Flüchtlingsunterkünfte an Werferwiese fertig
Bürgermeister Bert Spilles lud zur Besichtigung
Meckenheim. Zu einer Besichtigung hatte die Stadtverwaltung Meckenheim mit Bürgermeister Bert Spilles an der Spitze am vergangenen Montag auf die Werferwiese eingeladen. Dort waren in den letzten Monaten intensive Bauarbeiten durchgeführt worden, um in Gebäuden in Holzständerbauweise bis zu 180 Personen dort unterbringen zu können. Dies geht auf einen Beschluss des Stadtrates vom 9. Dezember 2015 zurück, der dort kurze-, mittel- und langfristige Maßnahmen zur Unterbringung von Flüchtlingen in Meckenheim beschlossen hatte. Als mittelfristiger Schritt konnte nur die Realisierung von Holzständerunterkünften zur Unterbringung von Menschen in abgeschlossenen Einheiten an der sogenannten Werferwiese umgesetzt werden. Damit können die Provisorien (Frohnhofhalle, OGS-Räume in Merl) sukzessive aufgelöst beziehungsweise müssen nicht in Anspruch genommen werden wie die Mehrzweckhalle in Lüftelberg. Zudem vermindern sich die Beeinträchtigungen und Einschränkungen der kommunalen Infrastruktur.
Die Gebäude wurden in Holzrahmen-Bauweise errichtet, da sich die Herstellungszeit somit stark verkürzen ließ. Die Bauzeit betrug jeweils rund vier Monate, die Planungszeit drei Monate vorab. Die freundlichen Holzfassaden der Gebäude bieten ein angenehmes Wohngefühl. Die bauphysikalischen Anforderungen, wie der Wärmeschutz, konnten durch die Bauweise schnell und zuverlässig realisiert werden. Im Inneren sind die Wohnungen funktional ausgestattet. Es gibt eine kleine Küche mit Herd und Backofen in direkter Nähe zum Essplatz. Neben dem Badezimmer mit Dusche und WC sind jeweils drei weitere Zimmer, die für den Aufenthalt und als Schlafraum dienen, vorhanden. Der Standort verfügt über eine gepflasterte Fläche zum Aufenthalt und dient gleichzeitig zur Sicherstellung der Feuerwehraufstellplätze im Rahmen des Brandschutzkonzeptes.
Mit vielen ehrenamtlichen Helfern schaffen wir das!
In seiner Ansprache ging Bürgermeister Bert Spilles noch einmal auf die Geschehnisse des vergangenen Jahres ein und betonte die Verpflichtung Menschen aufzunehmen, denen es nicht so geht. In Anlehnung an den Satz von Bundeskanzlerin Angela Merkel „Wir schaffen das“ betonte er, dass man es nicht schaffen würde, wenn nicht so viele Menschen ehrenamtlich sich engagieren würden und tatkräftig mitarbeiten würde. Er bedankte sich ausdrücklich auch bei den vielen Helfern im Ehrenamt, aber auch bei den Mitarbeitern im Rathaus und ganz besonders bei den Hausmeistern der Stadt, welche für die Einrichtung der Flüchtlingsunterkünfte Sorge getragen haben und in den letzten Wochen Schwerstarbeit geleistet haben. Auch wenn an der Werferwiese bis zu 120 Personen untergebracht werden können, so will die Stadt hier zunächst nur eine Belegung von bis zu 80 Personen vornehmen. Der Stadtchef begrüßte an diesem Abend aber auch zahlreiche Besucher aus der Politik, insbesondere aus dem Sozialausschuss sowie den 1. Beigeordneten der Stadt Meckenheim, Holger Jung sowie Ulrich Röger als Geschäftsführer der Firma RÖLA-Bau GmbH. In seiner Ansprache wies Ulrich Röger auf die Besonderheit hin, dass die nun erstellten Bauten auch noch in 10 bis 15 Jahren ohne Probleme abgebaut und an anderer Stelle wieder aufgebaut werden können. Denn die einzelnen Teile werden im Werk in Leipzig vorgebaut, transportiert und vor Ort zusammengesetzt. Einen erfreulichen Nebeneffekt hat die Holzbauweise zudem, denn hierdurch wird massiv CO2 gebunden, so konnte Ulrich Röger dem überraschten Bürgermeister Spilles eine Urkunde überreichen, aus der hervorgeht, dass mit dieser Bauweise 358 Tonnen CO 2 der Atmosphäre dauerhaft gebunden worden sind. STF
