Politik | 20.02.2019

Interkommunales Gewerbegebiet

Bürgerwille wird ernst genommen

Alter Waldbestand soll größtenteils erhalten bleiben

Eppenberg/Kreis COC. Mit der ersten Bürgerversammlung am 03. Dezember in Eppenberg startete die erste Phase der Bürgerbeteiligung zum geplanten, gemeinsamen „Interkommunalen Gewerbegebiet“ in den Gemarkungen Eppenberg und Hauroth.

Initiatoren des gemeinsamen Projektes sind die Verbandsgemeinden und der Landkreis. Ablauf und Inhalte des Bürgerbeteiligungsprozesses wurden dabei von der projektkoordinierenden Stelle der Kreisverwaltung Cochem-Zell eng mit den beiden Standortgemeinden abgestimmt. Gemeinsames Ziel war es dabei, von Anfang an offen und transparent zu informieren und nach Möglichkeit alle Fragen zu beantworten, sofern dies zu diesem sehr frühen Projektstadium bereits möglich war.

Bisher wurden drei Bürger-Info-Veranstaltungen, davon eine in Verbindung mit einem Waldbegang, durchgeführt. Im „Bürger-Info-Portal“ wurden alle Gutachten und Informationen zum Projekt, sowie Fragen der Bürgerinnen und Bürger mit den dazugehörigen Antworten veröffentlicht. Weiterhin wurde eine „Bürger-Info-Broschüre“ erstellt, sodass jeder Bürger die Möglichkeit hatte, sich über das Projekt zu informieren und am Bürgerbeteiligungsprozess teilzunehmen.

Leider konnte die Veranstaltung am 9. Februar, die in Verbindung mit dem Waldbegang stattfand, aufgrund äußerer Einflüsse und der sehr emotionalen Stimmung nicht im geplanten Ablauf stattfinden. Mit dieser Veranstaltung sollte insbesondere auf die mit dem Projekt einhergehenden Risiken durch die Eingriffe in Natur und Umwelt und deren Kompensation eingegangen werden. Mit dem Leiter des Forstamtes und einem Vertreter der unteren Naturschutzbehörde, wurden in Abstimmung mit den beiden Standortgemeinden bewusst Experten eingeladen, die Klartext sprechen. In der anschließenden „Bürger-Info-Veranstaltung“ sollte dies durch Vorträge zu den entsprechenden Planverfahren und Vorschlägen zu naturschutzrechtlichen Ausgleichsmaßnahmen und Aufforstungen abgerundet werden. Aufgrund der eingangs herrschenden aufgeheizten Stimmung und permanenter Störungen, konnten die beiden Experten dies leider nicht im geplanten Umfang durchführen.

Insgesamt wurden die Angebote im Rahmen des Bürgerbeteiligungsprozesses sehr gut in Anspruch genommen. Rund 200 Teilnehmer besuchten die Informationsveranstaltungen in Hauroth und Eppenberg. Daneben wurden 76 Fragen eingereicht, beantwortet und im „Bürger-Info-Portal“ veröffentlicht. Nahezu 100 Prozent der Fragen waren sachlich und konstruktiv. Landrat Manfred Schnur dankt allen Bürgerinnen und Bürgern, die sich am bisherigen Bürgerbeteiligungsprozess beteiligt haben.

Die Bürgerbeteiligung ist ein wesentlicher Bestandteil des Projektes. Daher sollen natürlich auch die berechtigt vorgetragenen Bedenken und Anregungen der Bürgerinnen und Bürger frühzeitig aufgegriffen und bei den weiteren Planungen berücksichtigt werden.

Landrat Manfred Schnur nimmt hierzu wie folgt Stellung:

„Der bisherige Bürgerbeteiligungsprozess hat gezeigt, dass der Wald für viele Bürgerinnen und Bürger als Natur- und Lebensraum, aber beispielsweise auch als Lärmschutz eine sehr hohe Bedeutung hat. Die Bürgerinnen und Bürger befürchten, dass diese Funktionen verloren gehen und nicht hinreichend durch Ausgleichsmaßnahmen kompensiert werden. Daher werde ich den übrigen Projektteilnehmern vorschlagen, im Falle einer Projektrealisierung den ersten Bauabschnitt in etwa in Höhe der Anschlussstelle Laubach in Richtung Hauroth zu verlegen. Dadurch könnte der alte Waldbestand größtenteils erhalten bleiben.“

Neben dem Erhalt des alten Waldbestandes würde die Verschiebung des ersten Bauabschnittes auch positive Auswirkungen auf das Quellgebiet des Fimbaches und die befürchtete Lärmbelästigung von der Autobahn haben, die dadurch de facto schon von vornherein ausgeschlossen würde.

Landrat Manfred Schnur appelliert nun an alle Beteiligten, wieder zu einer sachlichen Diskussion zurück zu kehren.

Pressemitteilung

der Kreisverwaltung Cochem-Zell

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