Politik | 04.03.2022

CDU-Kreistagsfraktion im Gespräch

„Der Saal wird voll – aber wer wird auf der Bühne stehen?“

Westerwald. Den Rückblick und den Ausblick auf die Fastnachts-Session 2022/2023 wagte eine Gesprächsrunde der CDU-Kreistagsfraktion in ihrer Online-Gesprächsreihe „Impulse Digital“ mit Vertreterinnen und Vertretern heimischer Karnevalsvereine. Fraktionsvorsitzender Stephan Krempel fasste die Prognose der Vereine für das kommende Jahr optimistisch und nachdenklich zugleich zusammen: „Der Saal wird voll – aber wer wird auf der Bühne stehen?“

Stephan Krempel stellte zu Beginn fest, dass Fastnacht/Karneval corona- und kriegsbedingt in 2022 „auf Sparflamme“ gefeiert wurde. „Es ist faszinierend, wie kreativ unsere Fastnachter/Karnevalisten reagiert haben, mit Online- und To-Go-Aktionen oder mit geplantem Sommerkarneval. Das zeigt deutlich, dass Fastnacht im Westerwald nicht tot ist“, so der Fraktionsvorsitzende zu seinen Gästen. Es sei wahrscheinlich, dass die Aktiven an vielen Stellen wieder einen Anschub bräuchten. Hier müsste man vor Ort nach Möglichkeit gezielt helfen. Gerade deshalb habe man die Vereine zum Gespräch gebeten, um die Möglichkeiten für eine Hilfestellung auszuloten.

Vereine berichten über Aktivitäten

Birgit Schneider vom Karnevalsverein (KV) Nistertal berichtete über gelungene Aktionen mit einem Umzug, Stationen in der Gemeinde mit Tanzgruppen und Büttenrednern, aber auch angesichts der Entwicklungen in der Ukraine mit Friedenslichtern. Es sei gelungen vor allem die Kinder und Jugendlichen aus den Tanzgruppen in den letzten beiden Jahren „bei der Stange zu halten“. Wichtig für alle Aktiven sei es auf ein Ziel hinzuarbeiten.

Fest im Blick haben die Nistertaler dabei ihren „Närrischen Sommer“ am Samstag, 11. Juni, mit einer „Kindersause“ am Nachmittag und einem bunt gemischten Bühnenprogramm am Abend mit anschließender Party. Gelegenheit für die Aktiven, ihr Können einem breiten Publikum darzubieten.

Thomas Grahl vom Renneroder Karnevalsverein konnte über eine zahlreich besuchte Online-Sitzung berichteten, bei der die verschiedenen Gruppen aus dem Verein ihre Beiträge darboten. Auch in Rennerod haben vor allem die Tanzgruppen in den letzten beiden Jahren coronakonform ihre Trainingsstunden beibehalten. Nächstes Ziel sind „karnevalistische Beiträge“ beim geplanten Renneroder Sommerfest 2022, bei dem auch einige Vereinsjubiläen nachgeholt werden sollen. Warten musste das Projekt einer „Mädchensitzung“. Für 2023 zeigte sich Thomas Grahl optimistisch, die Westerwaldhalle bei Veranstaltungen wieder „voll zu bekommen“: „Die Menschen wollen gerne wieder gemeinsam feiern.“

Belastend für die Karnevalsvereine seien die deutlich gestiegenen Kosten. Hier erwartet er von den Verantwortlichen ein Nachdenken, ob zukünftig bei jeder Veranstaltung ein umfangreicher „Security-Dienst“ erforderlich ist.

Sitzungspräsident Carsten Fuckert von der Karnevalistischen Kooperation Westerburger Vereine (KKWV) sieht auf die Vereine große Herausforderungen zukommen, um die früheren Aktivitäten im bisherigen Umfang wieder aufleben zu lassen. Der KKWV habe in den letzten Jahren „pausiert“. Die Tanzgruppen haben allerdings regelmäßig trainiert. Er zeigte sich jedoch optimistisch, dass auch in Westerburg in gemeinsamer Anstrengung der Karneval lebensfähig ist und eine Zukunft hat.

Ingo Hoschkara ist seit über 30 Jahren im Dernbacher Karneval aktiv. Die dort geplanten Sitzungen wurden frühzeitig abgesagt. Auch unter erschwerten Bedingungen haben die dortigen Tanzgruppen ihr Training beibehalten. Der Dernbacher Büttenredner machte deutlich, dass Fastnacht/Karneval auf die Präsenzsitzungen und die dort entstehende Stimmung angewiesen sind. „Die Mitbürger sind hungrig auf die Beiträge mit lokalem Bezug.“

Mit Optimismus Vereinsleben aktivieren

Wenig Anklang bei den Vereinen finden die Winterferien, hierdurch werden zwei Karnevalswochenenden in möglichen Aktivitäten deutlich eingeschränkt. CDU-Landtagsabgeordnete Jenny Groß versprach sich auf Landesebene dafür einzusetzen, diese Konkurrenzsituation bei der Ferienplanung zukünftig zu vermeiden.

Alle Vereine sind der Überzeugung, dass die Bevölkerung gerne zur Normalität zurückkehren möchte, um wieder gemeinsam zu feiern. Dies sei auch eine gute Motivation um Fastnacht/Karneval wieder „in Präsenz“ zu erleben. Wichtig dabei sei jedoch auch, das Ehrenamt in den Vereinen zu stärken.

CDU-Fraktionsvorsitzender Stephan Krempel zeigt sich begrenzt optimistisch: „Zu Fastnacht/Karneval gehören Sitzungen, Feste und Umzüge, ich hoffe, wir können 2023 wieder richtig durchstarten.“ Er sprach die Hoffnung aus, dass die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen Durchhaltevermögen und Kraft aufbringen, um für die Session 2022/2023 wieder Brauchtum und Gemeinschaft zu pflegen. Auch die Christdemokraten planen für 2023 ihre Sitzung „Black – Karneval“ wieder aufleben zu lassen.

Pressemitteilung

CDU-Kreistagsfraktion

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