Politik | 31.10.2016

Dorfgemeinschaftshaus Kammerforst

Die Aufbauarbeiten können beginnen

„Nackt bis auf den Stein“: Der Mehrzweckraum der Alten Schule soll ein neues Gesicht erhalten. Nach intensiver Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten geht es nun an die Umsetzung.

Kammerforst. Diskussionen um Lösungs- und Gestaltungsmöglichkeiten, Beantragung von Fördermitteln, Akquise von Handwerkern, Abrissarbeiten und einiges mehr – der Umfang der vorbereitenden Maßnahmen war beträchtlich. Nun können endlich die Aufbauarbeiten im Dorfgemeinschaftsraum beginnen. Am vergangenen Mittwoch hat der Gemeinderat die Beauftragung der Gewerke Elektroinstallation, Heizungsinstallation und Trockenbau beschlossen. In diesem Zusammenhang ein kurzer Überblick über die anstehenden Arbeiten:

Elektroinstallation

Das Beleuchtungskonzept für den Mehrzweckraum sieht Einbauleuchten vor, die hinsichtlich ihrer Leistung optimal auf die Dimensionen des Raumes abgestimmt sind und darüber hinaus, beispielsweise bei Präsentationen mit einem Videobeamer oder für eine gemütlichere Atmosphäre bei einer Feier, gedimmt werden können. Neben der Erneuerung der Leitungen für die Deckenbeleuchtung benötigt die neue Heizanlage, ein sogenanntes Klimasplitgerät, einen Anschluss an die Stromversorgung. Erneuert werden im Zuge der Renovierung außerdem Schalter und Steckdosen.

Heizungsinstallation

Die Besichtigung der Klimasplitanlage im Dorfgemeinschaftshaus Vielbach bot sowohl Vertretern der Ortsgemeinde als auch des VG-Bauamtes einen brauchbaren Eindruck und erleichterte die Entscheidungsfindung in der Frage nach einer passenden Heizung für den eigenen Mehrzweckraum. Ausschlaggebend war vor allem der doppelte Nutzen: Das Klimasplitgerät wird den Dorfgemeinschaftsraum nicht nur heizen sondern auch entfeuchten. Damit soll eine deutliche Verbesserung des Raumklimas zum Wohle der Besucher wie auch der Bausubstanz erreicht werden.

Trockenbau

Vor allem am Beispiel der neuen Raumdecke wird das Bemühen des Gemeinderates deutlich, beim Modernisierungsergebnis ein gelungenes Maß zwischen praktischem Nutzen und ansprechender Ästhetik zu finden. Fiel es anfänglich zum Teil noch schwer, sich mit der Optik einer klassischen Odenwalddecke anzufreunden, so ist nach allem Abwägen am Ende das modulare Deckensystem aus Trägerschienen und Einlegeplatten die sinnvollste Lösung. Vorrangig wird die Akustik des Raumes in einem Maß verbessert, das mit einer glatten Decke nicht erreicht werden kann. Da die Einlegeplatten mühelos einzeln herausnehmbar sind, ist eine schnelle und einfache Revision der Leitungen und Vorrichtungen hinter der Deckenverkleidung möglich. Somit stellt die Verkleidung nicht nur in der Herstellung eine kostengünstige Lösung dar, sie spart auch bei zukünftigen Arbeiten „hinter der Decke“ Aufwand und folglich Geld.

Zum Ausgleich in gestalterischer Hinsicht soll nach einer Sichtung von Mustern eine Sorte Einlegeplatten ausgewählt werden, bei der die Lochung („Sternenhimmel-Muster“) optisch nicht zu dominant ist. Außerdem ist die Auswahl von Einbauleuchten vorgesehen, die ansprechender sind als beispielsweise die standardmäßigen, quadratischen Rasterleuchten.

Die Odenwalddecke wird bedingt durch die Installationen dahinter um einige Zentimeter unterhalb des bestehenden Unterzuges verlaufen. Es ist anzunehmen, dass dadurch die Bögen der Fensternischen unter der Deckenverkleidung verschwinden werden. Um für den Charakter des Raumes einen ästhetischen Ausgleich zu schaffen, ist im Gespräch, beim späteren Verputzen auf der Innenseite der Außenwand Bruchsteinpartien sichtbar zu lassen und aufzuarbeiten.

VG-Projektbetreuer Gerd Weber hält eine Wiedereröffnung des Dorfgemeinschaftsraumes im kommenden Februar bis März für realisitisch, sofern alle noch anstehenden Arbeiten ohne Verzögerungen durchgeführt werden können. Bislang erforderten viele Maßnahmen einen langen Atem. Unterm Strich jedoch, so sind sich die Beteiligten sicher, wird sich der Aufwand lohnen. Das Erreichen wichtiger Etappenziele beim „Sanierungsprojekt Alte Schule“ zeigt, dass man insgesamt auf gutem Wege ist. So ist beispielsweise die Schulwohnung bereits seit Anfang September wieder vermietet und im Dorfgemeinschaftsraum kann nun mit der eigentlichen Gestaltung begonnen werden.

Pressemitteilung der

Ortsgemeinde Kammerforst

privat

Foto: privat

„Nackt bis auf den Stein“: Der Mehrzweckraum der Alten Schule soll ein neues Gesicht erhalten. Nach intensiver Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten geht es nun an die Umsetzung.

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