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Bevorstehende Sondierungsgespräche dominierten die Themen

CDU eröffnete den Reigen der Mayener Neujahrsempfänge 2018

08.01.2018 - 09:30

Mayen. Alljährlich laden die im Mayener Stadtrat vertretenen politischen Parteien zu Neujahrsempfängen, um kurz das vergangene Jahr zu resümieren und um ihre Perspektiven und Absichten für das neue Jahr einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen. Der CDU-Stadtverband Mayen unter ihrem Vorsitzenden Bernhard Mauel, der auch Vorsitzender der Stadtratsfraktion ist, eröffnete in diesem Jahr erneut sehr früh die Liste der Parteien, die in Kürze mit den Empfängen der SPD und der FDP fortgesetzt wird.

Bernhard Mauel konnte als Stadtverbandsvorsitzender zahlreiche örtliche Parteifreunde begrüßen und als Festrednerin die CDU-Bundestagsabgeordnete des hiesigen Wahlkreises Mechthild Heil. Neben dem langjährigen Landtagsabgeordneten, CDU-Bezirks- und Kreisvorsitzenden Dr. Adolf Weiland befanden sich auch Landrat Dr. Alexander Saftig mit den Kreisbeigeordneten Rudi Zenz und Rolf Schäfer sowie weitere politische Prominenz unter den Gästen. Vertreter von Behörden, Verbänden, Banken, Schulen und der Wissenschaft sowie der Feuerwehr und Vereinen ergänzten dabei den Kreis der „normalen“ Parteimitglieder. In der so gut gefüllten Aula der Dachdeckerfachschule, die die Christdemokraten seit einigen Jahren für ihren Neujahrsempfangs nutzen, begrüßte Stadtverbandsvorsitzender Bernhard Mauel zum 29. Male in dieser Eigenschaft die Gäste, viele davon auch namentlich und verbunden mit den besten Wünschen für das begonnene Jahr und die in ihm steckenden Herausforderungen.


Bernard Mauel hielt kurze Ansprache


In seiner Ansprache, für die die Empfangsregie dem Vorsitzenden maximal eine halbe Stunde zugestanden hatte, um der Festrednerin nicht zu viel Aufmerksamkeit zu entziehen, sprach Bernhard Mauel drei Punkte der Stadtpolitik an. Das war zum einen das Krankenhaus sowie die aktuelle Diskussion um das Alte Rathaus und die Stadtratsarbeit. Das Gemeinschaftsklinikum hatte sich erst kürzlich und mit Zustimmung des Landkreises Mayen-Koblenz für eine Einstandortlösung in Koblenz ausgesprochen, also der mittelfristigen Aufgabe des Evangelischen Stifts. „Wir in Mayen müssen sehen“ so Mauel zu dem 200 Mio. Euro Vorhaben in Koblenz „dass unser Krankenhaus in dem Gesamtzusammenhang nicht weiter geschwächt wird, als es ohnehin in den letzten eineinviertel Jahren schon geschehen ist.“

Die vernachlässigten Entwicklungen in Mayen machte Mauel an der Kinder- und Frauenheilkunde fest und kündigte eine Diskussion mit den Ratsfraktionen an, um hier zu einer einheitlichen Meinung zu gelangen. Mit dem Alten Rathaus und der beabsichtigten Nutzung zu gastronomischen Zwecken macht weiteres Haus Schlagzeilen. Dabei regen sich Zustimmung und Widerstand. Dieser besonders in seiner Fraktion gab der Vorsitzende unumwunden zu. „Manche Erklärung dazu, ob dafür oder dagegen, spricht allerdings nicht für sachliche Orientierung, sondern Respektlosigkeit vor Andersdenkenden“ befand Mauel und bezeichnete die derzeitige Nutzung als Tourismusbüro als „sicher nicht optimal“. Finanziell sei das Projekt den Worten Mauels zufolge für die städtischen Finanzen kaum wirtschaftlich darzustellen. Hier müsse der mögliche Nutzen für das innerstädtische Leben mit den Interessen der Mitwettbewerber des Marktplatzes anhand sachlicher Fakten und nicht von Gefühlswelten in Einklang gebracht werden. Bei der Stadtratsarbeit befand der CDU-Fraktionsvorsitzende würden die kleinen Fraktionen zwar gefühlt aber nicht wirklich den Oberbürgermeister unterstützen. An der Verabschiedung des Haushalts sei abzulesen, dass die Mayener GroKo - die nicht einmal eine schriftliche Vereinbarung brauche – als einzige Fortschritt erziele. Das Zukunftsthema Bauen werde im Rathaus nicht erkannt und die aktuell wenigen Bauflächenbesitzer würden von unserer Bauverhinderungsbehörde gebremst. Ob es im Bund wie in Mayen zur GroKo kommen wird, wisse niemand, schloss Mauel seine Ansprache überleitend und wenn, dann am besten Mechthild Heil als Mitglied des CDU-Bundesvorstandes.


