Politik | 30.04.2019

Unterschriftenliste soll Relevanz der L 74 verdeutlichen

Der Ausbau der L 74 bleibt im Fokus

Wählergruppe „Wershofen:AKTIV“ zieht von Haus zu Haus um Unterschriften zu sammeln, damit die
L74 Richtung Ahrtal zeitnah in das Landesstraßenbauprogramm aufgenommen und ausgebaut wird

Die FDP-Mitglieder trafen sich mit Landtagsabgeordnetem Marco Weber und Kreisvorsitzendem und Kreistagsmitglied Ulrich von Bebber, um über den Ausbau der L 74 zu sprechen. Foto: privat

Adenau. Im neuen Landesstraßenbauprogramm 2019/2020, das der Landtag kürzlich mit der Verabschiedung des Landeshaushalts 2019/2020 festgelegt hat, sind Ausbaumaßnahmen im Zuge der L 74 nicht eingeplant. Dies ist auch auf der Internetseite des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau ersichtlich.

Auf der hier hinterlegten Liste ist aufgeführt, dass an 17 Landesstraßen im Landkreis Ahrweiler bauliche Maßnahmen geplant sind. Allerdings wurde der Ausbau der L 74 nicht auf die Maßnahmenliste aufgenommen. Die Erstellung des Investitionsplans bis 2023 sowie des Landesstraßenbauprogramms für die Jahre ab 2021 sind jedoch noch nicht beschlossen und derzeit noch in Planung.

Vor diesem Hintergrund trafen sich kürzlich eine Delegation der FDP mit Landtagsabgeordnetem Marco Weber und Kreisvorsitzendem und Kreistagsmitglied Ulrich von Bebber, sowie weiteren Mitgliedern der FDP Adenau, mit Robert Müller, Initiator für den Ausbau L 74, sowie Mario Kaspers und Torsten Raths von „Wershofen:AKTIV“ zu einem Gedankenaustausch und zur Abstimmung der weiteren Vorgehensweise hinsichtlich des zwingend erforderlichen Ausbaus der L 74 zwischen der Ortslage Wershofen und der Zufahrt auf die L 73 am Laufenbacher Hof.

Alle Beteiligten sind der Meinung, dass der Ort Wershofen dringend den Ausbau der L 74 benötigt um die Infrastruktur und den Standort Wershofen in wirtschaftlicher Hinsicht sowie aus Sicht der Bevölkerung sicherzustellen und weiterhin auszubauen zu können. Der derzeitige sehr schlechte Ausbauzustand führt mitunter zu einem nicht zu unterschätzenden Nachteil für den „Wirtschaftsstandort“ Wershofen.

Die Ortsgemeinde Wershofen ist ohnehin bedingt durch ihre topografische Höhenlage sehr standortbenachteiligt, sodass zu befürchten ist, dass zum Einen Gewerbebetriebe den Ort verlassen müssen und zum Anderen die Menschen im Ort, vor allem die Jugendlichen und jungen Erwachsenen, aber auch Pendler sich mit der Überlegung tragen, Wershofen zu verlassen. Die Entscheidung über einen Wegzug aus Wershofen hin zum Ausbildungs-, Studien- und Arbeitsort wird durch den schlechten Zustand der L 74 sicherlich nicht unberücksichtigt gelassen.

Die Kreis- und Landesstraßen sind im ländlichen Raum eine, wenn nicht die wichtigste Infrastruktur. Die recht geringe jhFrequentierung der L 74 darf – auch vor dem Hinblick des demografischen Wandels – nicht das Hauptargument bei der Entscheidung über den Ausbau der L 74 sein.

Gefährliche Begegnungenmit Lkw auf schmaler Straße

Auch die Firma Andreas Brenner aus Wershofen befasst sich seit einiger Zeit mit dem schlechten Zustand der L 74 und hat schon einige Anstrengungen diesbezüglich angestellt. Für das Unternehmen ist die tägliche Befahrung der L 74 mit ihren LKW nicht nur sehr beschwerlich, sondern aufgrund ihrer geringen Fahrbahnbreite äußerst gefährlich. Insbesondere bei Begegnungsverkehr kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen. Daher setzt auch die Firma Brenner sich im Namen der Gewerbetreibenden für den Ausbau der L 74 ein. Das Ehepaar Brenner erstellte unter Mithilfe von „Wershofen:AKTIV“ eine Unterschriftenliste für den Ausbau der L 74. Diese wurde von den Mitgliedern der FDP und Robert Müller begrüßt und soll unterstützt werden. In dieser Runde verständigten sich Alle darauf, die Unterschriftenaktion schnellst möglichst durch Auslage der Listen in Geschäften, Hotels und Restaurants und öffentlichen Einrichtungen auszulegen. Darüber hinaus geht die Wählergruppe „Wershofen:AKTIV“ derzeit Haus zu Haus um Unterschriften zu sammeln, damit die L74 Richtung Ahrtal zeitnah in das Landesstraßenbauprogramm aufgenommen und ausgebaut werden soll. Unterschreiben darf Jeder, der diese Aktion unterstützen möchte, unabhängig von Alter und Wohnort. Daher wird auch darum gebeten Unterschriften in den Familien, bei Bekannten, Firmen und im beruflichen und privaten Umfeld zu sammeln und um Unterstützung zu werben, denn jede Unterschrift zählt.

Mit ihrer Unterschrift fordern die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner die zuständigen Entscheidungsträger des Landes Rheinland-Pfalz auf, die L 74 zwischen Wershofen und der Einmündung L 73 für das Jahr 2021 bzw. bei freiwerdenden Finanzmitteln zu einem früheren Zeitpunkt in das Landesstraßenbauprogramm des Landes Rheinland-Pfalz aufzunehmen.

Aufgrund der Verabschiedung des Doppelhaushaltes 2019/20 muss u. a. durch die Unterschriftenliste versucht werden, dass der Ausbau der L 74 im nächsten Haushalt 2021 ganz vorne in der Liste aufgeführt wird. So regte der Landtagsabgeordnete Marco Weber im Gespräch an, zeitnah einen gemeinsamen Termin mit Staatssekretär Becht und nach Möglichkeit mit Verkehrsminister Dr. Wissing zu organisieren, zu dem auch die Unterschriftenliste übergeben werden soll.

Pressemitteilung der FDP Adenau

Die FDP-Mitglieder trafen sich mit Landtagsabgeordnetem Marco Weber und Kreisvorsitzendem und Kreistagsmitglied Ulrich von Bebber, um über den Ausbau der L 74 zu sprechen. Foto: privat

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