Politik | 02.10.2020

Langjähriger Bürgermeister aus Rheinbach erhält Auszeichnung der Bundesrepublik Deutschland

Bundesverdienstkreuz für Stefan Raetz

Landrat Sebastian Schuster (l.) und Regierungspräsidentin Gisela Walsken (r.) bei der Überreichung des Bundesverdienstkreuzes an Stefan Raetz (Mitte.). Fotos: Stadt Rheinbach

Rheinbach. Über lange Jahre prägte Stefan Raetz die Kommunalpolitik in Rheinbach und als Sprecher der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister des Rhein—Sieg-Kreises. Hinzu kommt ein nachhaltiges soziales Engagement in seiner Heimatstadt, dessen Früchte sogar bis nach Togo ausstrahlen. Aufgrund seiner umfangreichen Verdienste für das afrikanische Land und die dortige Begabtenförderung übertrug ihm der regionale König von Kusutu/Kpalimé/Togo das Recht, eine Straße mit dem Namen Rue Rheinbach benennen zu dürfen und ernannte Stefan Raetz zum Ehrenhäuptling des Dorfes Kusuntu.

Jetzt wurde der gebürtige Flensburger, der seit vielen Jahren in Rheinbach verwurzelt ist, mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland für sein langjähriges und intensives Engagement, vor allem im kommunalpolitischen Bereich, geehrt. Zu der Feierstunde im Glasmuseum Rheinbach begrüßte Landrat Sebastian Schuster neben Gästen und Weggefährten des zu Ehrenden auch Regierungspräsidentin Gisela Walsken, die es sich nicht nehmen ließ, die Laudatio zu sprechen sowie Norbert Portz, Beigeordneter des Deutschen Städte- und Gemeindetages.

„Durch Dein vielfältiges Engagement weit über die Stadtgrenzen und unmittelbaren Aufgabenbereiche hinaus hast Du der Stadt Rheinbach, aber auch dem Rhein-Sieg-Kreis insgesamt, zu einem erhöhten Ansehen verholfen. Dafür möchte ich Dir nochmal ganz ausdrücklich danken“, hob Landrat Sebastian Schuster in seiner Begrüßung die Verdienste von Stefan Raetz hervor. Mit viel diplomatischen Geschick und großer Sachkenntnis gelinge es ihm als Sprecher der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister für die Städte und Gemeinden im Rhein-Sieg-Kreis immer wieder zu guten Verhandlungsergebnissen zu kommen.

Dabei habe er stets die Interessen aller Seiten im Blick, was einer Einigung schon häufig den Weg bereitet habe. „Du bist für mich stets ein geschätzter Ansprechpartner. Unabhängig davon einst Du die Kolleginnen und Kollegen, egal ob es um Auseinandersetzungen mit dem Kreis oder anderen Ebenen geht“, betonte Landrat Sebastian Schuster.

Nach dem Studium der Rechts- und Verwaltungswissenschaften in Bonn und Speyer begann das politische Engagement von Stefan Raetz bereits mit der Anstellung als Leiter des Rechts-, Haupt-, und Personalamtes in Luckenwalde als Erster Stellvertreter des Bürgermeisters. 1994 wurde der verheiratete Vater eines Sohnes zum Ersten Beigeordneten in Rheinbach gewählt und schon 1999 folgte die Wahl zum Bürgermeister Rheinbachs.

„Mit dieser Auszeichnung danke ich Ihnen im Namen der Bundes- und Landesregierung für Ihre überaus herausragenden Verdienste zum Wohle der Allgemeinheit. Ich wünsche Ihnen für Ihr ehrenamtliches Engagement außerhalb der Politik weiterhin viel Erfolg und von Herzen alles Gute!“, mit diesen Worten überreichte Regierungspräsidentin Gisela Walsken an Bürgermeister Stefan Raetz die Ordensinsignien verbunden mit den Glückwünschen des Ministerpräsidenten Armin Laschet.

Als innovativen „Gestalter und Macher für das Allgemeinwohl“ charakterisierte Norbert Portz, Beigeordneter des Deutschen Städte- und Gemeindetages, in seinem Grußwort Stefan Raetz. Dies machte er vor allem an seinem überzeugenden Eintreten für eine dem Allgemeinwohl verpflichtende Bauland- und Wohnungspolitik in wichtigen Gremien sowohl des Deutschen Städte- und Gemeindebundes als auch auf Landes- und Bundesebene fest: „Diese Aktivitäten von Bürgermeister Raetz zeigen, wo sein ehrenamtliches Herz schlägt: In einer dem Allgemeinwohl verpflichtenden Bauland- und Wohnungspolitik.“

Ein weiteres Augenmerk legte Norbert Portz auf Stefan Raetz´s Engagement in der kommunalen Partnerschaft des Friedens zwischen Rheinbach und den ehemaligen französischen Schlachtfeldgemeinden Douaumont-Vaux: Im vergangenen Jahr erhielt er in Verdun die Friedensmedaille der Stadt für sein Engagement in der Deutsch-Französischen Freundschaft und „als erster Deutscher nach Bundeskanzlerin Dr. Merkel“ durfte er „die Flamme des Gedenkens in Douaumont entzünden.“ Abschließend überreichte Norbert Portz an Stefan Raetz einen Wanderführer zum Rheinsteig.

Einen Ausblick auf sein weiteres Wirken gab Stefan Raetz, dessen Amtszeit als Bürgermeister am 31. Oktober 2020 ausläuft, in seiner Dankesrede: „Unsere Gesellschaft ist auf das Ehrenamt angewiesen. Ich freue mich über die Auszeichnung und sehe sie als Verpflichtung und Motivation mich auch weiterhin ehrenamtlich einzubringen.“

„Genieße Deinen Ruhestand, obwohl ich mir denke, dass es ein `Unruhestand`wird und nehme Dir Zeit für Dinge, die Du schon zu lange aufgeschoben hast“, wünschte Landrat Sebastian Schuster Bürgermeister Stefan Raetz abschließend.

Pressemitteilung

Rhein-Sieg-Kreis

Stefan Raetz bei seiner Dankesrede.

Stefan Raetz bei seiner Dankesrede.

Landrat Sebastian Schuster (l.) und Regierungspräsidentin Gisela Walsken (r.) bei der Überreichung des Bundesverdienstkreuzes an Stefan Raetz (Mitte.). Fotos: Stadt Rheinbach

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