Politik | 09.08.2022

Ortsbegehungen im Ortsbezirk Ringen

Beirat informierte sich vor Ort

Drei Abende nahm sich der Ortsbeirat Zeit, um mit den Bürgerinnen und Bürgern durch die Dörfer des Ortsbezirks Ringen zu gehen. Foto: privat

Ringen. Drei Abende nahm sich der Ortsbeirat Zeit, um mit den Bürgerinnen und Bürgern durch die Dörfer des Ortsbezirks Ringen zu gehen. Die Beteiligung war an allen drei Terminen zufriedenstellend, und die Mitglieder des Ortsbeirats um den Ortsvorsteher Lothar Barth konnten die Stimmung der Bürgerinnen und Bürger aufnehmen und eine Reihe von Hinweisen und Anregungen mitnehmen. Die bestimmenden Themen waren in allen drei Ortsteilen der Hochwasserschutz, die Verkehrsbelastung und die mangelnden Fortschritte in begonnenen Vorhaben. „Ich würde ja gerne klatschen, aber es gibt leider nichts zu applaudieren“, fasste ein Bürger eine bestehende Grundstimmung zusammen. Vielfach wurde bemängelt, dass man jedes Bällchen, das von außerhalb zugeworfen wird, aufnimmt und dabei die eigenen Projekte für die Grafschafter Bevölkerung aus dem Fokus geraten sind. Besonders gefordert wurde die Umsetzung kleiner Maßnahmen, die dem Hochwasserschutz dienen. „Das sind zwar keine Fotoprojekte für unsere Politiker, aber bei den Bürgern würde wenigstens Wirkung ankommen“, so eine Bürgerin. So sind nach wie vor neuralgische Punkte am Stadtweg und in der Assbachstraße gegeben, die seit der Straßenbaumaßnahme „Ortsdurchfahrt Bölingen/Ringen“, der Fällung der Bäume am Ringener Bach und der Zuleitung von Regenwasser aus der Tiny-Haus-Siedlung nunmehr Wasser aus drei Seiten bekommen und bei jedem stärkeren Regen um Hab und Gut fürchten müssen. Hier werden Ansätze gefordert, das Wasser bereits in der Feldflur abzufangen und auch zu leiten.

Der teilweise schlechte Zustand der Straßen und insbesondere der Heppinger Straße stellt nicht nur für Zweiradfahrer eine latente Gefährdung dar, sondern ist in Beller auch mitverantwortlich für eine zunehmende Lärmverursachung durch den Schwerverkehr. Reparaturversuche des zuständigen Landesbetriebes mit Kaltbitumen haben teilweise eine Halbwertszeit von wenigen Tagen gehabt.

Im Zusammenhang mit der Vorstellung des Projektes „Mehrfunktionenhaus“ am Pfarrhaus in Ringen kam heftige Kritik zum Umgang mit den dort vormals beheimateten Pfadfindern auf. Um das Gemeindeprojekt nicht zu behindern, hatten diese der vorzeitigen Auflösung des noch für viele Jahrzehnte bestehenden Erbbaurechts zugestimmt und den Abriss der Feldhäuser mit einem Umzug nach Karweiler ermöglicht. Eine zügige Umsetzung des Projektes an Bölinger Hubertushütte war dabei ein Versprechen des Gemeinderates. Unterdessen sehen die Pfadfinder kein Licht mehr am Ende des Tunnels, Veranstaltungen können nicht durchgeführt werden und Kinder und Jugendliche sind zunehmend enttäuscht. Zumal das Angebot für die Kinder und Jugendlichen im hiesigen Ortsbezirk mehr als überschaubar ist. Das seinerzeit durch Bürgermeister Kolvenbach schon angedachte Freizeit- und Schulsportgelände am Pappelstadion hat zwar in 21010 eine bunt dargestellte Ideenskizze erhalten, wird aber seit Jahren im Gemeindehaushalt genauso abgewiesen wie zuletzt die Bitte des Ortsbeirates mehr Mittel für die Räumung des Bauhoflagers in Bölingen am Eichenweg bereitzustellen, damit dort für die Jugendlichen unter anderem ein Bike-Park entstehen könnte. Aber auch viele Impulse der Einwohnerinnen und Einwohner konnte der Ortsbeirat mitnehmen und eine ganze Reihe von Fragen, von der Nutzung des Are-Parkplatzes am Wochenende als Kartbahn, Dauerparksituationen in einigen Straßen bis hin zum Abschluss von zugesagten Verkehrssicherungsmaßnahmen für die Schulwege, als „to do“ für die Klärung innerhalb der nächsten Wochen aufnehmen.

Resümee des Ortsbeirates: Eine wichtige Veranstaltung, für die man sich diesen Zeitansatz nehmen muss und die demnächst in Treffen mit den Kindern und Jugendlichen, den Vereinen und anderen Gruppierungen im Ortsbezirk eine Fortsetzung finden soll.

Drei Abende nahm sich der Ortsbeirat Zeit, um mit den Bürgerinnen und Bürgern durch die Dörfer des Ortsbezirks Ringen zu gehen. Foto: privat

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