FDP Westerwald
Bundeswaldinventur: Gräf sieht Wege für resilientere Wälder und stabile Wirtschaft
Westerwaldkreis. Die Ergebnisse der vierten Bundeswaldinventur (BWI 4) geben Anlass zu vorsichtigem Optimismus: Politik und Wirtschaft haben die Chance, den klimafesten Umbau unserer Wälder gemeinsam voranzutreiben und gleichzeitig Arbeitsplätze im wichtigen Cluster Forst und Holz zu sichern. „Wir stehen vor einer großen Aufgabe, aber auch vor einer großen Chance“, betont Jana Gräf, Kreisvorsitzende der FDP Westerwald und erfahrene Forstpolitikerin. „Indem wir unsere Wälder resilienter gestalten, schützen wir nicht nur die Natur, sondern auch die wirtschaftliche Grundlage vieler Menschen, die in der Forstwirtschaft und Holzindustrie beschäftigt sind.“
Die Wälder im Westerwald haben durch die Trockenjahre und den Borkenkäferbefall große Verluste, insbesondere bei den Fichtenbeständen, hinnehmen müssen. Doch die Bundeswaldinventur zeigt auch: Der Anteil an naturnahen Laubmischwäldern steigt. Diese Entwicklung gilt es jetzt zu beschleunigen, um die Wälder nachhaltig zu stabilisieren. Holz ist nicht nur ein nachhaltiger Baustoff, es spielt auch eine entscheidende Rolle bei der energetischen Sanierung von Gebäuden und als umweltfreundlicher Energieträger. Wir brauchen eine starke Holzwirtschaft, um den Übergang zu einer CO2-neutralen Bauwirtschaft und Energieversorgung zu meistern“, so Gräf.
Die Zusammenarbeit zwischen Politik und Wirtschaft ist entscheidend, um die regionale Wertschöpfungskette im Cluster Forst und Holz zu stärken. „Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass der Waldumbau nicht nur die Natur schützt, sondern auch die Wirtschaftskraft der Region erhält und neue Arbeitsplätze schafft“, betont Gräf. Gerade in einer Reform des Forstvermehrungsgutgesetzes sieht Sie einen wichtigen Schritt, um innovative Aufforstungsstrategien zu ermöglichen und damit die Zukunft des Waldes und der Holzwirtschaft langfristig zu sichern. „Die bisherigen gesetzlichen Regelungen schränken die Nutzung bewährter, klimaangepasster Baumarten ein. Wir müssen hier flexibler werden, um den Wald schneller auf die Herausforderungen des Klimawandels vorzubereiten und gleichzeitig die regionale Biodiversität zu stärken. Unser Ziel muss es sein, Wälder zu schaffen, die nicht nur ökologisch wertvoll sind, sondern auch wirtschaftlich tragfähig bleiben. So schützen wir nicht nur das Klima, sondern auch die Arbeitsplätze im Cluster Forst und Holz“ führt Gräf aus.
Der klimafeste Waldumbau bietet eine Chance, Natur und Wirtschaft gemeinsam zu stärken. Die Inventur ist zudem ein Beleg dafür, dass bundeseinheitliche Bewirtschaftungsprinzipien nicht zielführend sind. „Regionale, passgenaue Steuerungsansätze sind entscheidend, denn der Westerwald ist eben einzigartig“ stellt Gräf fest. Pressemitteilung
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