Politik | 15.03.2016

Landtagswahl im Kreis Cochem-Zell

CDU bleibt trotz Einbußen im Landkreis klar vorn

SPD zufrieden, Grüne enttäuscht, FDP mit dabei, AfD punktet

Erfreuliche Begleiterscheinung bei der Landtagswahl 2016. Der Aufruf zurStimmabgabe wurde vielfach erhört. Die Wahlbeteiligung stieg deutlich.

Kreisgebiet. Die größten Verlierer der Wahl im Landkreis Cochem-Zell waren diesmal die Vertreter von Bündnis 90/Die Grünen. Nur 3,5 Prozent der Zweitstimmen konnten sie für sich erzielen, was schlichtweg ein Minus von sieben Prozentpunkten verglichen mit dem Ergebnis von 2011 bedeutete. Auch angesichts der Erststimmen gab es bei den Grünen bei der diesjährigen Wahl lange Gesichter. Lediglich 4,8 Prozent der Wählerstimmen konnte man hier verbuchen, was unter dem Strich unisono einen Verlust von vier Prozentpunkten aufwies. Nur ein schwacher Trost war es dabei wohl für die Landeschefin und Direktkandidatin Katharina Binz, die in ihrem Personenergebnis leicht über dem ihrer Partei im Landkreis lag. Sie konnte 5,0 Prozent der Stimmen im Landkreis für sich gewinnen. Zwar bleibt die CDU nach wie vor stärkste Partei in Cochem-Zell, doch musste sie im Vergleich zur Wahl in 2011 ebenfalls Einbußen hinnehmen. Jeweils etwa vier Prozentpunkte lautete hier das deutliche Minus bei den Erst- und auch den Zweitstimmen. Bei Letztgenannten kam man „nur“ noch auf einen Anteil von 43,4 Prozent im Gegensatz von 47,4 Prozent bei der Vorwahl. 48,7 Prozent der Erststimmen gab es hingegen für die CDU-Direktkandidatin Anke Beilstein (Ernst), die damit ein Direktmandat eroberte und zum dritten Mal in Folge für ihre Partei im Wahlkreis gewann. Kontrahentin Heike Raab kommentierte das schlechte Abschneiden der CDU als kleine Sensation, hätte sie doch für diese persönlich mit über 50 Prozent gerechnet. Freude dagegen bei ihren Sozialdemokraten. Sie kletterten heuer wieder über die 30-Prozent-Marke und kamen bei den Zweitstimmen sogar auf 31,4 Prozent. Direktkandidatin Heike Raab konnte bei den Erststimmen derweil 30,4 Prozent für sich verbuchen. Waren sie vor fünf Jahren hinsichtlich ihrer Wahlschlappe noch sprichwörtlich von den Socken, so kehrten die Liberalen von der FDP wieder auf die politische Landesebene in den Mainzer Landtag zurück. Direktkandidat und Kreisvorsitzender Jürgen Hoffmann kam dabei auf 7,1 Prozent. Dabei verzeichnete die FDP in einigen Stimmbezirken gar Zuwächse im zweistelligen Bereich. Kreisweit legten die Liberalen im direkten Vergleich insgesamt 2,1 Prozentpunkte zu. Gleich bei ihrer ersten Landtagswahl vereinnahmte die AfD im Kreis Cochem-Zell 9,4 Prozent der Wählerstimmen für sich. Sie blieb mit diesem Ergebnis zwar klar unter dem Landesdurchschnitt im einstelligen Prozentbereich, zählte aber trotzdem zu den großen Gewinnern der Wahl. Der Direktkandidat und Kreisvorsitzende der AfD, Martin Fischer, kam bei den Erststimmen auf 8,8 Prozent. Die Linke, mit 2,3 Prozent und die Freien Wähler mit 1,2 Prozent kamen zwar im Gegensatz zu weiteren Parteien über die Ein-Prozent-Marke, hatten aber mit dem Ausgang der Wahl wie die übrigen Bewerber nichts zu tun. Erfreulich dagegen die Rückmeldung der Wahlleitung, dass die Wahlbeteiligung im Landkreis gegenüber der in 2011 um mehr als fünf Prozentpunkte anstieg.

Erfreuliche Begleiterscheinung bei der Landtagswahl 2016. Der Aufruf zur Stimmabgabe wurde vielfach erhört. Die Wahlbeteiligung stieg deutlich.

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