Dr. Horst Knopp, AfD-Direktkandidat im WK 12, Mayen
Deutschland hinkt mit der Digitalisierung hinterher
Vordereifel. Unser Wahlkreis hat, wie Deutschland insgesamt, einen großen Entwicklungs- und Nachholbedarf bei der digitalen Infrastruktur. Schnelles Internet und Mobilfunk als Grundlage des digitalen Fortschritts müssen schneller ausgebaut werden.
Der Standard der Zukunft bei der Datenübertragung ist die Glasfasertechnik, denn damit lassen sich schnell große Datenmengen übermitteln. Derzeit verfügen aber kaum 5% der rlp. Haushalte über einen Glasfaseranschluss, OECD-weit sind es ca. 25%!
Eine Befragung bei amerikanischen Unternehmen hat jüngst gezeigt, dass immer weniger Investitionen in Deutschland getätigt werden, wobei als Grund häufig die mangelhafte digitale Infrastruktur genannt wird.
Dr. Horst Knopp erklärt dazu: „Mittelfristig brauchen wir den vollständigen Abschied von Kupferleitungen, einer veralteten Technologie. Stattdessen soll die Glasfaser im Standard FTTB („Fiber to the building“) direkt in jedes Gebäude verlegt werden. Dazu bedarf es einer Entrümpelung langwieriger Förderprozesse, eines ehrgeizigen landeseigenen Ausbauprogramms, das auch umgesetzt und nicht nur verkündet wird, sowie Glasfasergutscheine für jeden Bürger. Diese können dann bei der Bestellung von Glasfaseranschlüssen vor Ort eingelöst werden.“
Rheinland-Pfalz ist aber auch das Land der Mobilfunklöcher. Im weltweiten Vergleich landet Deutschland beim Ausbaustandard nur auf Platz 70 – noch hinter Albanien. Und innerhalb Deutschlands gehört Rheinland-Pfalz nochmal zu den Schlusslichtern. Es gibt keine flächendeckende LTE- bzw. 4G-Versorgung. Jeder Autofahrer weiß das!
Um sich ehrlich zu machen, muss die Mobilfunkabdeckung bezogen auf die Landesfläche angegeben werden und nicht wie seitens der Landesregierung praktiziert, pro Haushalt ausgewiesen werden. Mobilfunk braucht man in der Regel unterwegs, in der Fläche, nicht zuhause.
Der rückständige Glasfaserausbau wird sich auch auf die Zukunft des Mobilfunknetzes negativ auswirken, weil sich der neue 5G-Standard nur zusammen mit der Glasfaser verwirklichen lässt. Erst mit ihm wird die Vernetzung von Gegenständen und Daten Fahrt aufnehmen, erst damit werden automatisierte Produktionsprozesse, autonomes Fahren oder selbstständig arbeitende landwirtschaftliche Systeme möglich.
Horst Knopp weiter: „Gerade in Landwirtschaft und Weinbau lassen sich mit der neuen Technik erhebliche Rationalisierungspotentiale schöpfen, aber auch umweltfreundlicher produzieren, z.B. durch den zielgenauen Einsatz von Drohnen statt Helikoptern beim Pflanzenschutz. Die Wirtschaft braucht den 5G-Standard für weitere Automatisierungsprozesse und den Einsatz von „Künstlicher Intelligenz“, um die Konkurrenzfähigkeit auf den Weltmärkten zu erhalten. Aber auch für die Verbraucher bietet der 5G-Standard zahlreiche neue Möglichkeiten, wie die bessere Vernetzung im Haushalt, die zum Beispiel für Fortschritte in der Pflege oder der Telemedizin genutzt werden können. Damit kann der ländliche Raum insgesamt gefördert werden und es ergeben sich vielfältige neue Nutzungsmöglichkeiten für die Menschen, mit denen sich die schönen Seiten des Landlebens auch mit den Erfordernissen der Arbeitswelt besser in Einklang bringen lassen. Ich fordere deshalb eine eigene rheinland-pfälzische Digitalagentur, die den Ausbau der Infrastruktur bei Mobilfunk, 5G und Glasfaserausbau beschleunigt und die verschiedenen Akteure und Projekte in Wissenschaft, Wirtschaft, Gesellschaft und Verwaltung wirkungsvoll miteinander vernetzt.“
Pressemitteilung
Dr. Horst Knopp,
AfD-Direktkandidat
