Politik | 16.08.2013

Sowohl bei der Bauzeit als auch bei den Kosten ist man im vorgegebenen Rahmen

Baustellenbesichtigung am DB-Haltepunkt „Römerkanal“

Verkehrskreise soll Ende des Monats, Haltepunkt Ende des Jahres in Betrieb gehen

Am künftigen Haltepunkt „Römerkanal“ informierten sich Bürger und Kommunalpolitiker aus Rheinbach über den Stand der Arbeiten.Fotos: VJ

Rheinbach. So langsam nehmen der neue Rheinbacher Bahnhaltepunkt „Am Römerkanal“ und der dazugehörige Verkehrskreisel auf der Landstraße 158 konkrete Formen an. Davon konnten sich jetzt gut zwei Dutzend Bürger und Kommunalpolitiker bei einem Ortstermin überzeugen. Schon Ende des Monats soll der Verkehrskreisel offiziell freigegeben werden, der Haltepunkt selbst soll mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2013 in Betrieb gehen. Das kündigte Fachgebietsleiterin Sigrid Burkhart von der Rheinbacher Stadtverwaltung an, Projektleiter Florian Bonn von der Deutschen Bahn Projektbau GmbH bestätigte den Zeitplan. Damit liege man voll und ganz im vorgegebenen Rahmen, genau wie bei den Kosten. Von den etwa 1,7 Millionen Euro müsse die Stadt allerdings nur eine halbe Million selbst aufbringen, für den Rest gebe es Zuschüsse.

Das Infrastrukturprojekt besteht aus drei Bauabschnitten. So gut wie fertig ist der Kreisel an der L158 mit einem Durchmesser von 45 Metern, „der größte in der ganzen Stadt Rheinbach“, so Bürgermeister Stefan Raetz. Gleich hinter dem Obstbau Krings, der die Patenschaft über den Innenbereich des Kreises übernehmen und sich um die Bepflanzung und deren Pflege kümmern will, wird der Haltepunkt Römerkanal damit an den Straßenverkehr angeschlossen. Fußgänger und Radfahrer sollen auf einen kombinierten Fuß- und Radweg auf beiden Straßenseiten und über zwei Verkehrsinseln sicher und problemlos die Straße überqueren können.

Barrierefreier Zugang gewährleistet

Vom Kreisel aus wird derzeit als zweiter Bauabschnitt eine Verbindungsstraße zum Haltepunkt selbst gebaut, die neben zwei Fahrspuren auch einen kombinierten Fuß- und Radweg auf der Meckenheim zugewandten Seite besitzt. Am Ende der Strecke, schließlich als dritter Bauabschnitt, ist der Park+Ride-Platz mit mehr als 100 Stellplätzen für Autos direkt am Haltepunkt „Römerkanal“ schon so gut wie fertig. Außerdem gibt es einen Abstellplatz für etwa 50 Zweiräder, teils mit abschließbaren Fahrradboxen, sowie eine E-Bike-Ladestation. Ein barrierefreier Zugang für alle Menschen mit Mobilitätseinschränkungen sei gewährleistet, indem vom Parkplatz aus eine Rampe bis zum Bahnsteig gebaut werde. Außerdem werden an den kritischen Stellen taktile Elemente in den Boden eingelassen, die den Sehbehinderten den Übergang vom Fußweg auf die Fahrbahn signalisieren sollen. Nachdem die Fußgänger- und Radfahrer-Unterführung in der vergangenen Woche unter die Gleise eingeschoben wurde, ist die Bahn derzeit dabei, in einem mächtigen Krater die Bodenplatte für die Zuwegung von Parkplatz und Bushaltestelle zur Unterführung zu betonieren. Über eine Treppenanlage oder eine Rampe kann man dort künftig die andere Schienenseite und im weiteren Verlauf den Industriepark Nord II erreichen. Die Beleuchtung soll noch optimiert werden, um künftig „dunkle Ecken“ zu vermeiden, versprach Raetz. Anschließend sollen auch die Bahnsteige und die Betriebsgebäude errichtet werden. Schließlich sollen dort zum Jahreswechsel die ersten Züge regelmäßig halten.

Personennahverkehr soll attraktiver werden. „Wir erhoffen uns von dem neuen Haltepunkt und der dazugehörigen Park+Ride-Anlage eine wesentliche Attraktivitätssteigerung für den öffentlichen Personennahverkehr“, erklärte Raetz. Viele Pendler, die derzeit ihre Autos in der Rheinbacher Innenstadt und am Bahnhofsvorplatz abstellten, sollen künftig an der Haltestelle „Römerkanal“ ein- und aussteigen und somit unzählige Parkplätze in der Innenstadt dauerhaft für die Kunden der dortigen Geschäfte freimachen. Vielleicht werde auch der eine oder andere Pendler dazu animiert, vom Auto auf die Bahn umzusteigen, „da hilft uns sicherlich die derzeitige rege Bautätigkeit rund um Bonn und die damit einhergehenden Verkehrsbehinderungen“, schmunzelte der Bürgermeister. Wenn das eintrete, werde letztlich allen Seiten geholfen.

Die Fußgänger- und Radfahrer-Unterführung am DB-Haltepunkt „Römerkanal“ ist schon eingebaut, jetzt wird die Zuwegung dahin hergestellt.

Die Fußgänger- und Radfahrer-Unterführung am DB-Haltepunkt „Römerkanal“ ist schon eingebaut, jetzt wird die Zuwegung dahin hergestellt.

Am künftigen Haltepunkt „Römerkanal“ informierten sich Bürger und Kommunalpolitiker aus Rheinbach über den Stand der Arbeiten. Fotos: VJ

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