Politik | 24.09.2019

Informationsveranstaltung der CDU Unkel

Bürger machen Energie

Vortrag beleuchtete das Beispiel Schönau im Schwarzwald – Spannende Diskussionen

Auch die Bürger können einen Beitrag zur Energiewende leisten: Groß war das Interesse bei einer Informationsveranstaltung der CDU Unkel. Foto: privat

Unkel. Die Frage „Wie können die Bürger einen Beitrag zur Energiewende und damit zum Klimaschutz leisten?“ stand im Mittelpunkt einer Informationsveranstaltung der CDU Unkel mit Tanja Gaudian von den Elektrizitätswerken Schönau (EWS) im Unkeler Stuxhof.

Dass die CDU mit dem Vortrag wenige Tage vor den geplanten Beschlüssen der Bundesregierung zum Klimaschutz ein spannendes aktuelles Thema aufgegriffen hatte, belegten die zahlreichen Gäste im wunderschön mit Blumen geschmückten Stuxhof von Knut von Wülfing. Zu den Teilnehmern zählten der Bruchhausener Ortsbürgermeister Markus Fischer sowie der Ortsbürgermeister von Ockenfels, Kurt Pape, der Unkeler 1. Beigeordnete Wolfgang Plöger, Dr. Aribert Peters vom Bund der Energieverbraucher, Vertreter der Gruppe „Unkel Tomorrow“ und zahlreiche interessierte Unkeler Bürger.

Tanja Gaudian berichete in ihrem Vortrag „Demokratie und Klimaschutz – Bürger machen Energie“ über Angebote und Programme der Elektrizitätswerke Schönau (EWS) zur Unterstützung lokaler Initiativen, die die Energiewende vor allem durch die Errichtung eigener Solarkraftwerke in Bürgerhand vorantreiben wollen. Die Elektrizitätswerke sind der erste Stromversorger, der sich als atomstromlos, klimafreundlich und bürgereigen bezeichnet. Die EWS entstanden aus einer Bürgerinitiative, die sich vor über dreißig Jahren im Schwarzwaldstädtchen Schönau zusammenfand. Die Bürger beschlossen damals, die Kontrolle über das städtische Stromnetz zu erkämpfen, um selbst zu entscheiden, woher der Strom kommt, den sie in ihr Netz einspeisen.

Private Stromerzeugung nötig

In dem Vortrag von Tanja Gaudian wurde deutlich, dass die Energiewende nur zu schaffen ist, wenn die Bürger Strom erzeugen und über das Netz verteilen. Dass viele Bürger bereit sind, mitzumachen und die Stromerzeugung selbst in die Hand zunehmen, konnte sie durch eine eindrucksvolle Statistik belegen. So lag die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energieanlagen Ende 2017 zu 32 Prozent in der Hand von Privatpersonen, während die großen Stromerzeuger nur vier Prozent der Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energie besaßen. Damit sind die Privathaushalte die größte Gruppe der Eigentümer für erneuerbare Energieanlagen, noch vor Gewerbe und Projektierern, die mit jeweils 14 Prozent auf den Plätzen zwei und drei folgen.

Mitglieder der CDU Ockenfels, die eine Bürgerenergiegenossenschaft gründen wollen und eine eigene große Solaranlage planen, wiesen auf die Schwierigkeiten hin, die die derzeitige Gesetzeslage den lokalen Initiativen bereitet. Hier sind Bund und Land gefragt, die Förderprogramme so auszurichten, dass sie die Energiewende fördern und nicht behindern.

Solarkataster als Basis

Es entspann sich eine rege Diskussion über die derzeitigen Möglichkeiten und Probleme lokaler Energieinitiativen, bis hin zu Vorschlägen, wie man in Unkel gegebenenfalls in Kooperation mit anderen Nachbargemeinden des Kreises vorgehen sollte. So machte Dr. Aribert Peters auf das für Unkel erstellte Solarkataster (www.solardachkataster-neuwied.de) aufmerksam, in dem die Möglichkeiten von Solaranlagen auf den Unkeler Hausdächern geprüft wurden und das als Ausgangspunkt einer Bürgersolarinitiative für Unkeler Dächer dienen könnte.

Die parteiübergreifende Zustimmung zu den diskutierten Vorschlägen machte deutlich, dass viele Bürger bereit sind, die Energiewende mitzugestalten und ihren Beitrag zur CO2-Reduktion zu leisten. Denn nur gemeinsam und parteiübergreifend können die Probleme gelöst werden, die der menschengemachte Klimawandel bereitet. Pressemitteilung

der CDU Unkel

Auch die Bürger können einen Beitrag zur Energiewende leisten: Groß war das Interesse bei einer Informationsveranstaltung der CDU Unkel. Foto: privat

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