SPD Oberwinter zum Thema Bahnhof
Der Zug ist noch nicht abgefahren
Unser Bahnhof ist kein „Wartehäuschen“ – Neue Planung eingefordert
Oberwinter. Der Bahnhof von Oberwinter soll nach den Plänen der Bahn umgebaut werden.
Um behindertengerechte Zugangsrampen zu bauen, will die Bahn die intakten eigentlich denkmalschutzwürdigen Bahnsteigüberdachungen abreißen und durch drei moderne Wartehäuschen ersetzen. Das lehnen die Sozialdemokraten mit Nachdruck ab. Hans Metternich bot dafür im Bauausschuss Alternativen an: „Das Umfeld des Bahnhofes Oberwinter bietet vom Platzangebot her einige Möglichkeiten, die auch einen Bau von behindertengerechten Zugangsrampen zulassen, ohne die vorhandenen 100 Jahre alten Dächer zu tangieren. So ist auf der Rückseite des Bahnhofes am Hahnsberg schon bei der jetzt vorliegenden Planung eine Verlängerung der Bahnhofsunterführung erforderlich. Würde diese noch etwas weiter verlängert, könnte auf der Fläche zwischen der Straße und dem vorhandenen Bahnsteig der Bau der Rampen erfolgen, ohne die Stützen des Daches anzutasten“, so der Oberwinterer. Auf der Vorderseite des Bahnhofs befindet sich in der Böschung eine alte Zufahrtsrampe, auf der früher Elektrokarren bis auf den Bahnsteig fahren konnten. Über die Trasse dieser Rampe, in Verbindung mit der Fläche des alten Überholgleises, wäre auch hier ein Bau von Rampen möglich, ohne den Erhalt des Daches in Frage zu stellen. Dazu Fraktionsvorsitzende Christine Wießmann: „Die Wirklichkeit sieht anscheinend so aus, dass die Deutsche Bahn vor allem bei ‚Provinzbahnhöfen‘ nur ihre Baukastenlösungen umsetzen will. Individuelle Planungen, die den örtlichen Gegebenheiten Rechnung tragen sind nicht gewünscht und deshalb wird für viel Geld eben auch mal eine intakte Bahnsteigüberdachung abgerissen.“
Bei der Sitzung des Bauausschusses konnten sich CDU, Grüne und Bürgerliste nicht dazu durchringen, eine neue Planung für den Bahnhof Oberwinter zu fordern und dabei auch noch die Kosten für den Abriss zu sparen. Vielmehr hat man die Argumentation der Bahn übernommen und war der Meinung, bei der hohen Verschuldung der Stadt könne man das nicht verantworten und hat für die Wartehäuschen gestimmt.
Alles wäre möglich, wenn man wollte – auch der Erhalt der Glasdächer auf den Bahnsteigen in Oberwinter. Der Meinung ist die SPD und fordert Bürgermeister Björn Ingendahl und die Fraktionen auf, ihre Entscheidung zu über denken und eine neue Planung von der Bahn einzuholen.
Pressemitteilung
Hans Metternich,
SPD-Fraktion
