FDP-Fraktion im Stadtrat Remagen

CO2-Ampeln anschaffen

20.10.2020 - 14:39

Remagen. Die FDP-Fraktion im Remagener Stadtrat fordert den Einsatz von CO2-Ampeln in den Klassenräumen der städtischen Grundschulen und in den Kindertagesstätten der Kommune. Der Pilotversuch des Kreises am Erich-Klausener-Gymnasium in Adenau war so erfolgreich, dass der Kreis die Schulen in seiner Trägerschaft komplett mit den Geräten ausstattet. Grundschülern und Kindergartenkindern sollte der gleiche Schutzumfang zur Verfügung stehen, finden die FDP-Stadtratsmitglieder Jens Huhn und Christina Steinhausen.

Rechtzeitiges und ausreichendes Lüften ist eine wichtige Vorbeugung gegen Corona. Dies ist im Schulbetrieb wichtig, um Schüler und Lehrer zu schützen. „CO2-Ampeln sind Geräte, die sehr einfach zu installieren sind und ähnlich einer Verkehrsampel durch optische Signale die Luftqualität, d. h. den CO2- bzw. den Sauerstoff-Gehalt anzeigen“, erläutert Christina Steinhausen, Vorsitzende der FDP-Fraktion im Remagener Stadtrat und Kreisbeigeordnete. So kann sichergestellt werden, dass die Klassenräume rechtzeitig und ausreichend gelüftet werden. Durch das Temperaturgefälle und den entstehenden Luftsog bei sinkenden Außentemperaturen ist ein Luftaustausch bei weit geöffneten Klassenfenstern sehr schnell möglich. „Die Geräte zeigen aber auch, wenn die erforderliche Luftqualität wieder erreicht ist, und die Fenster geschlossen werden können. So kann ein übermäßiges Lüften in der kalten Jahreszeit und die damit einhergehende Gefahr von vermeidbaren Erkältungskrankheiten verhindert werden“, ergänzt ihr Stadtratskollege Jens Huhn aus Oberwinter. Dauerlüften führe auch zur Auskühlung von Bauteilen wie Brüstungsbereiche etc. und berge die Gefahr von Feuchteschäden und infolge dessen Schimmelbildung, insbesondere an Innenseiten von Außenwänden, was verhindert werden sollte, finden die Liberalen. „Ich plädiere ausdrücklich dafür, nachweislich funktionelle und funktionierende Technik in Form von CO2-Messgeräten einzusetzen, um bei Bedarf zielgerichtet zu lüften“, sagt Huhn und ergänzt. Zeitpunkt und Dauer der Lüftung würden so optimiert. Dies schaffe die Basis, unnötige Erkältungen möglichst zu vermeiden. Es könne nicht sein, dass diese Primär-Maßnahme nach Gutdünken Einzelner geplant und umgesetzt werde. Gut gemeintes, aber subjektives Vorgehen sei hier nicht zielführend.

Der Kreis hat jüngst beschlossen, den Einsatz solcher Geräte an den kreiseigenen Schulen zu prüfen. Ein Pilotversuch wurde am Adenauer Erich-Klausener-Gymnasium durchgeführt. „Die Geräte haben sich im Praxistest laut Jörg Hamacher, Leiter Eigenbetrieb Schul- und Gebäudemanagement, Kreis Ahrweiler, bewährt“, betont Wirtschaftsredakteurin Steinhausen. Das Gymnasium in Adenau habe sogar genau Protokoll geführt und damit nachgewiesen, dass die Angaben im Hygieneplan Schule der Landesregierung zum Lüftungsverhalten ziemlich exakt zutreffen. Das Peter-Jörres-Gymnasium aus der Kreisstadt hat ebenfalls gute Erfahrungen in der Testphase gemacht, sodass der Kreis Ahrweiler 500 Stück der CO2-Ampeln bestellt hat. Die Lieferung wird Mitte November erwartet.

