Politik | 30.01.2024

Cochem-Zell steht auf für die Demokratie

Rund 800 Menschen versammeln sich auf dem Endertplatz in der Kreisstadt

Cochem. Vor Kurzem organisierten die fünf Fraktionen im Cochem-Zeller Kreistag gemeinsam mit den evangelischen und katholischen Kirchengemeinden aus dem Kreisgebiet eine Kundgebung, bei der vor den Gefahren des Rechtsextremismus für die Demokratie und für die Freiheit der Bürgerinnen und Bürger gewarnt wurde. Die Kreisvorsitzenden Jens Münster (CDU), Benedikt Oster (SPD), Matthias Müller (FWG), Ingrid Bäumler (Bündnis 90/Die Grünen) und Jürgen Hoffmann (FDP) waren allesamt überwältigt von dem gewaltigen Zuspruch und der Masse an Teilnehmern.

„Wir kalkulierten mit rund 60 Menschen. Auch deshalb, weil die Aktion relativ spontan geplant und öffentlich gemacht wurde. Dass nach offiziellen Polizeiangaben dann tatsächlich aber etwa 800 Menschen kamen, ist ein eindeutiges Zeichen: Wir Demokraten sind in der Überzahl und wir sind entschlossen, die demokratische Staatsform zu achten, zu schützen und wenn nötig auch zu verteidigen“, sagte der SPD-Kreisvorsitzende Oster, der die Demonstration anmeldete. Auch Jens Münster, CDU-Chef im Kreis, zeigte sich beeindruckt angesichts der vielen Menschen auf dem Cochemer Endertplatz: „Es ist toll, zu sehen, dass so viele Menschen nach Cochem gekommen sind, um allen Extremisten klarzumachen: Die Zivilgesellschaft ist wachsam und weiß, welch hohes Gut es ist, in einer Demokratie zu leben.“

Neben den Parteivorsitzenden wandten sich auch Landrätin Anke Beilstein, der Cochemer Verbandsgemeindebürgermeister Wolfgang Lambertz sowie Vertreter der Kirchen an die Anwesenden. Sie alle wiesen darauf hin, dass die Bürgerinnen und Bürger spätestens nach dem geheimen Treffen von Rechtsextremen in Potsdam, bei dem Remigrationspläne erörtert wurden, aufwachen und erkennen müssten, wie gravierend die Gefahr sei, die von den Feinden der Demokratie und der Verfassung ausgehe. Zum Abschluss der Kundgebung stimmten die Kirchenvertreter gemeinsam mit Landrätin Beilstein das bekannte Protestlied „We Shall Overcome“ an.

Gemeinsame Pressemitteilung

der Kreistagsfraktionen

von CDU, SPD, FWG,

Bündnis 90/Die Grünen und FDP

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