Informationsveranstaltung zum Öffentlichen Personennahverkehr in Swisttal
Der „Landhüpfer“ ist bereits gut etabliert, der „Ortsbus“ braucht noch Zuspruch
Wenn nicht genügend Leute diese „Luxusangebote“ nutzen, könnten sie nach einer Erprobungsphase wieder eingestellt werden – Bald Haltestelle am Aldi
Odendorf. Ein zweischneidiges Fazit zog Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner (CDU) zu den neuen Angeboten im Öffentlichen Personennahverkehr der Gemeinde Swisttal. Während der „Landhüpfer“ hervorragend angenommen werde, habe sich der Odendorfer „Ortsbus“ derzeit noch nicht durchgesetzt. Bei einer Informationsveranstaltung im Dorfsaal Odendorf appellierte sie nicht nur an die zwei Dutzend anwesenden Bürger, die neuen Angebote besser zu nutzen, um sie auf Dauer für die Gemeinde zu erhalten.
In Sachen Verkehr habe sich in der Gemeinde sehr viel getan im vergangenen Jahr, vor allem durch den „Landhüpfer“, der eine viel bessere Verbindung zwischen den einzelnen Orten biete. „Das ist die Verbindung, die wir uns immer gewünscht haben“, so die Bürgermeisterin, die zugab, jedes Mal die Fahrgäste nachzuzählen, wenn einer der „Landhüpfer“-Busse an ihr vorbeifahre. Und das würden immer mehr Leute, freute sie sich. Das bestätigte auch Marcus Schaefer vom Rhein-Sieg Kreis, eine Zwischenauswertung nach sechs Monaten habe eine zufriedenstellende bis gute Nachfrage ergeben. Im rechtsrheinischen Teil des Rhein-Sieg-Kreises blicke man neidisch auf die Gemeinde Swisttal, wusste die Bürgermeisterin aus kreisweiten Bürgermeister-Dienstbesprechungen.
Odendorfer Ortsbus wird noch zu wenig genutzt
Anders der Odendorfer „Ortsbus“, der bislang nur vereinzelt genutzt werde und bei dem es noch einen Nachsteuerungsbedarf gebe, so Schaefer. Auf der Ortsbus-Linie 748 würden zwölf innerörtliche Haltestellen täglich von 6 bis 20.30 Uhr angefahren, Start und Ziel sei immer der Bahnhof. Die neu angeschafften, kleinen und flexiblen Busse mit 16 Sitzplätzen und zehn Stehplätzen besäßen eine sehr gehobene Ausstattung, etwa mit einer großen Tür, die auch Rollator- und Rollstuhl-geeignet sei. Der Einstieg lasse sich absenken, und ein großer Monitor zeige die nächste Haltestelle an.
„Der Ortsbus ist eigentlich ein Luxusangebot, dass es sonst nirgends gibt, und nach einer Erprobungsphase wird sich herausstellen, ob wir das Angebot weiter aufrechterhalten können“, bestätigte auch Kalkbrenner. Mit den vergleichsweise kleinen Fahrzeugen könnten auch Straßen angebunden werden, die bisher außen vor blieben, etwa die Odinstraße. Das ermögliche vielen Menschen eine gesellschaftliche Teilhabe, die das bisher mangels Mobilität nicht mehr eigenständig hätten wahrnehmen können. „Und so mancher kann jetzt auf einen eigenen PKW verzichten, denn mittlerweile kommt man mit dem ÖPNV überall hin.“
Bald wird auch der Gewerbepark Odendorf angebunden
Torsten Weber vom RVK hatte eine weitere gute Nachricht im Gepäck. Denn es sei geplant, auch den Gewerbepark Odendorf besser anzubinden. So soll voraussichtlich schon im kommenden Jahr eine Haltestelle am Aldi/Rossmann entstehen und eine weitere auf der Gewerbepark-Seite des Bahnhofs, wenn der „Kirchenpfad“ fertig ausgebaut ist. Die beiden neuen Haltestellen sollen künftig sowohl vom „Landhüpfer“ wie auch vom Odendorfer rtsbus angefahren werden. JOST