Am Erich-Klausener-Gymnasium wurde ein spezieller Typ von CO2-Ampeln getestet, der u. a. vom Gesundheitsamt Bremen empfohlen wird. Die Installation ist einfach, da das Gerät lediglich in eine Steckdose eingesteckt wird. Weitere Elektroinstallationen sind nicht erforderlich. Die Kosten pro Gerät belaufen sich auf rund 200 Euro. Da das Thema CO2-Ampeln auch medial mehr in den Fokus rücke, sei es erforderlich, in Remagen möglichst schnell die Entscheidung über die Investition zu treffen, da anderenfalls die Gefahr bestehe, dass der Markt innerhalb kürzester Zeit leergekauft ist, erläutert Huhn. Nach Ermittlung der Gesamtkosten sollte aufgrund des dringenden Handlungsbedarfs eine Finanzierung aus dem laufenden Haushalt erfolgen, alternativ sollten die Kosten im Haushalt 2021 eingestellt werden, findet Steinhausen. „Der Schutz, den der Kreis den Schülern an den weiterführenden Schulen zukommen lässt, den sollte jede Kommune auch ihren Grundschüler und Lehrern sowie den Kindern und Erziehern in den Kindertagesstätten zukommen lassen. Das sollte uns die Gesundheit unserer Kinder wert sein“, so die FDP-Politikerin, die auch stellvertretende Kreisvorsitzende der FDP-AW ist.

Die FDP-Ratsmitglieder werden den Einsatz von CO2-Ampeln in den verschiedensten Kommunalparlamenten im gesamten Kreis Ahrweiler fordern. Effizient wäre es aus Sicht der Liberalen zudem, wenn sich alle Kommunen zu einer Sammelbestellung zusammentun, dann würden vermutlich die Stückkosten sinken.

Pressemitteilung

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Patrick Baum:
Damit der berufslose Andreas Bleck wieder für die AfD in den Bundestag einzieht, müßte die AfD in Rheinland-Pfalz bei der nächsten Bundestagswahl mindestens sieben Prozent erreichen. Das ist momentan doch sehr unwahrscheinlich. Der Listenplatz drei ist eben doch kein sicherer Platz für Herrn Bleck.
juergen mueller:
Chapeau Frau Friedrich.
Peter Schwarz:
Das wurde auch Zeit. Wie kann ein Vorbestrafter weiterhin seine Beamtenbezüge erhalten. Durch seine Machenschaften und die Schließung des Neubaus haben viele Mitarbeiter, darunter auch ich und meine Frau, ihre Arbeit verloren. Unsere Verluste von der Zeit müsste der Herr Exminister ebenfalls ausgleichen. Aber die Herren haben auch ohne Ihre Bezüge genug beiseite geschafft. Er müsste, so wie ich, mit 650€ Rente auskommen.
Gabriele Friedrich:
Das ist auch richtig so. Davon abgesehen, sollte Deutschland erkennen, das wir diese Hundertschaften von Beamten gar nicht mehr zahlen können. 3,7 x so hohe Pensionen wie ein schwer arbeitender Mensch bekommt, ist auch eine Unverschämtheit. Genau wie die Schweiz es vorgemacht hat, plädiere ich für die Abschaffung des Beamtentums. Unkündbare Beamte- wo man hinsieht und vieles liegt im Verborgenen. Beamte haften für Fehler auch nicht, genau wie Ärzte und Politiker. Auch Lehrer sollten nicht verbeamtet werden, sondern genau wie jeder Angestellte nach Leistung bezahlt und beurteilt werden. Nur die wichtigsten Posten sollten mit Beamten besetzt sein. Der neue Unsinn, das Beamte erst ab 30 J. in die Sozialkassen zahlen sollen, das kann man auch rückwirkend machen. Diese Gruppe hat bisher am wenigsten für die Bevölkerung getan. Die Ermessensgrenze wird auch nach Sympathie eingesetzt und ist nur 1 cm von der Willkür entfernt. Mir persönlich stinkt das ganz gewaltig.

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