Informationstreffen im röhrig-Forum – Viel Lob für Treis-Kardener Schüler
Das Partnerland Ruanda im Blick
Treis-Karden. Das rheinland-pfälzische Partnerland Ruanda war Thema eines Treffens, das Hans Peter Röhrig im röhrig-forum für Schüler der Region organisiert hatte. Jungen und Mädchen vom 5. bis 9. Schuljahr folgten dieser Einladung, die neben der Ruanda-AG der Konrad-Adenauer-Schule Treis-Karden auch Vertreter des Innenministeriums, engagierte Kommunalpolitiker und Bürger aus dem Kreisgebiet ins röhrig-forum brachte.
Hans Peter Röhrig, der vor wenigen Wochen selbst in Ruanda war, erzählte, unterstützt durch einige Mitreisende, von der atemberaubenden Schönheit des afrikanischen Landes, das zu den ärmsten des schwarzen Kontinents gehört. Beeindruckende Fotos und immer wieder die Geschichten, die der Kardener den Kindern erzählte, sorgten bei vielen Schülern für Staunen und Verwunderung, denn „ein Schüler aus Ruanda hat mal schnell einen täglichen Zehn - Kilometer - Marsch durch den Busch zur Schule zu Fuß zu leisten, bevor er in einfachen Hütten unterrichtet wird“, berichtete Hans Peter Röhrig.
Alle Anwesenden waren sich schnell einig, dass auch weiterhin Ruanda unsere Unterstützung braucht. Katharina Leibig, die seit Jahren die Ruanda-AG der Konrad-Adenauer-Schule leitet, berichtete gemeinsam mit den AG Sprecherinnen Antonia Gritz (Klasse 9b) und Chantal Junglas (Klasse 9b) im Rahmen einer Power-Point-Präsentation von den vielfältigen Aktionen, die seit zehn Jahren von den Schülern aus Treis-Karden für ihre Partnerschulen in Rusave und Muko 2 geleistet wird. Salvatore Mele, Ansprechpartner für Schulpatenschaften beim Innenministerium, lobte die Kinder der Konrad-Adenauer-Schule, denn auch die ehemalige VG Treis-Karden pflegte schon gute Beziehungen zur Partnerregion Kabarondo. Das bestätigte auch Jürgen Claßen, der als erster Beigeordneter die Veranstaltung besuchte und selbst bereits 2008 im afrikanischen Ruanda zu Gast war. Michael Nieden, Geschäftsführer des Vereins „Partnerschaft Rheinland-Pfalz/ Ruanda“ unterstrich in einem kurzen Statement, wie wichtig die Hilfe aus Deutschland für die ruandische Bevölkerung ist. „Seit 35 Jahren pflegen wir die Kontakte zum Land der 1000 Hügel“, sagte der Ruanda-Kenner. „Schon kleine Hilfen wie die Unterstützung bei einfachen Bauprojekten, Spenden für Schulmaterial oder Geldspenden aus Basaren, Verkaufsaktionen und Schulaktionen
helfen viel“, so Nieden. „Die Gelder kommen mit Sicherheit komplett in Ruanda an und werden von uns verteilt, bzw. überwacht“, versprach der Vertreter des Partnerschaftsbüros in der Hauptstadt Kigali. Zum Schluss des Treffens nutzte auch die Kunga - Ruandahilfe aus Bullay die Gelegenheit, um über ihre jahrelangen Erfahrungen mit den afrikanischen Freunden zu berichten. Matthias Müller erzählte von dem ehrenamtlichen Engagement seiner Mitstreiter, die schon acht Mal in Ruanda waren und ihrem Ziel, durch Spenden den jungen Afrikanern ein tägliches Mittagessen zu finanzieren. Wegen der extremen Armut können sich viele kein Essen leisten, obwohl sie sich schon früh morgens auf den Weg zur Schule machen. Als Beispiel nannte er die „Ecole primaire et secondaire“ in Kirenge, wo 350 Jungen und Mädchen unterrichtet werden.
Sie unterstützt der Verein „Kunga – Ruandahilfe“ seit einiger Zeit. Matthias Müller plädierte im Übrigen dafür, dass sich alle im Kreis, die mit Ruandas partnerschaftliche Kontakte pflegen, künftig zusammentun und gegenseitig austauschen.
Hans Peter Röhrig, der ganz offensichtlich sein Herz an Ruanda verloren hat, gab zum Abschied den Schüler aus der Region noch einen besonderen Wunsch mit auf den Weg: „Ich möchte die Aktion „1000 Fußbälle für Ruanda“ ins Leben rufen, denn in dem armen Land gibt es keine anständigen Fußbälle“, erzählte der agile Geschäftsmann lachend. Immer wieder hätten ihm die Kinder diesen Wunsch genannt, wenn er nach herzlicher Begrüßung mit den Jungen und Mädchen ins Gespräch kam. „Ich habe versprochen, mich vor dem nächsten Ruanda-Besuch darum zu kümmern.“ Wer Hans Peter Röhrig kennt, „der weiß, dass er das auch in die Tat umsetzt“, so ein Freund.
MT
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Lehrerin Nina Leibig und die Sprecherinnen der Ruanda-AG der Konrad-Adenauer-Schule engagieren sich schon seit zehn Jahren für zwei Partnerschulen in Ruanda. Foto: Picasa
