Politik | 25.11.2020

Hundesteuer: Hoffnung für Swisttaler Hundebesitzer

Bestandsaufnahme soll geplante Erhöhung verhindern

Wenn bei der Hundezählung 2021 mindestens 100 bisher nicht gemeldete Vierbeiner gefunden werden, könnte auf die Erhöhung der Hundesteuer verzichtet werden

Von unserem Mitarbeiter Volker Jost

Swisttal. Vielleicht kommen die Swisttaler Hundebesitzer doch noch um die eigentlich für 2021 fest eingeplante Erhöhung der Hundesteuer von durchschnittlich 100 auf 110 Euro pro Jahr herum. Das könnte der Fall sein, wenn bei der geplanten Hundebestandsaufnahme mindestens 100 bisher nicht gemeldete Hunde gefunden werden.

Eine von vielen Maßnahmen zur Konsolidierung des Gemeindehaushaltes im Rahmen des Haushaltssicherungskonzeptes von 2013 war die stufenweise Erhöhung der Hundesteuer, erläuterte der Erste Beigeordnete Hans Dieter Wirtz in der jüngste Sitzung des Haupt-, Finanz- und Beschwerdeausschusses. Nach einer ersten Erhöhung im Jahr 2016 von durchschnittlich 85 auf 100 Euro sollte eigentlich im kommenden Jahr die zweite Stufe folgen mit einer Steigerung von durchschnittlich 100 auf 110 Euro pro Hund und Jahr. Dieser zweite Schritt hätte laut Plan zu Mehrerträgen in Höhe von etwa 15.000 Euro geführt.

Zahl der steuerpflichtigen Hunde erhöhen

Doch diese Summe könne man auch anders generieren, so Wirtz, indem man etwa die Zahl der „steuerpflichtigen“ Hunde erhöhe. Die letzte Hundebestandsaufnahme sei 2012 durchgeführt worden und habe jede Menge bislang nicht gemeldete Hunde zum Vorschein gebracht. Auf einen ähnlichen Erfolg hoffe man auch diesmal. Zumal die Erfahrung zeige, dass schon allein die Ankündigung einer solchen Hundezählung viele bislang säumige Herrchen und Frauchen dazu veranlasse, rechtzeitig vorher ihre Vierbeiner anzumelden, um einer drohenden Ordnungswidrigkeit zuvorzukommen.

Die Kosten in Höhe von 10.000 Euro für die Hundebestandsaufnahme seien gut angelegt, fand Hanns-Christian Wagner (CDU), denn die fielen einmalig an, während die daraus resultierende Hundesteuer über Jahre hinweg in die Gemeindekasse fließe. Auf die Frage von Michael Heider (FDP), wie man sich die Bestandsaufnahme konkret vorstellen müsse, erläuterte Wirtz, dass dabei tatsächlich die Mitarbeiter einer beauftragten Firma in der ganzen Gemeinde von Haus zu Haus gingen und die dort vorhandenen Hunde ermittelten. „Und wer einen Hund hat, weiß: Wenn einer an der Tür klingelt, fängt der Hund an zu bellen“, so Wirtz augenzwinkernd.

So beschloss der Ausschuss bei einer Gegenstimme von Ursula Muckenheim-Mc Gunigel (BfS), zunächst das Ergebnis der Hundezählung abzuwarten, bevor man weitere Entscheidungen bezüglich der Hundesteuer treffe. Möglicherweise könne man dann auf die eigentlich notwendige Erhöhung verzichten. JOST

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Kommentare
25.11.202010:48 Uhr
Gabriele Friedrich

[ Zitat ] viele bislang säumige Herrchen und Frauchen dazu veranlasse, rechtzeitig vorher ihre Vierbeiner anzumelden, um einer drohenden Ordnungswidrigkeit zuvorzukommen.[ Zitat Ende]
Das sind keine "Herrchen und Frauchen"-. das sind verantwortungslose Bewohner eines Ortes ! Hundesteuer ist eine "Sonderabgabe" seit dem 15. Jahrhundert. Sie dient auch nicht dazu die Hundesch... von der Stadt wegmachen zu lassen. Solange die Besitzer nicht in der Lage sind, den Kot ihrer Tiere auf Wegen und Plätzen selber zu entfernen, kann die Steuer gar nicht hoch genug sein. Hier zählt einfach nur die Eigenverantwortung eines Jeden.

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