SPD Grafschaft
„Befürworter der WM nicht diskreditieren“
Grafschaft. Selbstverständlich kann man die Position vertreten, die Fußball-WM aus moralischen Gründen abzulehnen und die WM und alle damit zusammenhängenden Aktionen zu boykottieren.
Man muss sich die Spiele nicht ansehen und man muss die Nationalmannschaft nicht anfeuern um damit den eigenen moralischen Ansprüchen gerecht zu werden.
Man kann aber auch die Positionen derjenigen vertreten, die eine Vermischung von Sport und Politik ablehnen und sich auf einen großen internationalen Sport-Wettbewerb freuen, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen.
Was aber nicht geht, dass Befürworter (Bürgerinnen und Bürger, örtliche Fußballvereine und politische Vertreter gleichermaßen) als „willfährige Unterstützer des Regimes in Katar“ diskreditiert werden und ihnen sogar eine Mitschuld an den Zuständen in Qatar („Blut klebt an ihren Händen“) zugeschrieben wird, wie dies der Sprecher der CDU-Fraktion Roland Schaaf vor allem aber der Fraktionschef der Grünen Mathias Heeb im Gemeinderat getan haben. Der Grafschafter Gemeinderat hat nunmehr ( gegen die Stimmen der SPD Fraktion) die Annahme der Spende von knapp 100.000 Euro aus moralischen Gründen abgelehnt.
Bemerkenswert ist, dass im gemeindeeigenen Bürgerhaus Winzerverein Lantershofen aktuell zum „Public Viewing“ geladen wird. Dort werden alle Spiele der Deutschen Mannschaft auf Großleinwand übertragen. „Wir wünschen allen Sportbegeisterten viel Spaß und drücken der deutschen Mannschaft die Daumen. Ob auch Gemeinderatsmitglieder der CDU und Grünen zu den Zuschauern gehören, ist aufgrund der hohen moralischen Bedenken eher unwahrscheinlich aber nicht ausgeschlossen“, so Udo Klein, SPD Grafschaft.
Pressemitteilung
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