ÖPNV im Maifeld
Bürgermeister Mumm erstattet Strafanzeige gegen Busfahrer
VG Maifeld.Eine weitere Eskalationsstufe hat die mangelhafte Ausbildung der Busfahrer, die durch TRANSDEV und VREM eingesetzt werden, jetzt in der Verbandsgemeinde Maifeld erreicht.
„Was mir zu meinem Entsetzen am Freitagmittag die Schulleiterin Frau Schenk unserer Grundschule Mertloch zunächst am Telefon mitteilte, bestätigte mich in meiner Meinung, dass die beiden Firmen keine Kompetenz in Fragen eines seriösen und sicheren Busverkehrs haben, wie ich im Übrigen seit Wochen nicht müde werde, zu betonen“, so Mumm.
Ein Fahrer der Linie 358 hatte am Donnerstag, 10. März 2022, gegen 12.04 Uhr drei Kinder (6 und 7 Jahre alt) nicht wie vorgesehen, in Kollig abgesetzt, sondern ist mit ihnen über die A 48 nach Roes (Kreis Cochem-Zell) gefahren und hat sie dort zum Aussteigen genötigt. Rektorin Margit Schenk berichtet von dramatischen Minuten für die drei Kinder. Ihre Hinweise an den Busfahrer, dass dieser in die falsche Richtung fährt, werden von diesem ignoriert. Einer der Erstklässler versucht, seine Mutter mit seiner Smartwatch zu erreichen, während der Telefonate ist zu vernehmen, wie der Fahrer im Hintergrund mit den Kindern schimpft und sie anschreit. Dann bricht die Verbindung ab.
„Als die Mutter wieder mit ihrem Sohn telefoniert, hat sie einen fremden Mann am Telefon, der ihr sagt, dass die Kinder in Roes sind“, schildert Rektorin Schenk. „Was hätte da alles passieren können?“
Noch am Freitagabend sah sich Bürgermeister Mumm veranlasst, gegen den Busfahrer und die beiden Geschäftsführer von TRANSDEV und VREM eine Strafanzeige zu erstatten, die er an die STA Koblenz geschickt hat. Konkret besteht nach seiner Aussage der Verdacht der Nötigung, Freiheitsberaubung und Aussetzung gegen den Busfahrer im Raum.
„Gegen die beiden Geschäftsführer habe ich wegen Duldung durch Unterlassen Anzeige erstattet. Seit Wochen sind sie nicht in der Lage, den Fahrern Strecken und Haltestellen vernünftig beizubringen, so dass dieser Fall hier eigentlich nur der traurige Höhepunkt eines vollkommen desolaten Verhaltens darstellt. Welche Ängste müssen diese drei kleinen Kinder ausgestanden haben und man muss sich fragen, was jetzt folgt, denn die Eltern können ihre Kinder nur noch mit einem mulmigen Gefühl in den Bus lassen.“
Pressemitteilung
Maximilian Mumm,
Verbandsbürgermeister
VG Maifeld

Wenn sich "ausgebildete" Busfahrer ihre Route von Kleinkindern erklären lassen müssen, Eltern und Lehrer auf Buslinien warten, die ihre Kinder Stunden zu Spät abholen und bringen oder gar nicht erst auftauchen, dann läuft grundsätzlich was verkehrt! Mit manchen Busfahrer kann man sich weder auf Deutsch noch auf Englisch verständigen! Die Routen ändern sich wöchentlich! Mal fährt er bis zur richtigen Haltestelle Mal nicht. Für mich ein längst überfälliger Schritt! Ich gebe zu ich kenne mich mit der Finanzierung nicht aus, aber so kann es auf keinen Fall weiter gehen! Wer setzt sich freiwillig in einen Bus, wenn er gar nicht weiß ob der ankommt und auf dem Weg vielleicht noch eine Bushaltestelle mitnimmt oder einfach 2 Haltestellen zu Früh rausgeschmissen wird? Was bitte hat dass mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu tun?
Zu BGM Mumm fällt mir nichts mehr ein. Sein Rücktritt wäre sicherlich der beste Schritt.
Dass die lokale Politik versucht die Schuld für das Busdesaster auf die Unternehmen abzuwälzen ist verständlich. Wie sonst soll den Bürgern vermittelt werden, dass man sich im Rausch der Verkehrswende und vor der Flut besinnungslos ein verschwenderisches Fahrplankonzept verabschiedet hat, was jeglichem Realitätsbezug fehlt. Außerhalb der Schulzeiten sind die Busse leer; auf Kosten des Steuerzahlers.
Nicht redlich ist es allerdings ein Drohszenario mit Kündigung, Anzeige, Bürgerbegehren usw. nur um elegant aus diesem kostspieligen Szenario für die nächsten 10 Jahre gesichtswahrend herauszukommen und die persönliche Verantwortung nicht übernehmen zu müssen. Die Auftraggeber haben gar nicht die Möglichkeit von Neuvergabe weil schlichtweg das Geld fehlt.
BGM Mumm ist längst isoliert, seine Parteigenossen haben längst umgeschwenkt. Er selber hat aber noch nichts gemerkt.