Politik | 15.06.2020

Freie Wähler überraschen mit Wahlkreis-Kandidat zur Landtagswahl 2021

Christian Altmaier soll das Direktmandat im Wahlkreis holen

Kathrin Laymann ist B-Kandidatin

Christian Altmaier und Kathrin Laymann.Quelle: Freie Wähler Koblenz

Koblenz. Schon mit der Nominierung des beliebten Landrates im Eifelkreis, Dr. Joachim Streit, als Spitzenkandidat zur Landtagswahl 2021 haben Freie Wähler für ein politisches Beben in Mainz gesorgt. Der erfahrene Kommunalpolitiker soll die Partei in den Landtag führen. Auch im heimischen Wahlkreis 9 (Koblenz) ist dem Kreisverband Freie Wähler ein Überraschungscoup gelungen, denn sie schicken ein Koblenzer Politschwergewicht ins Rennen um das heiß umkämpfte Direktmandat.

Auf dem Kreisparteitag im Weindorf Koblenz wählten die Mitglieder das langjährige Ratsmitglied und ehemaligen SPD-Vorsitzenden von Koblenz, Christian Altmaier (42), als Direktkandidaten für den Wahlkreis 9 (Koblenz). Der Freie Wähler Kreisvorsitzende Stephan Wefelscheid zeigt sich überzeugt, dass der hohe Bekanntheitsgrad und die Beliebtheit des langjährigen Stadtrates Christian Altmaier, den Gewinn des Direktmandates im Wahlkreis 9 (Koblenz) möglich macht.

„Christian Altmaier überzeugt durch seine sympathische Art und seine ausgewiesene Kompetenz, nicht nur in der Kommunalpolitik. Mir ist es bis heute unverständlich, wieso die SPD ein Talent wie Christian Altmaier vergrault hat, statt diesen für Koblenz nach Mainz zu entsenden. Denn gerade er war es doch, der 2011 mit seiner mutigen Rücktrittsforderung an den damaligen Ministerpräsidenten Kurt Beck den Finger für die Belegschaft des Oberlandesgericht und der Generalstaatsanwaltschaft in die Wunde gelegt und damit innerhalb der SPD mit zum Erhalt des Justizstandortes Koblenz beigetragen hat.

Mit der Kandidatur von Christian Altmaier machen Freie Wähler deshalb vor allen Dingen auch an alle ein personelles Angebot, die von der Esken-SPD enttäuscht sind und eine starke Stimme für Koblenz im Landtag sehen wollen“, begründet Wefelscheid seinen Vorschlag an die Wahlkreisdelegierten der Freien Wähler.

Für Christian Altmaier war die Entscheidung für die Kandidatur gefallen, als er erfahren hatte, dass Joachim Streit Freie Wähler Spitzenkandidat zur Landtagswahl werden soll: „Mit der Spitzenkandidatur von Landrat Dr. Joachim Streit und der damit verbundenen starken kommunalpolitischen Verwurzelung als Thema für den Landtag, hat mich die Idee der eigenen Kandidatur immer stärker begeistert“.

Über 20 Jahre bringt er im Ehrenamt seine vielen Ideen in den Stadtrat mit ein, mehr als die Hälfte seines Lebens engagiert sich Altmaier schon in der Politik. Der 42-jährige arbeitet im Hauptberuf für die Debeka im Außendienst und ist dort sehr zufrieden. „Aber als politischer Mensch reizt es natürlich sehr, aus dem Hobby den Beruf zu machen, daher habe ich mich zur Landtagskandidatur bereit erklärt.“

Diese Chance hat Christian Altmaier nun, wenn er genügend Wähler von sich überzeugt. „Wer eine starke Stimme für Koblenz im Landtag haben möchte, der sollte mir die Stimme geben, auch wenn er eine andere Partei bevorzugen sollte“. Im Wahlkreis 9 ist ein spannendes Rennen zu erwarten. Denn erstmals tritt für die SPD Anna Köbberling an, die den Wahlkreis für die Sozialdemokratie verteidigen muss. Aus der CDU hört man, dass Stefan Otto antreten soll und Grüne haben Carl-Bernhard von Heusinger nominiert.

„Freie Wähler sind auf dem Boden des Grundgesetzes und im Glauben an den Wahlspruch, dass sich Arbeit lohnen muss, eine attraktive Wahl zur Landtagswahl,“ findet Altmaier. Neben den bisherigen kommunalpolitischen Schwerpunkten Kultur und Tourismus, will er im Landtag auch bezahlbares Wohnen und die Bildungsstadt Koblenz in den Fokus nehmen.

