Politik | 26.06.2017

Junge Union Maifeld

Besuch in der ehemaligen Synagoge in Polch

Die Besucher konnten sich einen guten Überblick über die Geschichte der Synagoge machen.Privat

Polch. In Kooperation mit dem Förderverein „ehemalige Synagoge Polch“ hat die Junge Union Maifeld eine Besichtigung der ehemaligen Synagoge Polch organisiert.

Dank zwei interessanten Vorträgen von Herrn Dieter Georgi und Frau Stefanie Maltha vom Förderverein, konnten sich die anwesenden Besucher einen guten Überblick über die Geschichte der ehemaligen Synagoge Polch verschaffen. Die ehemalige Synagoge Polch wurde 1877 nach 10jähriger Bauzeit errichtet und wird somit 2027 ihr 150-jähriges Jubiläum feiern. Der Bau hatte damals 3.000 Taller gekostet. Was zur damaligen Zeit ein relativ hoher Betrag war.

Gestemmt werden konnte diese Summe durch Zuschüsse der politischen Gemeinde Polch, aber auch durch eine in den jüdischen Gemeinden der Rheinprovinz durchgeführte Kollekte. Im Rahmen der Novemberpogrome 1938 wurde auch die Synagoge in Polch angezündet. Dank dem Einsatz der Polcher Feuerwehr konnte der Brand jedoch gelöscht werden und die Synagoge vor ihrer Zerstörung bewahrt werden.

Eine aufwendige Restaurierung der ehemaligen Synagoge in Polch fand erst in den Jahren 1981 bis 1983 statt. Seit 1984 wird die ehemalige Synagoge als Kultur- und Ausstellungsraum genutzt.

Ziel war es, auf diesem Wege den Erhalt der ehemaligen Synagoge in Polch zu sichern und anspruchsvollen Künstlern aus der Region eine Möglichkeit zu bieten ihre Kunst der Öffentlichkeit zu präsentieren. Seit dem Jahr 2010 kümmert sich der Verein „ehemalige Synagoge Polch“ in Kooperation mit der Stadt Polch, in deren Eigentum die ehemalige Synagoge ist, um das Denkmal.

Neben dem Organisieren zweier Kunstausstellungen im Jahr, achtet der Förderverein auch darauf, dass die notwendigen Investitionen für die Instandhaltung getätigt werden. Beispielsweise steht demnächst eine Investition für eine neue Heizungsanlage an. Nach dem Besuch der Synagoge konnten die Themen bei einem gemütlichen Essen noch mal vertieft werden. Mit seiner Arbeit leistet der Verein einen kulturell wichtigen Beitrag für die Region.

Die Besucher konnten sich einen guten Überblick über die Geschichte der Synagoge machen.Foto: Privat

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