Parents for Future Wachtberg drängen auf Planänderungen
Bei Umbau des Henseler Hofs in Niederbachem Klimawandel beachten
Wachtberg. In Niederbachem soll der gemeindeeigene „Henseler Hof“ umgebaut werden, um die Nutzungsmöglichkeiten zu erhöhen. Die vorliegende Planung, die in einem der letzten Ausschüsse für Infrastruktur und Bau vorgelegt wurde, beinhaltet die Erneuerung der Technik, den Ausbau der Empore, eine Trennwand, einen Lastenaufzug und – last not least - einen Tresen für 73.814 Euro. In einer Pressemitteilung regten die Wachtberger Parents for Future jetzt rechtzeitig zu den kommenden Ausschusssitzungen „konstruktivere Überlegungen als bisher“ an. Man sei zwar „nicht unbedingt gegen jeden dieser Posten“ sei aber über die fehlende Planung in Richtung Klimaneutralität erschrocken. Man könne die Haltung der Verwaltung nicht verstehen, dass jedwede klimaverantwortliche Planung bei dieser Maßnahme außen vor geblieben sei. Für die Wachtberger Parents sei es unverständlich, dass man in einem gemeindeeigenen Gebäude die gesamte Technik mit allen Gewerken erneuere, dabei aber auf die Installation von beispielsweise Photovoltaik vollständig verzichte.
Klimaschutz beim Henseler Hof schon wieder „vergessen“
„Wenn man ohne mit der Wimper zu zucken für einen mit indirekter Beleuchtung gestalteten Bierausschank fast 74.000 Euro durchwinkt, hätte man erwarten können, dass man sich auf der anderen Seite auch nüchterne Gedanken um eine verantwortungsvolle Planung, wie klimaschonende Photovoltaikanlagen und energetische Gebäudesanierung, macht“ kritisieren die Parents die aktuelle Planung. Sie bezeichneten es „in Fortsetzung der Versiegelung des Vorplatzes Henseler Hof“ als sehr bedauerlich, dass man aus diesen Fehlern nichts gelernt habe und gemeindeeigene Gebäude nicht in allem so zukunftsfest mache, wie es im Jahr 2021 bereits dem Stand der Technik entspräche.
Nach dem „Abholzen der ahnungslosen Vogelkirsche“ in der Mehlemer Straße und dem Roden des gesamten Pappelhains am Gut Holzem, käme nun die dritte zweifelhafte Entscheidung in Folge.
Die Parents for Future erinnerten die CDU und die Grünen immer öfter an ihre eigene Koalitionsvereinbarung, in der die Klimaneutralität Wachtbergs bis zum Jahr 2035 festgeschrieben sei. Darin hieße es wörtlich, dass alle wesentlichen Entscheidungen auf ihre Klimaverträglichkeit geprüft werden würden. Und für den Bausektor sei vereinbart worden, dass bei öffentlichen Bauvorhaben nachhaltige Lösungen zu prüfen und umzusetzen seien. Davon sei man in den bisherigen Entscheidungsfindungen noch meilenweit entfernt.
„Wer seine Backen aufpustet, muss auch pfeifen können.“
Frei nach Goethe’s Faust: „ Die Botschaft hör‘ ich wohl, allein mir fehlt der Glaube“ appellieren die Parents an Politik und Verwaltung, endlich die Zeichen des Klimawandels zu erkennen und Planungen in Wachtberg zukunftsfest zu machen. An die Koalition richte man die Bitte, „nunmehr endgültig anzufangen“ die eigene Koalitionsvereinbarung umzusetzen. „Wenn man die Backen aufpustet, muss man auch pfeifen können“ bringen es die Parents pointiert auf den Punkt. Sie weisen darauf hin, dass die 100-Tage Schonfrist vorbei sei und man sich deswegen über positivere Entscheidungen mehr freue als über „die Addition ehr zweifelhafter Ergebnisse.“ Ein solcher Anfang wäre beispielsweise, eine Photovoltaikanlage nachzurüsten, nach Abschluss der Baumaßnahmen zusätzlich eine Fassaden- und Bauwerksbegrünung des Henseler Hofs zu beschließen, weiterem Grün auf dem Vorplatz zuzustimmen und sich Gedanken über einen klimagerechten Rückbau des Vorplatzes Henseler Hof zu machen.
Pressemitteilung
Parents for Future Wachtberg
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