SPD zu neuem Wohnraum für Meckenheim
Bedarfsgerecht und bezahlbar
Meckenheim. Im Vorfeld der Aufstellung eines neuen Regionalplans haben sich der Arbeitskreis Infrastruktur der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Meckenheim und die Fraktion selbst einmal mehr intensiv mit der Ausrichtung der Stadtentwicklung Meckenheims auseinandergesetzt und in mehreren Sitzungen Grundsätze für künftige Entscheidungen erarbeitet. Schnell hat sich dabei gezeigt, dass neben einer zukunftsorientierten Weiterentwicklung von Gewerbeflächen zur Positionierung zwischen Rheinbach und Wachtberg in der Region Köln-Bonn die Frage bedarfsgerechten und bezahlbaren Wohnraums in der Region und in Meckenheim selbst besonders dringlich zu behandeln ist.
Kleine Wohneinheiten fehlen
Das Problem ist nicht neu, verschärft sich aber auch in unserer Stadt immer weiter: Einem attraktiven Angebot an Ein- und Zweifamilienhäusern steht ein viel zu knappes Angebot an Miet- und Eigentumswohnungen gegenüber. Es fehlt nicht nur dramatisch an großen Wohnungen für Familien und Mehrgenerationenprojekte; ganz besonders ausgeprägt ist der Mangel an kleineren Einheiten für Einzelpersonen und kleine Familien. Alleinstehende Studierende, Auszubildende, Berufstätige und Senioren finden in Meckenheim keinen bedarfsgerechten Wohnraum; hohe Einpendlerzahlen von Berufstätigen und erzwungener Wegzug von Studierenden sind deutliche Hinweise auf diese Mangelsituation. Auch barrierefreier Wohnraum fehlt besonders.
Mehrere Punkte werden bei der Entscheidung über künftige Projekte nach Ansicht der SPD maßgeblich zu berücksichtigen sein.
Rahmenbedingungen
Im Grünen leben und arbeiten – nachhaltige Entwicklung für Meckenheim erhält die Lebensqualität und die Attraktivität der Stadt. Dazu gehört eine Schonung landwirtschaftlich genutzter Flächen im Außenbereich ebenso wie die Erhaltung der grünen Lunge Meckenheims im „Grünen Ei“. Lückenschluss im Innenbereich und Entwicklung bereits ausgewiesener Wohngebiete haben Vorrang vor der Ausweisung neuer Baugebiete, für die ohnehin nur ganz beschränkt Wachstumsmöglichkeiten auf Meckenheimer Gemarkung vorhanden sind. Abrundungen der Bebauung in den Randbereichen der Stadt sind möglich.
Grundsätze für Wohnbebauung
Meckenheim braucht bedarfsgerechten und bezahlbaren Wohnraum, insbesondere Mietwohnungen, unter besonderer Berücksichtigung kleiner Einheiten unter 50 Quadratmetern. Sinnvoll ist eine Durchmischung von Wohnformen – Geschosswohnungsbau und Ein- bis Zweifamilienhäuser. Geschosswohnungsbau soll in kleineren Einheiten nicht höher als drei Vollgeschosse erfolgen und bei Bedarf barrierefreies und betreutes Wohnen ermöglichen.
Die Entwicklung steuern
Die Stadt Meckenheim soll bei der Aufstellung von Bebauungsplänen alle Möglichkeiten nutzen, verstärkt Vorgaben zur Errichtung bedarfsgerechten Wohnraums gegenüber Investoren und Projektentwicklern zu machen. Investorensuche ist Überzeugungsarbeit – und Chefsache: Bürgermeister und Wirtschaftsförderung sind hier besonders gefragt. Investoren und Projektentwickler müssen über die vielfältigen Fördermöglichkeiten bei der Errichtung von Wohnraum unterrichtet und von bedarfsgerechter Gestaltung des Wohnraums für Meckenheim überzeugt werden. Die städtische Wohnungsbaugesellschaft MeWoGe muss dauerhaft in die Errichtung bezahlbaren Mietwohnungsbaus eingebunden, Landes- und Bundesmittel müssen genutzt werden. Bebauungspläne in der Meckenheimer Kernstadt werden überarbeitet und Möglichkeiten zur Errichtung weiteren Wohnraums geschaffen. Das Baugebiet Nördliche Stadterweiterung II muss vorangebracht, die erforderliche Umgehungsstraße gegenüber der Deutschen Bahn weiter eingefordert werden, Erweiterungsmöglichkeiten unter Berücksichtigung des Landschaftsschutzgebiets sollten geprüft werden. Das Baugebiet am Viethenkreuz wird weiterverfolgt. Für das wegen der Probleme mit einer künftigen Verkehrserschließung sowie der Frischluftversorgung besonders umstrittene Baugebiet Merler Keil III muss geklärt werden, ob diese Probleme lösbar sind. Hausbesitzer sollen bei der Vermarktung gebrauchter Wohnimmobilien in Meckenheim und beim Wechsel in kleinere Wohneinheiten beraten werden.
Bei der Ausweisung neuer Wohn- und Gewerbegebiete ist eine verstärkte Zusammenarbeit mit allen Nachbarkommunen ein „Muss“ um eine gemeinsame, sich am Wohle aller Kommunen orientierende Entwicklung sicherzustellen. Pressemitteilung der
SPD-Fraktion im Rat
der Stadt Meckenheim
