Politik | 27.11.2019

Förderverein St. Josef-Krankenhaus Adenau e.V.

Bundesweit einmalig… ohne Spende kein Notarzt!

Ohne Spende bald kein Notarzt mehr und dies am Nürburgring?

Adenau. Diese Frage stellt der Förderverein St. Josef-Krankenhaus mit der Projektgruppe UNSER* NOTARZT und dem Notarztstandort Adenau nun öffentlich.

Förderverein und Projektgruppe sehen den Notarztstandort Adenau aktuell bereits massiv gefährdet. Um zumindest überbrückend bis zum Jahreswechsel den Notarztstandort nicht vollständig zum Erliegen zu bringen, wird der Förderverein, überbrückend bis zum Jahresende, den Kostenanteil, welcher eigentlich von den zuständigen Krankenkassen fließen sollte, zumindest für den Monat Dezember tragen und damit zu einer finanziellen Entlastung der aktuell noch Notarzt-stellenden Klinik, dem St. Josef Krankenhaus Adenau, beitragen.

Dabei haben der Notarztstandort Adenau und die Projektinitiative, unterstützt von der Abteilung Anästhesie und Rettungsmedizin im Krankenhaus Adenau in den letzten vier Jahren vorbildliche Aufbauarbeit geleistet, den Notarztstandort mit Unterstützung der Ärztlichen Leiter Rettungsdienst und dem DRK sogar zum Pilotstandort in der Anwendung von Ultraschall am Unfallort entwickelt. Dies soll nun vorbei sein?

Die Abteilung Anästhesie erwartet, gleichermaßen wie die Abteilung Chirurgie, voraussichtlich zum Jahresende die Schließung. Dabei ist die Abteilung federführend an der Entwicklung der Notfallmedizin in der Region beteiligt.

Um Kontinuität in der Aufbauarbeit sicherzustellen, wird der Förderverein überbrückend bis zum Jahresende, den Kostenanteil, welcher eigentlich von den zuständigen Krankenkassen fließen sollte, zumindest für den Monat Dezember tragen.

Damit weist der Förderverein deutlich und unmissverständlich auf die anhaltende und seit vielen Jahren untragbare chronische Unterfinanzierung hin und statuiert mit der Unterstützung durch Spenden, möglicherweise ein bundesweites Exempel.

Der Notarztstandort Adenau muss sich endlich um seine eigentliche Aufgabe kümmern dürfen. Dies ist die Rettung von Menschenleben und nicht der immerwährende Kampf um finanzielle Mittel. Was der Notarztstandort Adenau unter seinem Auftrag versteht, haben er und seine Verantwortlichen gemeinsam mit der Projektgruppe UNSER* NOTARZT bisher eindrücklich gezeigt:

Konzentration auf die Diensttätigkeit und kontinuierliches lebensrettendes Training, aber nicht anhaltenden und zermürbenden Kampf um die durch Unterfinanzierung bedrohte Daseinsberechtigung.

Die Erwartungshaltung der Menschen wird von der Standortleitung klar formuliert: „Eine abschließende Lösung der Finanzierung wird zum Jahresende dringend erwartet. Eine weiterhin beispielhafte Entwicklung ist dann sichergestellt und wird in Kürze um weitere lebensrettende Technik ergänzt. Bleibt eine notwendige Stabilisierung des Notarztstandortes aus, werden in kurzer Zeit keine Notärzte mehr vom Standort Adenau ausrücken.“

Dies ist absolut unverständlich, lebensgefährlich und unverantwortlich! Der Rückzug der bisher Notarzt-stellenden Klinik aus der Notfallmedizin macht, unter hohem Zeitdruck, jetzt eine zeitnahe Lösung unumgänglich. Bis dahin, jedoch nur bis zum Jahresende, springt der Förderverein unterstützend ein.

Gespräche mit dem zuständigen Innenministerium und dem Verbund der Kostenträger stehen kurz bevor. Damit es nicht bald heißt: „Notarzt nur noch gegen Spenden“, ist jetzt eine dauerhafte und nachhaltige Lösung notwendig.

Pressemitteilung

Förderverein St. Josef

Krankenhaus Adenau e.V.

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