auch wenn ihm mal wieder die notwendigen Detailkenntnisse einfach abhandenkommen.Dieses ewige suchen nach Profilierungsprojekten ist scheinheilig u.kontraproduktiv,vor allem auch deswegen,weil in absehbarer Zeit seine Position als MdB ablaufen wird u.ihn solche Dinge nicht mehr interessieren.