Politik | 14.09.2020

Erwin Rüddel verspricht: „Ich bleibe dran!“

Der Kampf gegen Bahnlärm geht weiter

Berlin. „Der Kampf gegen Bahnlärm wird auch dann weitergehen, wenn zum Fahrplanwechsel 2020/2021 die seit langem angestrebte Halbierung der Lärmbelastung durch die komplette Umrüstung auf leise Güterwaggons erreicht worden ist“, kündigt der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel an.

Gemeinsam mit den Bürgerinitiativen vor Ort werde er auch nach Erreichen dieses „wichtigen Etappenziels“ weiter mit vollem Einsatz für einen nachhaltigen Lärmschutz am Mittelrhein kämpfen, versprach Rüddel, der als einer der Gründer und Sprecher der parteiübergreifenden „Parlamentsgruppe Bahnlärm“ im Deutschen Bundestag in Berlin bereits neue Initiativen auf den Weg gebracht hat.

So wandte sich Rüddel jüngst mit drei Anliegen an seine Parlamentskollegin Elisabeth Winkelmeier-Becker, die als Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie dem Aufsichtsrat der Bahn angehört und die dem heimischen Parlamentarier ihre Unterstützung zugesagt hat. Auf Ersuchen des heimischen Abgeordneten sollten vor allem drei wichtige Themen Gegenstand der Beratungen im Aufsichtsrat der DB werden:

1. Baldige Beauftragung der Machbarkeitsstudie „Gütertunnel“ für eine Güter-Entlastungsstrecke im Mittelrheintal.

2. Fahrverbot für laute Güterzüge aus dem Ausland ab Dezember 2020 sicherstellen (bzw. nur mit reduzierter Geschwindigkeit auf Ausweichstrecken). Über Monitoring Lokalisierung lauter Züge und harte Bestrafung der Verantwortlichen.

3. Identifizierung von „Flachstellen“ durch Strecken-Monitoring (über bestehende 19 Messstellen) und zügige Außerbetriebnahme bzw. schnelle Reparatur schadhafter Waggons.

Unter einer „Flachstelle“ versteht man eine unerwünschte Abnutzungserscheinung an Rädern von Schienenfahrzeugen. „Das ist mit Blick auf einen sicheren und leisen Güterverkehr ein ganz wichtiger Punkt, um nach dem Fahrplanwechsel im Dezember dieses Jahres den erreichten Standard auch dauerhaft zu gewährleisten“, so Rüddel.

„Denn nur, wenn alle aktiven Güterwaggons ab Jahresende mit modernen, lärmarmen Bremssohlen ausgerüstet sind, wird sich der Lärm eines vorbeifahrenden Güterzuges um rund zehn Dezibel reduzieren, was vom menschlichen Ohr als Halbierung wahrgenommen wird“, erläutert der Abgeordnete.

Unabhängig davon werde die „Parlamentsgruppe Bahnlärm“ auch weiterhin beim Bund und der Deutschen Bahn auf zusätzliche Investitionen für Lärmschutzmaßnahmen entlang der Bahnstrecken drängen, versichert Rüddel: „Ergänzende Anstrengungen für aktiven und passiven Lärmschutz sind erforderlich – wie leisere Weichen, Schienenstegdämpfer, Lärmschutzwände sowie weitere, neue Technologien zur Lärmminderung am rollenden Material und am Gleis.“

Im Übrigen bleibe es dabei, dass sich nur mit der glaubwürdigen Aussicht auf eine alternative Neubaustrecke zum Rheintal - also die tunnelgeführte Lösung von Troisdorf/Mainz nach Bischofsheim - langfristig die Hoffnung auf eine substantielle Steigerung der Lebensqualität für die Anwohner am Mittelrhein verbinde.

„Denn der Bahnlärm wird auch über das Jahresende hinaus ein zentrales Thema für die Menschen entlang des Rheins bleiben. Bahnlärm macht auf Dauer krank und stellt eine schwere Belastung für die Anrainer dar. Deshalb dränge ich mit solchem Nachdruck auf die baldige Erstellung einer Machbarkeitsstudie für die alternative Neubaustrecke“, betont Erwin Rüddel.

Pressemitteilung des Büros von

Erwin Rüddel, MdB (CDU)

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