Mit der B-Kandidatin Kathrin Laymann (36) ergänzen Freie Wähler das Profil der Landtagskandidatur. Sie ist für die evm AG als Referentin für Energiepolitik tätig und kann damit unter anderem Expertise in den Bereichen der Umwelt- und Energiepolitik mit einbringen. „Zusammen mit Christian Altmaier freue ich mich auf die kommenden Monate und die Überzeugungsarbeit für Freie Wähler, für die Landespolitik in Rheinland-Pfalz. Meine Motivation mich im Wahlkampf einzubringen liegt auch in der Entwicklung der politischen Diskussionskultur begründet. Polarisieren an den Rändern und das Erklären von eigenen Positionen als alternativlose Optionen kann auf Dauer nicht gut gehen. Deswegen möchte ich bewusst als Kandidatin einer Partei der Mitte in den Dialog eintreten und die Anliegen der Wählerinnen und Wähler aus Koblenz nach Mainz kommunizieren. Vor allem die aktuell laufende Hochschulreform verlangt eine starke Stimme für Koblenz.“

Auch die Wahlversammlung der Freien Wähler überzeugte der Personalvorschlag, so dass diese am Freitag mit einem überzeugenden (einstimmigen) Votum für das Duo Altmaier/Laymann den Kampf um das Direktmandat rund ums Deutsche Eck eröffneten, sehr zur Freude des Freie Wähler Landesvorsitzenden Stephan Wefelscheid: „Gemeinsam mit dem Spitzenkandidaten und Landrat Dr. Joachim Streit wollen wir Rheinland-Pfalz besser machen, dies fängt vor Ort im Wahlkreis an, daher ist die Erststimme für Altmaier auch eine starke Stimme für Koblenz im Landtag. Unser Personalvorschlag für den Wahlkreis deckt nicht nur viele Inhalte ab, sondern setzt auch auf ein attraktives Tandem aus einem erfahrenen Mann und einer selbstbewussten Frau“.

Pressemitteilung

Freie Wähler Koblenz

Christian Altmaier und Kathrin Laymann.Quelle: Freie Wähler Koblenz

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Kommentare
18.06.202008:40 Uhr
juergen mueller

Angebissen, Herr Wöbking.Man kennt sich ja.Aber gerne,aus meinem persönlichen Bekanntenkreis - DRK, Caritas, Freiwillige Feuerwehr, Tafel, Flüchtlingshilfe.Menschen,deren Hilfsbereitschaft u.Menschlichkeit weit über das hinausgehen,was anderen komplett abgeht.Und bevor Sie wieder die Belehrungsschublade aufziehen - eine ehrenamtliche Tätigkeit ist üblicherweise unentgeltlich,was nicht bedeutet,dass ein im Ehrenamt Tätiger keinerlei Zahlungen erhält (Aufwandsentschädigung).Aber - auch aus meinem Bekanntenkreis- Mitglieder eines z.B.Sportvereines übernehmen freiwillig eine gemeinwohlorientierte Aufgabe (ohne Aufwandsentschädigung).Ehrenamtliche Tätigkeit hat sich leider in den vergangenen Jahrzehnten deutlich verändert - ein vor allem "politischer" Bedeutungswandel.Ein Kommunalpolitiker sagte mir mal in einem pers.Gespräch:"Wenn ich schon meine Freizeit opfere,will ich die auch bezahlt haben".Und das sagt einer,der für seine "ehrenamtliche" Tätigkeit schon ausgezeichnet wurde.

17.06.202013:51 Uhr
Joachim Wöbking

Bitte um Beispiele Herr Müller.

15.06.202023:21 Uhr
juergen mueller

Ja, wir wissen es.
Produzierte Selbstlosigkeit im Dienste der Bevölkerung, das A und O der Politik ... wer es glaubt und davon scheint es viele zu geben.
Ein selbstloses Ehrenamt, das dieses Prädikat absolut nicht verdient und ein Schlag in`s Gesicht derjenigen ist, die ein solches Amt dem Wort entsprechend ausüben, ohne Entgeld, ihre Freizeit opfernd und sich in den Dienst der Menschlichkeit stellen, einer Menschlichkeit, die der Politik vollkommen abgeht.
Wer Beispiele hierzu benötigt, kann sich gerne bei mir melden.

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