Herbstempfang der CDU
Besuch aus dem Nachbarland
Österreichs Ex-Bundeskanzler Dr. Schüssel zu Gast in Rheinbach
Rheinbach. Am 3. Oktober fand der traditionelle Herbstempfang der CDU Rheinbach statt. Im hervorragend besuchten Himmeroder Hof wurde ein besonderer Ehrengast erwartet. Nach der Begrüßung durch den Parteivorsitzenden Oliver Baron richtete der frühere Bundeskanzler unseres Nachbarlandes Österreich, Dr. Wolfgang Schüssel das Wort an die Gäste. In einer interessanten Rede schilderte er persönliche Erinnerungen an die Wiedervereinigung Deutschlands. Er war damals vor 26 Jahren gerade zum Wirtschaftsminister berufen worden und führte die Beitrittsverhandlungen mit der Europäischen Union.
Für Österreich bot sich damals die Chance, die historisch gewachsenen Wirtschaftsbeziehungen zu den Nachbarn Tschechoslowakei und Ungarn wieder aufleben zu lassen. Diese waren durch die Zeit des „Kalten Krieges“ und den „Eisernen Vorhang“ nahezu zum Stillstand gekommen. Weiterhin beschrieb der Altbundeskanzler wie explosiv und risikoreich die gesamte Lage damals war. Der russische Präsident wurde von einigen kommunistischen Gefolgsleuten zum Militäreinsatz gedrängt, dem er sich schließlich und glücklicherweise wiedersetzte. Die Einheit Deutschlands sei ein voller Erfolg, wenn man betrachte, was geleistet wurde in den letzten 26 Jahren, kann man zu keiner anderen Einschätzung kommen, so Dr. Schüssel. Den zweiten Schwerpunkt seiner Rede setzte der Ehrengast der Rheinbacher CDU zu Europa und zum Zustand der Staatengemeinschaft. Er stellte heraus, dass die europäische Idee „großartig“ sei und nicht unter monetären oder machtpolitischen Einflussgrößen zu sehen ist. „Des Weiteren müssen aufgestellte Regeln innerhalb der Gemeinschaft für alle Staaten gleich gelten ohne Abstriche; es muss eine gemeinsame Außen- Sicherheits- und Verteidigungspolitik entwickelt werden in den kommenden Jahren.“ Dr. Schüssel zeigte sich optimistisch, dass dies geschieht. „Wir müssen für Europa kämpfen und dürfen es nicht Kritikern und Pessimisten überlassen“, lautet sein Appell.
Pressemitteilung des
CDU Stadtverbandes
Rheinbach
