Wählergruppe Remagen e.V. (WGR)
Baustelle Voßstraße
An ein paar billigen Betonplatten sollte es doch nicht fehlen?
Remagen. Am 22. Mai diesen Jahres sah alles noch ganz gut aus: Die Anwohner wurden von der Firma Wahl informiert, dass die Arbeiten in der Pastor-Keller-Straße „…bis circa Ende der 28. KW andauern. Bis dahin wird diese Straße nicht befahrbar sein.
Im Anschluss beginnt der 2. Bauabschnitt (Voßstraße) und es werden gegebenenfalls noch geringfügige Restarbeiten in der Pastor-Keller-Straße ausgeführt. Das Halte- und Parkverbot bleibt während der gesamten Ausbauphase (ab 22. Mai bis voraussichtlich Ende KW 33) bestehen“.
Inzwischen haben wir die KW 36 hinter uns, und die Anwohner fragen zu Recht: Wie lange soll das noch dauern? Seit drei Wochen hat sich nichts getan. Es kursieren Gerüchte, es wären asbesthaltige Rohre gefunden worden und bei den von der Firma Wahl bestellten Platten soll es Lieferschwierigkeiten geben.
„Wird das nun auf dem Rücken der Anwohner ausgetragen?“ fragt Peter Wyborny von der Wählergruppe Remagen.
Ob Rollstuhl oder Kinderwagen, ein Schieben in dem Kiesumfeld bedeutet für die helfenden Personen eine Zumutung. Für ältere Mitbürgern, die auf Gehhilfen wie einen Rollator angewiesen sind, sind die Schotterwege unpassierbar. „Wenn doch wenigstens ein schmaler Fußweg aus irgendwelchen Plattenbelägen aus dem Bauhof oder sonst woher übergangsweise provisorisch für die älteren Mitbewohner mit Rollator gelegt würde“, fordert Dr. Wyborny, „damit diese Mitbürger, die dort wohnen, endlich wieder unbeschwert und gewohnt selbstständig ihre Termine wahrnehmen können.“
Ein Bauarbeiter, der eine hilfsbedürftige Person dankenswerterweise zur Quellenstraße begleitete, wurde nach dem angekündigten Bauende 33 KW (das wäre der 17. August!) gefragt. Seine Antwort: Er wäre froh, wenn die Straße Weihnachten fertig wäre.
Erste Selbstjustiz stellt sich auf der verwaisten Baustelle ein. Schilder und Absperrungen werden zur Seite gerückt und die zwar von den Anwohnern angemietete, aber immer noch gesperrte Parkfläche wird inzwischen wieder genutzt, man fährt einfach durch den Schotter. „Es tut sich ja doch nichts“ argumentieren die Anwohner resigniert.
„Ist das so gewollt?“, fragen sich Peter Wyborny und die Wählergruppe Remagen WGR. Warum nicht die Anwohner besser informieren, die Straße übergangsweise wieder frei geben und eine Lösung für Rollatoren ermöglichen, an ein paar billigen Betonplatten sollte es doch nicht scheitern.
Auch ältere, vom Rollator abhängigen Bewohner dieser Region, haben ein Rechtauf selbstbestimmtes Leben.
Pressemitteilung
WGR
