Politik | 29.12.2017

Green-city-plan für Koblenz sollte endlich umgesetzt werden

„City Trees“ bleiben vorerst ein Wunschziel

V.li.n.re.: Stephan Wefelscheid, Gabriele Hofmann und Dr. Michael Gross. privat

Koblenz. Die Idee der „vertikalen Stadtbegrünung“ zur Förderung der emissionsfreien Mobilität, die bereits im „green-city-plan“ von der Verwaltung skizziert wurde, soll jetzt endlich umgesetzt werden. In diesem heißt es: „Hierzu gehören die sogenannten ‚City Trees‘, die Grünvolumen an Stellen schaffen können, wo Bäume in der Stadt nicht oder kaum möglich sind. Sie filtern mit ihrer spezifischen Oberfläche Luftschadstoffe und tragen insgesamt zur Verbesserung des Stadtklimas bei.“ Damit diese Maßnahme schnell umgesetzt werden kann, stellte die BIZ-Ratsfraktion im letzten Stadtrat des Jahres einen Ergänzungsantrag. Dieser beinhaltet, Mittel von 50.000 Euro in den Haushalt 2018 einzustellen, damit die Maßnahme „City-Trees“ zeitnah umgesetzt werden kann. Beschlossen wurde dieser Antrag allerdings nicht. Der Oberbürgermeister sagte dafür zu, dieses Vorhaben in sein Schreiben an die Bundeskanzlerin Angela Merkel aufzunehmen, welches er noch im Dezember verschicken werde. Bereits in der Rede zum Haushalt 2017 regte die BIZ-Ratsfraktion an, Gelder für City-Trees in den Haushalt einzustellen. Die Verwaltung sah zu diesem Zeitpunkt allerdings davon ab, da die Zuständigen die Erkenntnisse aus dem Stuttgarter Praxistest abwarten wollten. Laut Auskunft des Stuttgarter Umweltamtes werden die Ergebnisse voraussichtlich Anfang 2018 vorliegen. Seit Februar 2017 hat sich die Situation im Hinblick auf ein mögliches Dieselfahrverbot allerdings weiter verschärft. Um dieses zu verhindern, sind nicht nur langfristige, sondern auch kurzfristige, schnell umsetzbare, Maßnahmen zu ergreifen. Die stark belastete Luft in den Innenstädten ist auch in Koblenz immer wieder ein großes Thema. Getan wurde bisher zu wenig. In einem Brief des Koblenzer Oberbürgermeisters an Bundeskanzlerin Angela Merkel finden die City Trees nun wenigstens Erwähnung. Allerdings nur für die Umsetzung eines von der Bundesregierung aufgelegten Programms (Sofortprogramm „Saubere Mobilität“), im Zusammenhang mit dem Dieselgipfel für 2020. Es werden also weitere Jahre vergehen, bis einfache und leicht zu installierende Maßnahmen umgesetzt werden könnten.

Pressemitteilung der

Bürgerinitiative Zukunft

für Koblenz e.V.

V.li.n.re.: Stephan Wefelscheid, Gabriele Hofmann und Dr. Michael Gross. Foto: privat

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Kommentare
30.12.201720:17 Uhr
juergen mueller

Zuerst verbannt man fast alles Grün aus der Innenstadt (bis auf das Grün aus Plastik/Metall), betoniert sie zu um dann Jahre später auf eine solche Scheißidee zu kommen, die hoffentlich Utopie bleiben wird. City Tree - das neuartige STADTMÖBEL, ein winkliges Betonteil von 2 x 3 Meter, 4 Meter hoch, Durchmesser 1 Meter, ausgestattet mit Wassertank, Umwälzpumpe, Solarzellen, Zuleitungen, ein Pflanzencontainer ausgestattet mit Elektronik, das Monstrum bestückt mit Moos u. Stauden - aufgestellt z.B. in ESSEN - 2 Stck. Kostenpunkt "25 000 EURO".
Die Stadtpolitik hat alles dafür getan, das Grünflächen und Bäume aus der Innenstadt, und nicht nur da, verschwunden sind. Die "Grüne Stadt an Rhein und Mosel" spielt sich nur noch ausserhalb des Stadtgebietes ab - ein Reiz vergangener Jahre.
Man muss Angst vor einer Bürgerinitiative ZUKUNFT haben.

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