AfD-Direktkandidat Horst Knopp zu den Barrieren am Bahnhof:
Der Bahnhof Kobern – ein Skandal!
Engagierter Bürger kämpft gegen Windmühlen der Bürokratie
Kobern-Gondorf. Seit vielen Jahren kämpfen persönlich Betroffene, wie der engagierte Herr de Souza-Alves, auf allen politischen Ebenen und mit der Deutschen Bahn für eine behindertengerechte Ausstattung des Koberner Bahnhofs. Aktuell ist es für gehbehinderte Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, nicht möglich, ohne fremde Hilfe auf den eigentlichen Bahnsteig zu kommen, aber noch viel schlimmer, nach dem Aussteigen aus dem Zug, von diesem auch herunterzukommen. Dr. Horst Knopp: „Man muss sich einmal in die Situation eines Rollstuhlfahrers versetzen, der abends mit dem letzten Zug in Kobern ankommt und dann auf dem Bahnsteig strandet. Der muss sich über die Notrufnummer Hilfe besorgen. Eine unmögliche Situation.“
In der UN-Behindertenrechtskonvention wird „jede Diskriminierung aufgrund von Behinderung als eine Verletzung der Würde und des Wertes dargestellt, die jedem Menschen innewohnen.“ Das schert aber offensichtlich weder die Landesregierung noch die Deutsche Bahn. Dabei verpflichten sich die Signatarstaaten, „angemessene Vorkehrungen“ zu treffen, das sind „notwendige und geeignete Änderungen und Anpassungen, die keine unverhältnismäßige oder unbillige Belastung darstellen und die, wenn sie in einem bestimmten Fall erforderlich sind, vorgenommen werden, um zu gewährleisten, dass Menschen mit Behinderungen gleichberechtigt mit anderen alle Menschenrechte und Grundfreiheiten genießen oder ausüben können.“
Nichts davon wurde in den letzten Jahren im Bahnhof Kobern unternommen. Der von Herrn de Souza-Alves in Kopie vorliegende Schriftwechsel mit Politikern, Landesregierung und Bahn zeigt, in welch unverfrorener Weise Verantwortlichkeiten verwischt bzw. so lange hin und her geschoben werden, bis sie versanden. Geändert hat sich über die Jahre nichts. Sowohl die Landesregierung als auch die Deutsche Bahn verstoßen damit eklatant gegen die UN-Behindertenrechtskonvention.
Weder der Einbau von Aufzügen (wurde vom Land vor Jahren verpasst), noch ein Übergang über die Geleise (aus Sicherheitsgründen) wird von der Deutschen Bahn als machbar bezeichnet. Darüber hinaus sind aber auch keine Rinnen zum Schieben von Fahrrädern installiert, was gerade für ältere Mitbürger mit schweren E-Bikes zu Problemen führt. Auch Frauen mit Kinderwagen brauchen immer eine helfende Hand, um die steilen Treppen zu bewältigen. Dr. Knopp dazu: „Der Worte wurden genug gewechselt. Es muss jetzt endlich etwas passieren. Mit dem Verschieben der Verantwortlichkeiten ist weder den betroffenen behinderten Menschen geholfen noch etwas für die Entwicklung des Radtourismus im Moseltal gewonnen. Es geht jetzt darum, dass von Landesseite zur Not unbürokratisch gehandelt wird. Dazu muss auch Geld in die Hand genommen werden. Dabei sollte man auch über eine dritte Variante neben Gleisübergang oder Aufzügen nachdenken. Nämlich den Einbau eines Schrägaufzuges auf einer Seite der recht breiten Treppen. Der Raum dazu wäre vorhanden und es wäre bautechnisch sicher leichter zu realisieren und kostengünstiger als Aufzüge, gleichzeitig sicherer als ein Gleisübergang. Es ist Zeit für eine kraftvolle parteiübergreifende Initiative aller Verantwortlichen in der Kommune, im Kreis Mayen-Koblenz und im Land Rheinland-Pfalz, um zusammen mit der Deutschen Bahn eine gute und schnelle Lösung für alle Betroffenen zu finden.“
Pressemitteilung
Dr. Horst Knopp (AfD)
