Politik | 23.05.2022

Erwin Rüddel: „Land- und Forstwirte sind Partner beim Naturschutz“

CO2-Speicherpotenziale des Waldes nutzen

MdB Erwin-Rüddel. Foto: Bürgerbüro AK Erwin Rüddel, MdB

Berlin/Region. „Am Weltbiodiversitätstag möchte ich abermals ausdrücklich betonen, dass der deutsche Wald, und dabei habe ich meinen bewaldeten Wahlkreis besonders im Blick, die grüne Lunge und wichtigster Klimaschützer unseres Landes ist. Er bindet rund 14 Prozent des jährlichen CO2-Ausstoßes“, erinnert der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel.

Der Parlamentarier weist gleichzeitig darauf hin, dass der Wald insbesondere in ländlichen Regionen ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist, der viele Arbeitsplätze sichert. „Unsere Wälder sind Hotspots der Biodiversität sowie ein beliebter Ort der Erholung“, ergänzt Rüddel mit einem Appell an die Ampel-Regierung: „Die muss in der Forstpolitik die Finanzierung der Ökosystemleistungen des Waldes zur Chefsache machen. Nur so kann der zielgerichtete Waldumbau gelingen. Schließlich sind die Auswirkungen des Klimawandels in unseren Wäldern unverkennbar.“

Für den Christdemokraten steht fest, dass die vielen Waldbesitzer endlich darüber Gewissheit brauchen, wie ihnen die zahlreichen Ökosystemleistungen der Wälder möglichst unbürokratisch honoriert werden. Zudem sei die Bundesregierung aufgefordert, sich beim Waldumbau an der Wissenschaft zu orientieren. „Die heimischen Baumarten können der Hitze und der Dürre in einigen Regionen nichts mehr entgegensetzen. Die Ampel muss anerkennen, dass wir auch Bäume in den Wäldern brauchen, die dort bislang nicht heimisch sind, die aber den Witterungsbedingungen und dem Klimawandel besser Stand halten“, so der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete.

Erwin Rüddel weist ferner auf die Konfrontation des weltweiten Verlustes an Biodiversität hin. Auch in Deutschland gebe es viel zu tun, um den Artenschwund aufzuhalten. Ein zentraler Ansatz zur Verbessrung dieser Situation sei eine stärkere Kooperation der politisch Verantwortlichen mit der Land- und Forstwirtschaft.

„Die Land- und Forstwirte wissen selbst am besten, dass ihre Arbeit von funktionierenden Ökosystemen abhängt. Gesunde Böden, eine hohe Vielfalt an Bestäubern, Nützlingen und Pflanzen, sowie sauberes Wasser ermöglichen erst eine ertragreiche Landbewirtschaftung. Deshalb müssen Land- und Forstwirte stärker als Partner beim Natur- und Artenschutz begriffen werden, statt sie wiederholt und oft zu Unrecht anzuklagen. Stattdessen brauchen wir endlich auf ganzer Breite Kooperationsangebote, mit denen die Arbeit der Land- und Forstwirte für eine gesunde Umwelt und eine höhere Artenvielfalt honoriert wird“, konstatiert Rüddel.

Das CO2-Speicherpotenzial der Wälder vollends auszuschöpfen werde nur durch eine umfassende nachhaltige Forstwirtschaft und Holznutzung gewährleistet. Eine Stilllegung von Flächen bringe dagegen weniger bis gar nichts – außer zusätzlichen Risiken bei Extremwetterereignissen. Der direkt gewählte Abgeordnete des Wahlkreises 197 betont: „Wir benötigen eine umfassende Holzbauinitiative und -strategie im Bausektor. Daran müssen sich die KfW-Förderprogramme orientieren. Außerdem muss Holz als wesentlicher Bestandteil der Energiewende anerkannt werden. Denn dieser Baustoff ist nachhaltig und macht uns von fossilen Energieträgern unabhängiger.“

Ökologisch intakte Wälder und deren nachhaltige wirtschaftliche Nutzung seien in Deutschland kein Widerspruch, sondern sie bedingten einander. „Weil sie CO2 binden, tragen unsere Wälder maßgeblich zum Klimaschutz bei. Deshalb muss die im Koalitionsvertrag angekündigte Honorierung dieser Ökosystemleistungen jetzt umgesetzt werden, indem ein einfaches Zertifizierungssystem etabliert wird. Nur längerfristige finanzielle Anreize werden es auch privaten Waldbesitzern mit kleinen Forstflächen ermöglichen, den Wald klimagerecht umzubauen“, bekräftigt Erwin Rüddel.

