Politik | 23.02.2017

Mechthild Heil MdB (CDU) lehnt Pfand auf Weinflaschen klar ab

Bürokratischer Aufwand steht in keinem Verhältnis zum Nutzen

Mechthild Heil MdB (CDU), hier mit Landrat Dr. Jürgen Pföhler, wehrt sich gegen ein Weinflaschenpfand.privat

Kreis Ahrweiler. Die CDU-Bundestagsabgeordnete Mechthild Heil lehnt den Vorschlag des Bundesrates für eine Pfandpflicht auf Weinflaschen ab. Heil dazu: „Wir werden im Deutschen Bundestag dem Vorschlag des Bundesrates nicht folgen. In seiner Sitzung am vergangenen Freitag hat sich der Bundesrat für eine Regelung ausgesprochen, die auf eine Pfandpflicht auf Wein-, Sekt und Spirituosenflaschen hinauslaufen würde. Der Aufwand, der mit einem Zwangspfand auf diese Flaschen verbunden wäre, stünde in keinem Verhältnis zum Nutzen. Sowohl für die Winzerbetriebe als auch für die Verbraucher würde ein Zwangspfand erheblichen Mehraufwand bedeuten. Auch für das Weinanbaugebiet „Ahr“ wäre ein großer bürokratischer Aufwand erforderlich. Einer freiwilligen Rücknahme und Wiederbefüllung stehe, so Heil, selbstverständlich nichts im Wege.

Es ist auch zu berücksichtigen, so Mechthild Heil, dass es schon heute ein funktionierendes System zum Glasrecycling gibt. Im geplanten Verpackungsgesetz ist eine Recyclingquote von mindestens 80 Prozent vorgesehen. Es stellt sich auch die Frage, ob der Einsatz von wiederbefüllbaren Flaschen technisch überhaupt möglich und zulässig ist.“

Pressemitteilung des

Wahlkreisbüros von

Mechthild Heil MdB

Mechthild Heil MdB (CDU), hier mit Landrat Dr. Jürgen Pföhler, wehrt sich gegen ein Weinflaschenpfand.Foto: privat

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Kommentare
24.02.201709:51 Uhr
Uwe Klasen

Zitat: "Es stellt sich auch die Frage, ob der Einsatz von wiederbefüllbaren Flaschen technisch überhaupt möglich und zulässig ist." --- Ein Besuch in einem X-beliebigen Getränkemarkt würde Fr. Heil zeigen, dass es durchaus technisch möglich ist Flaschen aller Formen und Couleur wieder zu befüllen und somit auch zuläsig ist. Das Pfandflaschensystem gibt es schon lange .... Lobbyismus noch länger!

23.02.201714:18 Uhr
Armin Linden

Es ist unverständlich, sachlich nicht begründet, warum im System auch des "Grünen Punktes" ständig " Ausnahmen " gezaubert werden. Warum sollen Weinflaschen - u.v.A. - nicht mit Pfand belegt werden ? Ist dieses Glas: "Anders" ? Seit der Idee u. Gründung des Grünen Punktes vor 25 Jahren, gab es nur Ausnahmen. Die Idee seitdem aufgeweicht. Helmut Trienekens u.A. waren Vorreiter dieser Systemidee. Wollen wir Umwelt, ( ? ) aber dann "Alle" ! Diese Lobbypolitik bis Brüssel, muß endlich ein Ende finden. Bei den Plastiktüten haben wir auch ständig Ausnahmen. Die liegen im Meer. Nur wenige Märkte, "ringen" sich durch.

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