Bauausschuss der Stadt Meckenheim in
Bauausschuss beschäftigt sich mit MOSAIK
Rathausneubau rund um die Uhr bewacht
Meckenheim. Eine recht umfangreiche Tagesordnung hatte der Bauausschuss der Stadt Meckenheim in der vergangenen Woche zu absolvieren. Der Politik lag ein Antrag der UWG vor, alle Maßnahmen in die Wege zu leiten welche erforderlich sind, um die seit dem Wasserschaden 2014 nicht mehr nutzbaren Bereiche des MOSAIK zu sanieren, damit diese wieder der Offenen Jugendarbeit zur Verfügung gestellt werden. Mit diesem Antrag war die UWG und deren stv. Fraktionsvorsitzenden Hans-Erich Jonen der Kragen geplatzt, denn hierzu hatte man von Seiten der UWG-Fraktion bereits mehrfach mündlich nachgefragt und man fühlt sich von der Verwaltung hingehalten. Heinz-Peter Witt, Technischer Beigeordneter der Stadt Meckenheim versuchte erst gar nicht, die Umstände schön zu reden sondern zeigte großes Verständnis für diesen Tagesordnungspunkt und das Anliegen der UWG. Doch er musste auf die Arbeitsüberlastung der Verwaltung verweisen, welche derzeit sich auch noch mit dem Thema Kinderbetreuung intensiv beschäftigen muss, dazu gab es im zuständigen Fachbereich mehrere Vakanzen so dass sich der Vorgang weiter verzögerte. Derzeit ist geplant, dass die notwendigen Ausschreibungen noch im Jahre 2016 über die Bühne gehen sollen, so dass im Jahre 2017 die Arbeiten durchgeführt werden können, alles noch unter dem Vorbehalt, dass dies auch so durch die Haushaltsberatungen geht, auf 2 Jahre sind jedenfalls in der Haushaltsplanung 375.000 Euro eingestellt. Wobei ein Teil der hohen Kosten auch dem wenig erfreulichen Umstand geschuldet ist, dass der Boden erneuert werden muss wegen Schimmelbildung.
Bahnhofs-Unterführung: Sanierung ist machbar
Erfreulicher gestaltet sich da schon das Thema der Unterführung am Bahnhof Meckenheim, obwohl das Thema auch bei der Politik alles andere als positiv besetzt ist. Aber nachdem nun das Gutachten des Büros Dr. Bökamp vorliegt, stellt sich heraus, dass eine Sanierung machbar ist. Am 31. März wurden hierzu zusätzliche Bohrkerne entnommen und die Ergebnisse sind positiv. Das heißt dass eine Sanierung der vorhandenen Konstruktion als sicher ausführbar und sinnvoll empfohlen wird. Ein vollständiger oder teilweiser Rückbau der Deckplatte ist unverhältnismäßig und unter Berücksichtigung des festgestellten Ausmaßes der Schäden nicht erforderlich. Nach erfolgter Sanierung ist eine dauerhafte Standsicherheit der tragenden Konstruktion hergestellt und ein Minderwert in Bezug auf die Standsicherheit ergibt sich nicht. Das Ganze soll dann auch im Zeitraum bis Oktober 2016 durchgeführt werden und im 2. Quartal 2017 soll dann die Gesamtarbeit abgeschlossen sein. Dann wird auch die Hilfsbrücke verschwinden, was aber ebenfalls nicht so ganz einfach sein wird, denn dazu muss die Schienenstrecke gesperrt werden und Ersatzverkehr für rund 2 Wochen eingerichtet werden. Das freilich muss geplant sein und es macht sich bei der Verwaltung und der Politik ein vorsichtiger Optimismus breit, dass diese Baustelle tatsächlich erfolgreich beendet werden kann.
Auch die Dauerbaustellen in den Kindergärten gehen gut voran, wie Heinz-Peter Witt erläuterte und im Punkt Mitteilungen informierte er über die erfolgte Grundsteinlegung für das neue Meckenheimer Rathaus und darüber, dass sich jedermann über eine dort angebrachte Webcam über den Baufortschritt informieren kann. Die genaue Anschrift findet sich auf der Seite der Stadt Meckenheim. Aber diese Informationen finden auch Strolche, Diebe und Möchtegern-Panzerknacker sicherlich hoch interessant. Daher verwies der Beigeordnete darauf, dass das Gelände permanent von Sicherungsfachleuten bewacht wird und hierzu auch Hunde eingesetzt wird.
Abschied von Thomas Radermacher
In einem weiteren Punkt hatte Heinz-Peter Witt anschließend die Aufgabe, Thomas Radermacher als sachkundigen Bürger aus dem Ausschuss zu verabschieden. Auch im Namen von Bürgermeister Bert Spilles bedankte sich Heinz-Peter Witt und betonte, dass sich Thomas Radermacher stets für das Wohl der Stadt eingesetzt hat und nicht nur im Bauausschuss Verantwortung übernommen hat, sondern darüber hinaus auch als Kreishandwerksmeister und im MEGA-Projekt. Der Dank des Beigeordneten galt hierbei auch der guten fachlichen Expertise, welche Thomas Radermacher eingebracht hat und Heinz-Peter Witt betonte, dass Politik nicht nur Programme sondern auch Gesichter brauche. Thomas Radermacher hat sein Mandat niedergelegt, da er beruflich zum Zentralverband des Deutschen-Tischlerhandwerkes nach Berlin wechselt. Thomas Radermacher bedankte sich ebenfalls und betonte, dass die 17 Jahre im Ausschuss sehr viel Freude gemacht haben und es ihm auch schwer falle hier aufzuhören. STF
