Eine Herausforderung für die GRÜNE Kommunalpolitik

Corona, Heizpilze und Klimawandel

20.10.2020 - 14:38

Remagen. In Remagen wurde vergangene Woche im Haupt- und Finanzausschuss durch Bürgermeister Ingendahl mitgeteilt, dass die Sondergenehmigungen für die Außengastronomie, die normalerweise im Herbst enden, in diesem Jahr auch für die Wintersaison erteilt werden. Alle Fraktionen, auch die der GRÜNEN, stimmten überein, dass dies unter Corona-Bedingungen ausnahmsweise eine gute und richtige Entscheidung sei, um zum einen dem Infektionsschutz gerecht zu werden und zum anderen die lokalen Gastronomiebetriebe zu unterstützen.

Aber der damit nun in Remagen vermutlich einhergehende starke Anstieg von Heizpilzen und anderen Heizgeräten für den Außenbereich veranlasste die GRÜNE Stadtratsfraktion dann doch zu einer gezielten Anfrage bei der Stadtverwaltung, ob es nicht möglich sei, eine Empfehlungsliste für klimafreundlichere Heiz-Alternativen an die Gastronomiebetriebe zu verteilen. Denn gerade die weitverbreiteten gasbetriebenen Heizpilze hätten eine sehr schlechte Ökobilanz, so Stefani Jürries, die als Fraktionssprecherin die Anfrage formulierte. Die GRÜNEN boten an, bei der Erstellung dieser Liste behilflich zu sein, da das Thema bereits in anderen Städten wie Berlin von den GRÜNEN aufgegriffen worden sei. Das Umweltministerium Rheinland Pfalz und die Berliner Wirtschaftssenatorin Ramona Pop werben für elektrische Heizstrahler, die möglichst mit Ökostrom betrieben, eine umweltfreundlichere Alternative zu den gasbetriebenen Heizpilzen darstellen und auf diese Weise den Infektions und den Klimaschutz besser in Einklang bringen können. Aber auch Heizgeräte, die Holzpellets oder Peks als Energiequelle nutzen, könnten kostengünstige und sogar CO2 neutrale Alternativen sein, so Jürries, die sich auch in ihrer Funktion als Sprecherin der GRÜNEN im Kreis Ahrweiler sicher ist, dass diese Frage auch noch in den anderen Kommunen des Kreises auf die Tagesordnung kommen wird. Zusätzlich sollten die Gäste auf jeden Fall durch geeignete Kleidung und eigene Wolldecken dafür sorgen, dass der Betrieb der Heizgeräte im vernünftigen Rahmen bleiben kann. „Es sind momentan besondere Bedingungen, und wir müssen gemeinsam Sorge tragen, dass wir gut durch diesen Winter kommen“, ist sich Jürries sicher.

Pressemitteilung

Bündnis 90/Die GRÜNEN

Stadtratsfraktion Remagen

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Kommentare
Patrick Baum:
Damit der berufslose Andreas Bleck wieder für die AfD in den Bundestag einzieht, müßte die AfD in Rheinland-Pfalz bei der nächsten Bundestagswahl mindestens sieben Prozent erreichen. Das ist momentan doch sehr unwahrscheinlich. Der Listenplatz drei ist eben doch kein sicherer Platz für Herrn Bleck.
juergen mueller:
Chapeau Frau Friedrich.
Peter Schwarz:
Das wurde auch Zeit. Wie kann ein Vorbestrafter weiterhin seine Beamtenbezüge erhalten. Durch seine Machenschaften und die Schließung des Neubaus haben viele Mitarbeiter, darunter auch ich und meine Frau, ihre Arbeit verloren. Unsere Verluste von der Zeit müsste der Herr Exminister ebenfalls ausgleichen. Aber die Herren haben auch ohne Ihre Bezüge genug beiseite geschafft. Er müsste, so wie ich, mit 650€ Rente auskommen.
Gabriele Friedrich:
Das ist auch richtig so. Davon abgesehen, sollte Deutschland erkennen, das wir diese Hundertschaften von Beamten gar nicht mehr zahlen können. 3,7 x so hohe Pensionen wie ein schwer arbeitender Mensch bekommt, ist auch eine Unverschämtheit. Genau wie die Schweiz es vorgemacht hat, plädiere ich für die Abschaffung des Beamtentums. Unkündbare Beamte- wo man hinsieht und vieles liegt im Verborgenen. Beamte haften für Fehler auch nicht, genau wie Ärzte und Politiker. Auch Lehrer sollten nicht verbeamtet werden, sondern genau wie jeder Angestellte nach Leistung bezahlt und beurteilt werden. Nur die wichtigsten Posten sollten mit Beamten besetzt sein. Der neue Unsinn, das Beamte erst ab 30 J. in die Sozialkassen zahlen sollen, das kann man auch rückwirkend machen. Diese Gruppe hat bisher am wenigsten für die Bevölkerung getan. Die Ermessensgrenze wird auch nach Sympathie eingesetzt und ist nur 1 cm von der Willkür entfernt. Mir persönlich stinkt das ganz gewaltig.

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