Pressemitteilung Erwin

Rüddel, MdB (CDU)

MdB Erwin-Rüddel. Foto: Bürgerbüro AK Erwin Rüddel, MdB Foto: Fotograf

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Sandra Sattler: Der Zustand der L330 zwischen. Nassau und Zimmerschied ist eine absolute Katastrophe- und das nicht erst seit gestern! Wir sind wohnhaft in Hömberg und werden seit vielen Jahren mit diversen Ausreden vom LBM vertröstet.
  • Janek: Wer die Strecke kennt, kann sich den Grund bereits denken … Der Straßenzustand ist dort so schlecht, dass er besonders für Motorradfahrer ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko darstellt. Dem verunglückten...
  • Siegfried Kowallek: Verwunderlich ist weiterhin, dass die SPD der Neuwieder CDU vorhält, gegen den Unvereinbarkeitsbeschluss der Christdemokraten in Bund und Land im Hinblick auf die Partei Die Linke zu verstoßen. In insgesamt...
  • Siegfried Kowallek: Die Nennung von BSW und der Partei Die Linke im selben Kontext ist sachlich nicht gerechtfertigt und damit unredlich. Prominentester linker Befürworter deutscher Waffenlieferungen an die Ukraine ist Bodo...
  • Beatrix Biskup: Ich habe Bibliotheken immer geliebt und ich freue mich über jeden Schritt den die Stadtbibliothek in Richtung Zukunft geht und über jede Veranstaltung die diese durchführen würde.
Rund ums Haus
Alles rund ums Haus
Maschinenbediener, Staplerfahrer
First Friday Anzeige März
Stellenanzeige mehrere Stellen
Stellenanzeige
PR-Anzeige
Unterstützeranzeige
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
Mit dem Tod des Schauspielers Mario Adorf trauert die Stadt um einen ihrer Ehrenbürger.
82

Oberbürgermeister Dirk Meid zum Tod des Schauspielers Mario Adorf

Die Stadt Mayen trauert um ihren Ehrenbürger Mario Adorf

Mayen. Mit seinem Tod verliert unsere Stadt eine der bedeutendsten Persönlichkeiten, die Mayen hervorgebracht hat. Mario Adorf, geboren 1930 in Zürich und aufgewachsen in Mayen, hat von hier aus seinen Weg in eine außergewöhnliche internationale Karriere als Schauspieler gefunden. Trotz seines weltweiten Erfolges ist er seiner Heimatstadt stets eng verbunden geblieben.

Weiterlesen

In Linz am Rhein fand wieder der „Klapperlauf“ statt – ein organisiertes Gemeinschaftserlebnis, bei dem zahlreiche Teilnehmer mehrmals täglich durch die Stadt ziehen und "klappern", begleitet und gefördert durch die VR Bank RheinAhrEifel eG.  Foto: Jan-Erik Burkard I VR Bank RheinAhrEifel eG
10

VR Bank RheinAhrEifel eG unterstützt traditionsreichen Linzer Klapperlauf seit über 40 Jahren

Gelebte Tradition und Gemeinschaft - Klapperlauf in Linz

Linz. Der Klapperlauf in Linz am Rhein ist weit mehr als ein Brauch – er ist gelebte Tradition, Gemeinschaft und ein eindrucksvolles Zeichen regionaler Verbundenheit. Die VR Bank RheinAhrEifel eG begleitet dieses besondere Ereignis bereits seit über 40 Jahren als verlässlicher Partner und Förderer.

Weiterlesen

Dauerauftrag 2025
Wir helfen im Trauerfall
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Imageanzeige Dauerauftrag 04/2026
Auftrag, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Doppelseite PR/Anzeigen
Schulze Klima -Image
fit für`s Alter?
Container Anzeige
Innovatives rund um Andernach
Anzeigenauftrag FMP-1P9L0-AD-351131
Ostergrußanzeige
Feierabendmarkt Bad Neuenahr / o.B. Sponsoring
Wohnträume
Titelanzeige Nissan  114/1407895/2454617/4746681
Anzeige Tag der offenen Tür am Zeiberberg
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0220#