Politik | 28.09.2021

SPD Wachtberg

Bildungsausschuss setzt Beschaffung durch

Stationäre Luftfilter in Kitas und Schulen

Wachtberg.Einstimmig hat der Bildungsausschuss der Gemeinde Wachtberg beschlossen, die Gruppenräume der kommunalen Kindertagesstätten (KiTas) und die Klassenräume in den Wachtberger Schulen so bald wie möglich mit Lüftungsanlagen auszustatten, um die Ausbreitung von Viren in der Raumluft zu verhindern. Der Verwaltung wurde ein entsprechender Arbeitsauftrag erteilt. Diese hatte zuvor mobile Filteranlagen aus technischen Gründen abgelehnt und wollte stationäre Luftfilter in den Räumen nur bei in Zukunft anstehenden Sanierungsmaßnahmen je nach „Machbarkeit und wirtschaftlichen Gesichtspunkten“ berücksichtigen.

Für die Wachtberger SPD hat der Bildungsausschuss mit seiner einstimmigen Entscheidung über den von der CDU eingebrachten Antrag deutlich gemacht, dass Gesundheit und Wohl der Kinder in der Gemeinde Vorrang haben müssen. Von daher sorgte die Aussage von Bürgermeister Jörg Schmidt in der Sitzung, dass bei Umsetzung der Entscheidung des Bildungsausschusses andere Dinge zurückgestellt werden müssten, für Verwunderung. Denn selbst wenn dies der Fall sein sollte, ist das aus Sicht der SPD im Interesse der Gesundheit der Kinder natürlich gerechtfertigt.

Sechs Wochen Zeit hat die Verwaltung nun, dem zuständigen Bauausschuss geeignete Maßnahmen für die Umsetzung des Beschlusses vorzulegen. Die SPD unterstützte den Vorschlag des Schulleiters der Hans-Dietrich-Genscher-Schule, Herrn Heimbach, im Gegensatz zu anderen Kommunen im Kreis mit ähnlichen Planungen, auch die Klassenräume der über zwölfjährigen Schülerinnen und Schüler zu berücksichtigen. Darüber hinaus wurde der Vorschlag von Hans Otto Schacknies (SPD) aufgenommen, die Vorlagen für den Bauausschuss transparent und nachvollziehbar zu gestalten, damit anders als bisher auch deutlich wird, warum einzelne Räume nicht mit Lüftungsanlagen ausgestattet werden sollen.

Eigentlicher Diskussionspunkt in der Ausschussvorlage war die Beschaffung von mobilen Luftfiltern. Die jetzige Entscheidung für den Einbau stationärer Anlagen ist langfristig sicher eine nachhaltige Lösung im Interesse des Gesundheitsschutzes an den Schulen und KiTas. Aber die akuten Probleme zum Beispiel für die Räumlichkeiten an der Hans-Dietrich-Genscher-Schule werden damit nicht gelöst, denn ein Einbau von stationären Anlagen, die unter Umständen noch ausgeschrieben werden müssen, wird dauern.

Daher sollte aus Sicht der SPD der Einsatz von mobilen Anlagen für eine Übergangszeit durchaus erwogen werden, zumal hier entsprechende Bundes- und Landesförderungen verfügbar sind. Und auch der Einsatz von CO2-Ampeln sollte zu solchen Sofortmaßnahmen gehören. Dies gebietet allein schon die Fürsorgepflicht gegenüber den Kindern, die bereits so lange zu den besonders Leidtragenden der Pandemie gehören.

„Besondere Aufmerksamkeit sollte dabei die Nutzung des PC-Raums in der Hans-Dietrich-Genscher-Schule erhalten“ sagt Ratsmitglied Jutta Danylow, Sprecherin der SPD im Bildungsausschuss. Zwar hat ein beauftragtes Ingenieurbüro die Nutzung des Raums freigegeben. Aber der Raum ist nur durch ein Oberlicht zu lüften, bei Regen entfällt diese Möglichkeit. Und die zum Gang öffnende Tür des Raums ermöglicht auch kein Querlüften, da dieser durch neu eingebaute Brandschutztüren abgeschottet ist. Hier sind mobile Luftfilter für die sofortige Nutzung unverzichtbar.

Die SPD-Kreistagsfraktion hat zusätzlich an Land und Bund appelliert, dass die Förderprogramme für Luftfilteranlagen über 2021 hinaus geöffnet und die Kommunen mit den finanziellen Folgekosten nicht allein gelassen werden. Es geht darum, den Gesundheitsschutz in KiTas und Schulen langfristig – auch unabhängig von Corona – zu verbessern.

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