Rede von Mechthild Heil


Die Festrednerin leitete ein mit Dingen, die sie immer schon mal sagen wollte. „Mich nerven die Miesepeter in unserem Land, die Schlechtredner, die Schwarzseher.

Oh ja, wir haben Schwierigkeiten und Probleme, die es zu lösen gilt, aber der Untergang Europas, der Ausverkauf unseres Landes und das Sterben unseres Volkes steht nicht bevor.“ Der weitere Verlauf der Rede Mechthild Heils hangelte sich im weitesten Sinne an den Themen der bevorstehenden Sondierungen zur Bildung einer großen Koalition im Bund entlang, erläuternde Beispiele touchierten dabei die örtliche oder regionale Ebene. Mechthild Heil reihte in ihrer Rede Aussagen und Forderungen aneinander, die auch von jedem anderen CDU-Bundesvorstandsmitglied an anderen Stellen ausgesprochen würden oder noch werden. Mit teilweise versteinernden Gesichtern wurde die Rede Frau Heils von den örtlichen SPD-Gästen aufgenommen, die ob der gemeinsamen Zusammenarbeit im Stadtrat den Weg zum christdemokratischen Neujahrsempfang gefunden hatten.

Mayen und die 5. Jahreszeit. Selbstverständlich war der Besuch von Mayens künftigem Prinzen Uli und seinem Gefolge eine angenehme Abwechslung nach der vielen Politik. Prinzenorden konnten noch keine verliehen werden, weil der diesjährige Termin des CDU-Neujahrsempfanges erneut so früh angesetzt war und daher der Prinz noch kein richtiger Prinz. Uli umschiffte diesen Umstand geschickt und verlieh einfach den Orden der Alten Großen. Nach gemeinsamen Schunkeln und Gesang war noch genügend Zeit für Gespräche, neue Kontakte zu knüpfen und alte zu pflegen.

Das nutzten dann auch zahlreiche Gäste bei kulinarischen Highlights von Christian Jurecz und seinem Team von Gourmet Wagner sowie passenden Getränken.

WE

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Kommentare
Karsten :
Mir kommt es so vor als hätten die lieben Menschen, die eine Wohnung gekauft haben direkt den ganzen Heddesdorfer Berg mitgekauft. Was soll dieser Blödsinn? Warum beschweren sich so viele? Es wird seit Jahren da oben gebaut und nie beschwert sich jemand. Jetzt auf einmal ist ja alles soooo schlimm. Seid froh dass Kaufkraft nach Neuwied kommt!! Es sollen vernünftige Wohnungen gebaut werden die kaufkräftige Menschen nach Neuwied bringen. Das ist das was Neuwied brauch. Unfassbar diese ständige Nörgelei. Es war schon immer so geplant dass weitere Mehrfamilienhäuser dort entstehen. Wer alleine wohnen will muss aufs Land ziehen.
Dennis Mohr:
Die vorgelegten Pläne sind ein Schlag in das Gesicht der Anwohner vor allem der Erich-Kästner-Str., die mit ihren Investitionen dieses Baugebiet überhaupt erst möglich gemacht haben. Alle Stadträte, die sich für diese Änderung aussprechen, sollten sich öffentlich dazu bekennen! Versprochen wurde ein Nahversorgungsgebiet im Stile des Ringmarktes im Raiffeisenring. Jetzt wird mit 4-geschossigen Bauten das Areal weiter verschandelt und den Anwohnern die teuer bezahlte Aussicht verbaut. Und die Vertreter der Stadt lachen über die Einwände!
Uwe Klasen:
"Solarverein Goldene Meile", solche Lobbyvereinigungen haben es geschafft, dass der Strom In Deutschland am teuersten, die Umweltzerstörung im Zuge des Aushaues der sogenannten "Erneuerbaren Energien (EE)" gewaltig, dafür die Netzstabilität gering ist, bei gleichzeitig steigendem CO²-Ausstoß der im Grunde durch die in die EE investierten Milliarden verringert werden sollte!
juergen mueller:
Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, als hätte die STADT ein "Toilettenproblem" - siehe auch HAUPTBAHNHOF. Ob man sich mit dem Vorschlag, die städtische Toilettenanlage "rund um die Uhr" zugänglich zu machen und wenn nötig, die Verwaltung technisch nachrüsten MUSS, auch Gedanken gemacht hat, wie das alles vonstatten gehen soll oder was eine Nachrüstung kostet? Glaube nicht.
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