Parents for Future beantragen Öko-Wochenmarkt
Bürgerantrag soll die Gemeinde Wachtberg beim Klimaschutz unterstützen
Bio-Obst und Bio-Gemüse aus Regionalen Hofläden
Gemeinde Wachtberg. Der Wunsch nach zertifizierter und nachgewiesener Bio-Ware aus ausschließlich regionalem Anbau wird immer stärker. Zwar gibt es rings um Wachtberg seit Jahren Angebote in Form genau solcher Öko-Wochenmärke. Deren Angebot ist so vielfältig, dass die Attraktion eines solchen Marktes auch in Wachtberg „ein hohes Kaufpotential“ zufriedenstellen könnte. Wie die Wachtberger Parents for Future in einem Bürgerantrag für den nächsten Haupt- und Finanzausschuß am 2. September beantragen, soll „die Gemeindeverwaltung in Form eines Pilotprojektes einen regionalen Biomarkt (Ökomarkt, Bauernmarkt) als Straßenmarkt organisieren, der danach in regelmäßigen Abständen auf Dauer angelegt sein soll.“
Auch wenn in einzelnen Geschäften bereits Bio-Erzeugnisse angeboten werden, fehlt ein zentrales Unterstützungsforum für Selbsterzeuger und Hofverkaufsstellen in Wachtberg, deren Waren nicht in den überregional gesteuerten Supermarktketten angeboten werden können. „Insofern dient ein solcher Bio-Wochenmarkt auch der Stärkung der heimischen Produkte und der Vermarktungsmöglichkeit an zentraler Stelle im heimischen Wachtberg,“ ergänzt Dr. Carsten Hobom von den Parents weiter. Man sei befremdet, wenn in den Regalen herkömmlicher Läden „Äpfel als Bio-Ware angeboten werden, die mit einer verheerenden Ökobilanz aus Neuseeland angekarrt worden sind“, unterstützen Micha und Sara Paulat aus Niederbachem die Konsequenz zu ausschließlicher Regionalität eines Wachtberger Bio-Wochenmarktes.
Biomärkte sind nichts Neues, sondern seit Jahren (allerdings in anderen Gemeinden) regelmäßig Stand der Dinge, so dass man dort auf einschlägige Erfahrungen zurückgreifen kann. Nach Auffassung der Antragsteller gibt es zahlreiche Anbieter, Erzeuger und heimische Biohöfe in Wachtberg und in nächster Umgebung, so dass alleine daraus ein interessanter, sich tragender Markt zu bestücken wäre. „Wenn dann noch regionale Anbieter mit speziellen Angeboten im Nonfood Bereich dazukommen, dürfte die Attraktion eines „Wachtberger Biowochenmarktes“ so stark sein, dass sich ein derartiger Markt auf Dauer als Selbstläufer etablieren könnte“, begründen Yann Fiebig und Christina Schubert-Fiebig aus Villip den Vorstoß der Parents an die Politik und den Fachbereich „Wirtschaftsförderung und Gemeindeentwicklung“ im Berkumer Rathaus. Als „Denkansatz“ schlagen die Parents einige Punkte vor, die als Leitlinien für eine Umsetzung gelten könnte. Zum einen ist die Voraussetzung, dass Rat und Gemeinde weitgehend im Sinne eines nachhaltigen Klima- und Umweltschutzkonzeptes die Idee begrüßen und hinter ihr stehen. „Nach Durchsicht der Wahlprogramme der einzelnen Parteien und Wählerinitiativen dürfte es klare Mehrheiten dafür geben“, hoffen Juliane und Kristian Kempa von den Parents, die gerne, beispielsweise in Form eines Runden Tisches, an der Planung und Umsetzung mitwirken würden.
Ein weiterer Punkt ist die Gebührenbefreiung von Standmieten, wie sie nach der „Marktgebührenordnung“ aus dem Jahr 1973 möglich ist.
Man ist seitens der Parents davon überzeugt, „dass die Gemeinde mit mehreren hauptamtlichen Mitarbeitern alleine im Bereich ‚Gemeindeentwicklung und Wirtschaftsförderung‘ mit unserer Unterstützung ein hervorragendes und schlüssiges Managementkonzept zu entwickeln in der Lage ist“. Parentsmitglied Doris Arenz sieht darin eine „hervorragende Möglichkeit“ zu einer Private-Public-Partnerschaft und einer „Erfolg versprechenden Symbiose“ zwischen der Verwaltung und engagierten Bürger*innen.
Pressemitteilung
Parents for Future, Wachtberg
