Leserbrief zum Artikel „Die CDU Ratsfraktion Bendorf stellt die Weichen auf Information - Interessante Fakten zum Vorhaben der Reaktivierung“ in der Ausgabe KW 25, Seite 10
CDU-Ratsfraktion Bendorf stellt sich ins Abseits
Mit Empörung und Unverständnis muss die Pressemitteilung der Bendorfer CDU-Ratsfraktion in Sachen Brexbachtalbahn zur Kenntnis genommen werden. Die Fraktion muss endlich zur Kenntnis nehmen, dass die Stadtverwaltung in der Vergangenheit fahrlässig gehandelt hat, als sie Straßenbauprojekte umsetzte, ohne dass die Strecke der Brexbachtalbahn jemals entwidmet wurde. Sich auf Absichtserklärungen der Bahn zu berufen ist unprofessionelles Handeln.
Doch schlimmer noch sind die menschenrechtsverletzenden Äußerungen gegenüber von Menschen mit Behinderungen. Wenn in Engers, ein Ort, der seit 1928 stets einer großen Anzahl von behinderten Menschen eine Heimat gegeben hat und dies auch weiterhin tut, der Bahnhof behindertengerecht umgebaut werden soll, dann ist dies ein dringendes Bedürfnis für diesen Personenkreis, der damit die Möglichkeit erhält am öffentlichen und gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.
Wenn die CDU-Stadtratsmitglieder in diesem Zusammenhang von sinnloser Verschwendung von Steuergeldern sprechen, so stellen sie sich in die gleiche Reihe mit Viktor Orban, der gegenüber Minderheiten ebenso die Werteunion verlassen hat.
Josef Kretzer
Neuwied-Engers